Jüdische Gemeinde Berlin: Joffe beklagt Antisemitismus unter Schülern

dapdTrauen sich Lehrer an manchen Schulen nicht mehr, Antisemitismus und Nahost-Konflikt im Unterricht anzusprechen? Davor warnt der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Berlin, Gideon Joffe. Schon jetzt würden Schüler das Wort "Jude" als Beleidigung gebrauchen.

Gideon Joffe: Schüler verweigern sich Antisemitismus-Debatte - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trauen sich Lehrer an manchen Schulen nicht mehr, Antisemitismus und Nahost-Konflikt im Unterricht anzusprechen? Davor warnt der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Berlin, Gideon Joffe. Schon jetzt würden Schüler das Wort "Jude" als Beleidigung gebrauchen.

    Gideon Joffe: Schüler verweigern sich Antisemitismus-Debatte - SPIEGEL ONLINE

    Wahrscheinlich ist es wie bei anderen Problemthemen auch: wenn man einen dazugehörigen Menschen kennenlernt reagiert man anders als wenn man über die Verhältnisse im allgemeinen urteilt.

    Also kurz gesagt: ein jüdischer Mitbürger ist mir sympathisch. Die Verhältnisse im Nahen Osten sehe ich kritisch.
  2. #2

    Zu kurz gesprungen

    Der Artikel springt zu kurz.
    Nicht nur Juden, auch Schwule, Behinderte, oder Atheisten werden mit ähnlichen "Sprüchen" belegt.
    Das ist kein Antisemitismus das ist eine sehr viel genereller Intoleranz.
  3. #3

    Und ? Was hat das jetzt mit dem Artikel zu tun. Glauben Sie die arabischstämmigen Jugendlichen würden dann das Wort nicht mehr als Schimpfwort verwenden ?
  4. #4

    Zitat von frontmann22 Beitrag anzeigen
    Also kurz gesagt: ein jüdischer Mitbürger ist mir sympathisch. Die Verhältnisse im Nahen Osten sehe ich kritisch.
    Jetzt bleibt nur noch die Frage, was ein deutscher Mitbürger jüdischen Glaubens mit den "Verhältnissen im Nahen Osten" mehr zu tun hat als Sie oder ich.
  5. #5

    wen wundert es?

    Man muß nicht die Kinderköpfe in den Schulen umprogrammieren, sondern einfach mal schauen, dass entweder die Verknüpfung der jüdischen Religion zum Land Israel aufgeben wird oder aber besser: die Situation in Nahost gelöst wird.
    Ich habe 3 Kinder und bin ausserstande ihnen zu erklären was wir da mit Israel und Palästina veranstalten. Sie sehen die Bilder und sagen sich: da hauen die Starken immer auf die Schwachen und stellen sich auf die Seite der Schwachen. Ich habe dem absolut nichts nachvollziehbares entgegen zu setzen
  6. #6

    Hat es einen Grund warum hier harmlose Beitraege nicht freigeschaltet werden?

    Gruss von Deutschlands Schnittstelle zur Aussenwelt.
  7. #7

    Juden

    sind selbstverständlich Menschen wie alle anderen auch. Im 3. Reich wurden an ihnen ungeheuerliche Verbrechen begangen, Millionen ermordet. Trotzdem muss nicht alles gut sein, was Juden tun. Jede Kritik an Israel wird als antisemitisch und rassistisch angeprangert, sei sie auch noch so berechtigt. Es gibt auch unter Juden Rassisten, wie in jedem anderen Volk auch. Man sollte zu einem entspannteren und toleranteren Miteinander kommen, sich nicht durch jede Kritik angegriffen fühlen. Wir werden doch auch laufend kritisiert. Wobei es auch durchaus handfeste Vorteile hat, wenn man Deutschland immer an den Pranger zu stellen versucht, sei es nun von israelischer Seite aus oder von europäischer. In den Schulen sollte objektiv gelehrt werden. Eine Diskriminierung allein wegen des unterschiedlichen Glaubens darf nicht geduldet werden.
  8. #8

    @ cuora

    Ich würde sogar noch weiter gehen. An staatlichen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Altenheimen) hat Religion nichts zu suchen. Was jeder glaubt, ist Privatsache. Religionsunterricht oder konfessionelle Kindergärten sind nur der Versuch, schon die Kleinsten möglichst früh zu indoktrinieren.
  9. #9

    Was hier zu lesen ist,

    bis auf wenige Ausnahmen, ist der Beweis fuer die Gnade der "ganz, ganz,..." spaeten Geburt. Ich selber bin Jhg.'61 damals noch W-Berlin, Abiturient an einer der ersten "progressiven" Schulen in B. Diese Schule heisst immer noch nach Martin-Buber. In den 70'ern des letzten Jhdt. hatten wir garantiert hoehere familiaere Reibungspunkte mit dem juedischen Thema, ...ABER wir hatten engagierte Lehrer die dem konservativen Staatsdruck widersprachen, und sogar Schueler aus Israel in unsere Klassen brachten. Dazu auch Mitschueler aus S-Korea uns anderen Weltstaaten, also ? ........Wieso??? Geht die Generation der Ende 50er bis Mitte 60er wesentlich entspannter und aufgeklaerter mit Toleranz um als die nachfolgenden Generationen? Wir sind gebildet wurden, und gereist!!! Mit zunehmender "CDU"- politischer Einflussnahme,....wurde der Bildungsgrad fuer die Mittelschule gesenkt und die sogenannte "Bildungs-Elite" an den Gymnasien gefoerdert. Damit wurde auch geschichtliche Bildung und eine "objektive" geschichtliche "AUFKLAERUNG" negativ verschoben. Zu Lasten einer Be-Schulungs-Politik, mit der ihr "HEUTE!!!" in D leben muesst!!!
    Und die allgegenwaertige, alleinerziehende Mutter ist damit sowieso ueberfordert, ..........!!!
    Aber als Schlusssatz: Auch ich bin nicht bereit ultra-konservative Juden zu unterstuetzen, nur eine EIN-WELT-Demokratie ist auch Illusion!!! Es lebe die Philosophie!