Vitamin D-Mangel: Einfach mal das Gesicht in die Sonne halten

dapdJörg Reichrath ist Professor für Dermatologie an der Universität des Saarlandes und Mitglied der Arbeitsgruppe Vitamin D der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Im Interview erklärt er, was bei Vitamin D-Mangel passiert und wie die Eskimos im Norden ohne Sonne überleben.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-870828.html
  1. #1

    Die totale Erleuchtung.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jörg Reichrath ist Professor für Dermatologie an der Universität des Saarlandes und Mitglied der Arbeitsgruppe Vitamin D der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Im Interview erklärt er, was bei Vitamin D-Mangel passiert und wie die Eskimos im Norden ohne Sonne überleben.

    Vitamin D-Mangel: Wie man sich schützen kann und was für Folgen drohen - SPIEGEL ONLINE
    Bisschen unnütze Sonne hier, bisschen stinkender Fisch da. Kann man ja mal erwähnen, aber irgendwie alles total blöd. Das wird ja dann leider, nur monatelang im eigenen Körper gespeichert...

    Also mein Erkenntnissgewinn aus diesem Interview:Danke für das Retten, in Form von Tabletten!

    Ansonsten müssen wohl Millionen Deutsche irgendwann sterben! Naja also zumindest 60%, bei den restlichen 40%, wird man dann mal sehen...
    Und jetzt kommt bestimmt wieder so ein Naseweiß (hihi), dass das früher doch auch alles ohne ging! Aber leider dermaßen Falsch gedacht von den Unterbelichteten (haha). Wo sind denn die Generationen vor uns!? Alle tot! Und alleine 60% von denen ja eventuell, also eher wahrscheinlich sogar, an Vitamin D Mangel.

    Wirklich Erschreckend...
  2. #2

    die Raucher...

    Da haben die Raucher jetzt einen Überlebensvorteil, denn die stehen ja neuerdings immer im Freien zum Rauchen, ne?
  3. #3

    Bisschen Sonne nützt nix

    So lange unsere geizige Ärzteschaft einen Test auf Vitamin - D- Spiegel aus Angst ums Budget nicht anordnet, werden wir weiterhin mit unzähligen Krankheiten kämpfen. Multiple Sklerose, Krebs, viele Autoimmunerkrankungen. Die Zusammenhänge sind längst bewiesen,belastbare Studien gibt es. Aufklärung bei den Ärzten: Fehlanzeige! Da werden lieber Fortbildungen zum 'IGELN' (sprich Kohleziehen) besucht als solche zum Vit-D. Leider haben auch Menschen mit viel Sonnenkontakt Mangel an Vit D! Substitution ein MUSS! Und nein, ich bin nicht aus der Pharmaindustrie, ich steh nur ganz blöd im Labor herum und messe circa 80 Proben am Tag auf Vit D. Erschreckend niedrige Werte bei 90 % meiner Patienten. Assoziiert mit noch erschreckenderen Krankengeschichten, die wir im Rahmen einer internen Studie seit Jahren ermitteln. In meinem Betrieb gehört die Messung des Spiegels übrigens seit Jahren zur betriebsärztlichen Vorsorgeuntersuchung! Vorbildlich, wie ich finde!
  4. #4

    Vitamin D Test

    hallo, ich hab mich ja schon ne weile zu dem thema im netz informiert und denke, dass man wirklich mehr auf seinen vitamin d haushalt achten sollte. Nur wie? Mit der Ernährung kann man kaum was steuern, die sonne ist im winter auch eher abwesend. wie krieg ich raus, ob wirklich ein vitamion d mangel habe?
  5. #5

    keineswegs nachgewiesen

    Es ist keineswegs nachgewiesen, daß die Vitamin-D Tabletten auch nur im mindesten irgendein Erkrankungsrisiko reduzieren. Nachgewiesen wurde lediglich statistisch eine Parallele zwischen niedrigem Gehalt von VItamin-D im Blut und einem Erkrankungsrisiko. Ob aber die Einnahme von künstlich erzeugtem Vitamin-D irgendeinen positiven Nutzen hat, ist nicht nachgewiesen und umstritten. Eine englische Studien hat kürzlich einen statistisch relevante Steigerung des Demenzrisikos bei Einnahme von synthetisch erzeugtem Vitamin-D, wie es in den Tabletten enthalten ist, nachgewiesen.http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/news/ernaehrung_aid_55130.html
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jörg Reichrath ist Professor für Dermatologie an der Universität des Saarlandes und Mitglied der Arbeitsgruppe Vitamin D der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Im Interview erklärt er, was bei Vitamin D-Mangel passiert und wie die Eskimos im Norden ohne Sonne überleben.

