Stau-Chaos in Moskau: Autofahrern bleibt die Flucht in den Untergrund

DPARusslands Autofahrer verzweifeln schon wieder am Winter: Nach neuen Schneefällen brach der Verkehr in und um Moskau erneut zusammen. Die Behörden hatten eben noch bessere Vorbereitungen auf das Chaos versprochen - nun scheinen sie zu kapitulieren.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/n...-a-870926.html
  1. #1

    Wie auf der A20...

    Ich fühle mich gerade an das Schneetreiben und die eingeschlossenen Autos auf der A20 (MeckPom) erinnert. Da war glaube ich im Winter 2010/2011. So etwas ist also auch in Deutschland möglich!
  2. #2

    Häh?!

    "Autofahrern bleibt die Flucht in den Untergrund"
    Dieser Satz ist semantisch Unsinn.
  3. #3

    nicht modern

    Der chronische Verkehrskollaps auf russischen Straßen- bei weitem nicht nur im Winter- ist nichts weiter als der Vorbote des baldigen Kollapses des Putin-Staates. Das ganzjährige Chaos auf russischen Straßen zeigt die komplette Unfähigkeit des Putin-Staates, selbst relativ banale Alltagsprobleme seiner Bürger zu lösen. Wer Verkehrspolitik nicht kann, kann auch alles andere nicht, was zum modernen Regieren dazugehört.
  4. #4

    Auch in Moskau können die Räumdienste nur räumen und räumen....wie hierzulande auch. Kam wohl die Tage nicht ganz wenig runter, in der Regel lachen die Russen über die Probleme, die wir schon bei verhältnismäßig geringen Schneemengen bekommen.

    In der Tat ein guter Ratschlag, in den Untergrund zu gehen, denn...

    1. ...funktioniert die Metro auch bei Schneefall ganz gut
    2. ...könnten die Räumfahrzeuge bei geringeren Blechlawinen auch ihrer Arbeit besser nachkommen.

    Selbst bei besseren Wetterverhältnissen ziehe ich so gut es geht die Metro vor.
  5. #5

    Zitat von Anton T Beitrag anzeigen
    Der chronische Verkehrskollaps auf russischen Straßen- bei weitem nicht nur im Winter- ist nichts weiter als der Vorbote des baldigen Kollapses des Putin-Staates. Das ganzjährige Chaos auf russischen Straßen zeigt die komplette Unfähigkeit des Putin-Staates, selbst relativ banale Alltagsprobleme seiner Bürger zu lösen. Wer Verkehrspolitik nicht kann, kann auch alles andere nicht, was zum modernen Regieren dazugehört.
    Ihre Platte hat einen Sprung, legen Sie mal was Neues auf.

    Verkehrsprobleme sind in Moskau nicht banal zu lösen, würden Sie die Stadt kennen bzw. ginge es Ihnen darum, wüßten Sie es. Würde der Verwaltungsapparat mit Ministerien in die neuen Areale Moskaus verlegt, wäre das sicher eine Hilfe, da der Innenstadtverkehr entlastet würde. Sowohl dieses, als auch andere Überlegungen von 2-geschossigen Verkehrsadern lassen sich nun mal nicht von heute auf morgen umsetzen. Ansonsten könnten die Straßen im besseren Zustand sein, aber dafür brauch ich nicht nach Russland, da reicht schon das Ruhrgebiet.

    Im Übrigen ist das steigende Verkehrsaufkommen im Induvisialverkehr eher ein Zeichen für steigenden Wohlstand als umgekehrt.
  6. #6

    stimmt

    Zitat von mnborken Beitrag anzeigen
    Verkehrsprobleme sind in Moskau nicht banal zu lösen
    Stimmt, Verkehrsprobleme lassen sich weder banal noch anal lösen. Aber mit Investitionen in die Infrastruktur. Die Putin-Nomenklatura schafft die Erlöse aus Öl- und Gasverkauf auf Offshore-Konten, in die Infrastruktur wird nicht investiert.

    Russland steht auf tönernen Füßen, hat eine Infrastruktur, dessen ausgebautes Straßennetz kürzer ist als das der Schweiz. 20 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion: Die russische Krankheit - taz.de
  7. #7

    Im Übrigen ist das steigende Verkehrsaufkommen im Induvisialverkehr eher ein Zeichen für steigenden Wohlstand als umgekehrt.(Zitat Ende)

    Na, da können die im Stau stehenden Menschen ja richtig froh sein, über ihren Wohlstand.
    Das ist die typische westliche Dummheit, die diesen Planeten ruiniert. Leider fällt denen im Osten auch nichts Besseres ein, als Anleihen bei Dummköpfen zu nehmen.
  8. #8

    Vorboten des Kollaps des Systems

    Zitat von Anton T Beitrag anzeigen
    Der chronische Verkehrskollaps auf russischen Straßen- bei weitem nicht nur im Winter- ist nichts weiter als der Vorbote des baldigen Kollapses des Putin-Staates. Das ganzjährige Chaos auf russischen Straßen zeigt die komplette Unfähigkeit des Putin-Staates, selbst relativ banale Alltagsprobleme seiner Bürger zu lösen. Wer Verkehrspolitik nicht kann, kann auch alles andere nicht, was zum modernen Regieren dazugehört.
    Danke, um das Verkehrschaos zu verursachen brauchte es in Moskau 50 cm Neuschnee innerhalb weniger Stunden (und nebenbei funktionierte der ÖPNV) das schaffen wir in Deutschland mit einem simplen Unfall (nur funktioniert unser ÖPNV eben nicht) Und Chicago, New York & Co haben JEDEN Tag ein solches Verkehrschaos
  9. #9

    Ohr

    Zitat von mnborken Beitrag anzeigen
    Ihre Platte hat einen Sprung, legen Sie mal was Neues auf.
    Für Ihren Musikgeschmack kann ich nix. Sie sollten Ihr Ohr aber mal an die russischen Realitäten ranhalten.

    Ebenso klar ist dem Kreml: Geht er auf die Forderung nach Demokratisierung ein, betreibt er Selbstdemontage. Untergehen wird das archaische System des autoritären Zentralismus ohnehin. Die offene Frage ist: durch Revolution, inneren Zerfall und Verwesung oder über den Umweg einer Diktatur? Qualvoll wird es so oder so. https://www.taz.de/Krise-in-Russland/!106654/