Crowdfunding: Indiegogo sammelt nun auch Euro

Die Crowdfunding-Plattform Indiegogo führt neue Sprachen und Währungen ein. Projekte lassen sich künftig auch in Euro unterstützen, die Seite steht auf Deutsch und Französisch zur Verfügung. Damit kommt das Unternehmen seinem Konkurrenten Kickstarter zuvor.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/c...-a-870941.html
  1. #1

    Haftung

    Interessant wird sein, ob die Plattformen ihre Rolle gegenüber den Geldgebern verändern, wenn sie in Europa antreten. Denn gerade im Falle eines Konfliktes wird man zumindest bei Kickstarter bisher ziemlich alleine gelassen.
    Ich habe in ein Produkt investiert, welches seit mehr als einem Jahr nicht wie versprochen ausgeliefert wird. Und der Produzent meldet sich auch auf mehrfache Nachfragen nicht mehr. Ca. 990 Invetoren scheinen auf ihrem Schaden sitzen zu bleiben und trotz mehrere Bitten meldet sich Kickstarter nicht zu Wort. Die haben ja ihr Geld. Und führen das Ganze weiterhin auch als erfolgreiches Vorzeigeprojekt.
    http://www.kickstarter.com/projects/crypteks/crypteks-usbtm-encrypted-and-lockable-usb-solution
  2. #2

    PayPal

    Indigogo wickelt Zahlungen über PayPal ab, und die blockieren gerne aus politischen Gründen oder amerikanischen Anweisungen.
    Ziemlich uncool!
  3. #3

    konsolidierung vorbild für deutschen Markt?

    habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, ob das Auswirkungen auf den deutschen Markt hat: http://crowdstreet.de/2012/12/04/crowdfunder-und-peoplefund-it/
  4. #4

    Paypal

    -Rückzahlungen von Indiegogo funktionieren sehr gut.
    Ich habe gerade am Sonntag vom Projekt http://www.indiegogo.com/microsdtomicrousb
    meine 32$ problemlos zurück bekommen.
  5. #5

    Zitat von request@timelock.in Beitrag anzeigen
    Ich habe in ein Produkt investiert, welches seit mehr als einem Jahr nicht wie versprochen ausgeliefert wird. Und der Produzent meldet sich auch auf mehrfache Nachfragen nicht mehr.
    Das ist bedauerlich, aber eines muss Ihnen klar sein: Diese Crowdfunding-Plattformen sind eben nur das, Plattformen. Der einzelne Nutzer wird mit der Verantwortung betraut, vertrauenswürdige Projekte herauszusuchen. Wenn es sich also nicht gerade um gezielten Betrug durch den Projektleiter handelt, so hat Kickstarter selbst hat gar nichts damit zu tun.

    "Who is responsible for completing a project as promised?"
    "It's the project creator's responsibility to complete their project. Kickstarter is not involved in the development of the projects themselves. Kickstarter does not guarantee projects or investigate a creator's ability to complete their project. On Kickstarter, backers (you!) ultimately decide the validity and worthiness of a project by whether they decide to fund it."


    Allerdings haben sich alle Projektleiter rechtlich verpflichtet, die Versprechungen einzulösen oder die Unterstützer auszuzahlen. Damit besteht also eine rechtliche Handhabe gegen Leute, die ihr Projekt nicht beenden. Welche aber vom Nutzer verwendet werden muss, nicht von Kickstarter.

    Das von Ihnen verlinkte Projekt hat zuletzt ein Update im August 2012 herausgebracht, das jedoch nur Unterstützer lesen können. Zudem finden sich auf der Kommentarseite aktuellere Informationen. Optimal ist das nicht, aber ich würde von gutem Willen ausgehen.
  6. #6

    Noch nie war es einfacher

    für nicht existierende (und in den meisten Fällen niemals existierende) Produkte Geld rauszuwerfen.
  7. #7

    optional

    @Zephira
    Mir ist klar, dass ich auf solchen Plattformen in Projekte investiere, die auch schief gehen können und ich weder mein Geld zurück noch einen Gegenwert bekommen kann. Es ist ja nicht wie bei einem Versandshop, wo ich einfach was kaufe. Auch das die Projektentwickeler auf solchen Plattformen oft keine Erfahrung mit Projektentwicklung und Projektabwicklung haben, ist mir bewußt. Es wäre auch kein Problem, wenn das von mir genannte Projekt gescheitert ist wegen technischer Schwierigkeiten. Aber seit über einem Jahr überfällig, seit über einem halben Jahr kein Update über den Stand, keine Fotos, keine komentare oder Antworten auf Fragen, einfach nix. Und mehrere der 980 Investoren haben Kickstarter gebeten, zumindest als Moderator einzuschreiten. Denn Kickstarter sind die einzigen, die die Adressen und Daten der Projektbetreiber haben. Ich habe nur eine Emaiadresse, auf die nicht geantwortet wird, die Adresse einer Anwaltskanzlei, wo ich keine Ahnung habe, wie die mit dem Projekt in verbindung stehen. Aber Kickstarter meldet sich nicht.
  8. #8

    Lehrbuchbeispiel

    Zitat von request@timelock.in Beitrag anzeigen
    @Zephira
    ... Ich habe nur eine Emailadresse, auf die nicht geantwortet wird, die Adresse einer Anwaltskanzlei, wo ich keine Ahnung habe, wie die mit dem Projekt in verbindung stehen. Aber Kickstarter meldet sich nicht.
    Mit Verlaub, das ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Wer ohne solch grundlegende Vorkehrungen Geld investiert, sollte dies vorsichtshalber von Beginn an als Verlust abschreiben und sich dann eben über eine Überraschung freuen, wenn er es doch irgendwann wiedersieht.
  9. #9

    Rückschlüsse

    @weltoffener_realist
    Ich hatte und habe das Geld abgeschrieben und ich werde auch in Zukunft in Projekte investieren, die mich ansprechen - und dabei nicht nach rein rationalen Überlegungen entscheiden. Um zum Anfang bzw. meinem ersten Post zurückzukommen: ich hoffe, das sich eine Plattformphilosophie entwickelt, bei der Betreiber zumindest eine Verantwortung verspürt, in schwierigen Fällen eine Moderation zu übernehmen. Denn das ist das, worüber ich enttäuscht bin.

    Und vielleicht noch zum Abschluss: ich glaube an diese Art der Projektfinanzierung, da ich selber Dokumentarfilme vorfinanzieren musste, weil weder Sender noch Förderung eingesprungen sind. Ich hatte das Glück, die Projekte trotzdem realisieren zu können. Andere Ideen sind vielleicht genau so Wert, realisiert zu werden. Und scheitern an den bisherigen traditionellen Wegen und dem lehrbuchartigen Vorgehen.