    Vitamin D-Mangel: Wie man sich schützen kann und was für Folgen drohen - SPIEGEL ONLINE
    Wichtige Ergänzung: vor allem bei vielen übergewichtigen Menschen, die ohnehin ein erhöhtes Risiko für etliche Krebsarten, Herzkreislauferkrankungen und verschiedene Stoffwechselerkrankungen haben, findet man oft sehr niedrige Vit. D -Spiegel. Ein rechtzeitiger Test und anschließende Substitution bei Mangel kann viele spätere Krankheiten/Komplikationen verhindern und sollte von den Krankenkassen unbedingt ins Präventionsprogramm aufgenommen werden.

    Vitamin-D-Mangel hat weitreichende Folgen

    Einfluss | Vitamin D-Status | Calciumzufuhr | metabolisches Syndrom | ernaehrung.de
  7. #7

    vitamin d mangel testen

    ich habe mich auch in den letzten wochen stark für das thema interessiert. vor ca. 6 wochen habe ich einen vitamin d test gemacht und es stellte sich herraus, dass mein vit d haushalt total am boden war. seit dem gehe ich verstärkt spazieren, besonders nach der mittagspause und nehme morgens vitamin d kapseln (1000 Einheiten). Ich konnte feststellen, dass sich meine allgemeine laune aufhellte. ob es aber ein direkten zusammenhang zur einnahme gabs, weiß ich nicht und will ich so nicht behaupten. aber fest steht, dass mir die spaziergänge gut tun. selbst testen kann man sich damit: cerascreen - Vitamin-D Test
  8. #8

    Erst zielen, dann schießen!

    Zitat:
    besserwessa gestern, 21:03 Uhr
    "So lange unsere geizige Ärzteschaft einen Test auf Vitamin - D- Spiegel aus Angst ums Budget nicht anordnet, werden wir weiterhin mit unzähligen Krankheiten kämpfen."

    Verehrta besserwissa,
    ob eine Vitamin-D-Bestimmung durchgeführt wird, hat nichts mit dem von Ihnen unterstellten Geiz der Ärzte zu tun, sondern damit, dass es einen Grund fürs Geld-Ausgeben auf Kassenkosten geben muss. Wenn überhaupt, ist es also der Geiz der Kassen, nicht derjenige der Ärzte. Wenn der Nutzen einer Vit.-D-Einnahme nachgewiesen ist (was bisher aussteht, s. Kommentar 5), wird eine solche Messung auch von den Kassen zu bezahlen sein. Ansonsten erfüllt sie nur eine überflüssige Neugier, dafür sind die Kassen aber nicht da. In so einem Fall kann, wer will, auf die Selbst-Messung für € 39 zurückgreifen, wie auch bereits kommentiert wurde. Also: erst informieren, dann bellen. Ab er ein solches Verhalten sind die gescholtenen Ärzte gewohnt.
  9. #9

    ...

    Genau dies ist der Punkt. Im Zusammenhang mit einer Erhöhung eines (evtl. defizitären) Vitamin-D-Spiegels in therapeutisch tatsächlich wirksame Bereiche (~40-100ng/ml (wobei Werte über 60ng/ml (laut diverser Quellen) lediglich dann (unterstützend) angestrebt werden sollten, wenn bestimmte Krankheitsbilder bereits manifestiert sind), wird praktisch regelmäßig der Zusammenhang mit Vitamin-K (hier vor allem als (vorzugsweise) Menachinon-7) unterschlagen.

    Grob, ist es so: Ein höherer Vitamin-D-Spiegel bedingt (sofern über die Nahrung (oder eine Nahrungsergänzung gezielt) angeboten)) eine erhöhte Calcium-Aufnahme aus dem Darm, letzlich einen erhöhten Calciumspiegel im Blut.

    Wünschenswert wäre nun, täte dieses Mehr an Calcium auch seinen Weg in den Knochen des Menschen finden. Womit z.B. Kombinationspräparate Vitamin-D/Calcium auch bisher beworben/verschrieben worden sind.

    Was aber in´s Auge gehen kann ("Calcium-Paradox").

    Ist nämlich kein entsprechendes Vitamin-K-Angebot vorhanden (wovon man angesichts unserer Vitamin-K-armen Ernährung ausgehen kann), wird das über die Osteoblasten Calcium an den Knochen bindende Osteocalcin nicht oder lediglich teilweise carboxyliert und kann dem über D3 forcierten Calciumangebot nicht folgen, was letztlich dazu führt dass das Calcium nicht in den Knochen, sondern im Gegenteil in Weichgewebe wie Blutgefäßwände und Andere eingelagert wird (und über diesen Weg letztlich im verlinkten Artikel genannte Folgen mit sich ziehen kann, wobei aber eben nicht das Vitamin-D der isolierte Bösewicht ist, sondern schlicht ein Mißverhältnis von einander abhängiger Substanzen (ähnlich Liebigsches Minimumgesetz)).

    Zwingend also sollte eine Vitamin-D- mit einer entsprechenden Vitamin-K-Substitution (vorzugsweise MK-7) einhergehen.

    Quellen (z.B.):

    - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17145139

    - Vitamin D and Vitamin K Team Up to Lower CVD Risk: Part II | Longevity and Aging Research Articles | Longevity Medicine Review