Staatskrise in Ägypten: Opposition belagert Mursis Palast

REUTERSZehntausende Demonstranten marschieren vor den Palast des ägyptischen Präsidenten Mursi. Nach einem gewalttätigen Zusammenstoß zieht sich die Polizei zurück. Die Mursi-Gegner feiern, doch entschieden ist der erbitterete Machtkampf noch lange nicht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-871018.html
  1. #1

    Ägypten: vom Regen in die Traufe

    Das ist wirklich traurig für die Aktivisten und ihre Opfer in der ägyptischen Revolution. Wenn Ägypten bald die Scharia gesetzlich verordnet bekommt - und danach sieht es aus - dann müssen die Minderheiten vermutlich auswandern. Hoffentlich nimmt das Nachbarland Libyen diese Migranten auf.
    Ich frage mich auch, was nach Einführung der Scharia aus den Touristengebieten in und um Hurghada, Luxor, Alexandria und Kairo wird. Für die Muslimbrüder und die Salafisten ist die ruhmreiche Geschichte der Pharaos sowieso ein rotes Tuch, weil sie noch nicht von mehr oder weniger radikalen Moslems geprägt war.
  2. #2

    Islamisten und freie Wahlen

    Es ist so wie man es andernorts schon beobachten kann: Die Islamisten nehmen gerne die Errungenschaften der Demokratie in Anspruch (Versammlungsfreiheit, freie Wahlen, freie Justiz, Minderheitenschutz), solange sie nicht an der Macht sind.
    Wenn sie aber erst mal dran sind, dann sind sie sehr schnell dabei, alle Errungenschaften der Demokratie wie Versammlungsfreiheit, freie Justiz, Meinungsfreiheit für Andersdenkende und Schutz für Minderheiten, abzuschaffen.
    Abschreckendstes Beispiel ist Iran, wo die Mullahs einen grausamen Unterdrückerstaat geschaffen haben, nachdem sie demkokratische Wahlen für sich in Anspruch genommen haben, um an die Macht zu gelangen und anschließend nichts eiligeres zu tun hatten, als die Demokratie abzuschaffen. Seit dem herrscht brutale Unterdrückung Andersdenkender.

    So wollen es anscheinend auch Mursi und seine Moslembrüder in Ägypten machen.
  3. #3

    Wenn, dann ist das der "arabische Frühling" weg vom Islam hin zu einem säkularen Staat. Bezeichnend, wie zumindest bei der neuen Opposition kein Allahu Akbar Gejohle mehr zu hören ist.

    Alles Gute, den Frauen, Richtern, Journalisten, den gebildeten Menschen, die jetzt gegen Mursi und den Islam demonstrieren. Zum ersten Mal kommt Sinn die Angelegenheit.

    Der Westen sollte sich jetzt bedingungslos hinter die neue Opposition stellen. Schade, das solche Leute wie unser lieber Guido mit so etwas vollkommen überfordert sind. Der Kleine kann oder darf ja leider immer "warnen".
  4. #4

    Wenn Islamisten die Macht haben

    Bevor die die Islamisten die Macht haben, gebären sie sich als Unschuldslämmer, die "selbstverständlich" demokratischw Ahlen respektieren, Frauenrechte beachten, Minderheitenschutz, freie Meinungsvielfalt und unabhängige Justiz.

    Wenn Sie dann an der Macht sind, sind die ganzen Versprechnungen schnell vergessen und es kann ihnen gar nicht schnell genug gehen, all das oben Gesagte zu vergessen und zu brutalen Unterdrückermethoden zu greifen, Handabhacken, Frauen steinigen, Zwsangsverheiratung von Minderjährigen und Verfolgung von Minderheiten inclusive.

    Mursi will wohl (siehe Iran) den totalen islamistischen Unterdrückerstaat.
  5. #5

    Alter Trick

    Zitat von Why-not? Beitrag anzeigen
    Es ist so wie man es andernorts schon beobachten kann: Die Islamisten nehmen gerne die Errungenschaften der Demokratie in Anspruch (Versammlungsfreiheit, freie Wahlen, freie Justiz, Minderheitenschutz), solange sie nicht an der Macht sind.
    Wenn sie aber erst mal dran sind, dann sind sie sehr schnell dabei, alle Errungenschaften der Demokratie wie Versammlungsfreiheit, freie Justiz, Meinungsfreiheit für Andersdenkende und Schutz für Minderheiten, abzuschaffen.


    ...
    Den Trick kannten schon die Nazis. Mullahs im Iran haben es kopiert und unter ihrem verbrecherischen Anführer Kohmeni eine der widerwärtigsten Theokartien auf dieser Welt eingerichtet.

    Die Mulsimbrüder versuchen das gerade nachzumachen, so wie Sie es richtig beschreiben.
  6. #6

    Na endlich!

    Das meine allerwertesten Jounalisten ist es, was die Bezeichung 'Arabischer Frühling' verdient. Das Volk steht gegen die islamischen Extremisten auf, die es zurück ins Mittelalter zerren wollen!

    Viel Erfolg!
  7. #7

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zehntausende Demonstranten marschieren vor den Palast des ägyptischen Präsidenten Mursi. Nach einem gewalttätigen Zusammenstoß zieht sich die Polizei zurück. Die Mursi-Gegner feiern, doch entschieden ist der erbitterete Machtkampf noch lange nicht.

    Staatskrise in Ägypten: Opposition belagert Mursis Palast - SPIEGEL ONLINE
    Nun ja, der nächste Schritt könnte natürlich sein, dass das Verfassungsgericht unter dem Schutz von 100.000 Demonstranten zusammentritt. Dann würden Mursis Dekrete vermutlich gekippt.

    Das Feigenblatt der Rechtsstaatlichkeit würde dem neuen Regime fehlen.

    Es ist ja nicht so, dass man die Gefühle der Muslimbruderschaft nicht nachvollziehen könnte, aber der Gedanke "jetzt sind wir an der Reihe" wird nur mit brutaler Gewalt durchzusetzen sein - und allen Konsequenzen.
  8. #8

    Weiter so

    In Ägypten geht der Frühling weiter

    Iran ist das nächste Land des arabischen Frühling.
  9. #9

    Je mehr Macht...

    "Es ist so wie man es andernorts schon beobachten kann: Die Islamisten nehmen gerne die Errungenschaften der Demokratie in Anspruch (Versammlungsfreiheit, freie Wahlen, freie Justiz, Minderheitenschutz), solange sie nicht an der Macht sind. Wenn sie aber erst mal dran sind, dann sind sie sehr schnell dabei, alle Errungenschaften der Demokratie wie Versammlungsfreiheit, freie Justiz, Meinungsfreiheit für Andersdenkende und Schutz für Minderheiten, abzuschaffen"

    Das gilt für jede Relegion, insbesondere auch das Christentum. Wenn man die Geschichte, oder auch heute verschiedene Länder, betrachtet, ist die Religion immer nur dort tolerant und friedlich, wo sie vonaufgeklärtwn Humanisten kastriert und in die Schranken gewiesen wird.