Katzenberg: Längster Zweiröhrentunnel Deutschlands geht in Betrieb

DPAAuf einer der bedeutendsten Fernverkehrsstrecken Europas reist es sich künftig einen Takt schneller. Denn zwischen Freiburg und Basel geht der Katzenbergtunnel in Betrieb. 9,4 Kilometer Länge messen die beiden Röhren in Südbaden, modernste Technik soll Maßstäbe setzen.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-870869.html
  1. #1

    100 Mio € pro Minute

    Respekt! So viel darf also eine Minute Zeitersparnis bei der Bahn kosten. Da fragt man sich jetzt schon was man mit den gewonnenen 6 Minuten anfangen soll.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In die Decke und Wände des Tunnels sind Schlitze integriert. Sie verhindern, dass der Zug bei der rasanten Fahrt durch den Tunnel eine Luftdruckwelle vor sich her schiebt. Dadurch vermeiden sie den üblichen Knalleffekt. Dieser entsteht, wenn Züge mit hohem Tempo die Tunnelröhre verlassen.
    Über die Druckwelle habe ich mir schon oft Gedanken gemacht, diese schluckt doch Energie? Statt mit Schlitzen den Druck zu verteilen, kann man das nicht absaugen um den Luftwiederstand zu senken? Oder das Medium Luft zusätzlich zum ntrieb nutzen, wie ein Schiff das Wasser nutzt um voranzukommen?
  3. #3

    Zitat von rwdd Beitrag anzeigen
    Respekt! So viel darf also eine Minute Zeitersparnis bei der Bahn kosten. Da fragt man sich jetzt schon was man mit den gewonnenen 6 Minuten anfangen soll.
    Eine populistische, provokante Milchmädchenrechnung. Diese Minuten summieren sich direkt zur Betriebszeit der Maschine. Außerdem sollte man das hochrechnen, auf die Anzahl der Züge, die z.B. in den nächsten 50 Jahren hier durchfahren. 20.000 Querungen/Jahr halte ich nicht für abwegig.
    Als Staatskonzern ist die Firma auch dem Volk verpflichtet und somit werden 20.000 Querungen in den Kleinstädten vermieden.

    Sicherlich geht bei solchen Großprojekten immer viel Geld daneben, aber das ist immer noch besser als der Rettungsfond für unverantwortliche Politiker.
  4. #4

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Statt mit Schlitzen den Druck zu verteilen, kann man das nicht absaugen um den Luftwiederstand zu senken?
    Warum sollte man. Dafür sind die "Schlitze" ja da - damit der Überdruck entweicht.

    Abgesehen davon, so neu sind diverse Details auch nicht:

    Zwischen Freiburg und Basel geht der Katzenbergtunnel in Betrieb - SPIEGEL ONLINE: Erstmals wurden die Schienen nicht wie bisher auf Schotter gebaut, sondern in einer betonierten und mit Stahl ausgebauten Straße.

    Bei der Bahn auf den Neubaustrecken schon lange bekannt als das System "Feste Fahrbahn"
  5. #5

    Milchmädchenrechnung

    "Respekt! So viel darf also eine Minute Zeitersparnis bei der Bahn kosten."

    Sie habens erfasst, es fährt nur einmal ein Fahrgast durch, spart 6 Minuten, und dann wird der Tunnel wieder zugeschüttet.

    Im Ernst: Der Tunnel wurde vor allem aus Kapazitätsgründen gebaut. Zwei Gleise reichen nicht, und zwei weitere Gleise mitten durch die Ortschaften wären unzumutbar.

    Die 6 Minuten entscheiden übrigens auch darüber, ob man in Basel die Schweizer Anschlusszüge noch erwischt - da kann sonst schnell eine Stunde draus werden.
  6. #6

    Hält

    Zitat von petromax Beitrag anzeigen
    Warum sollte man. Dafür sind die "Schlitze" ja da - damit der Überdruck entweicht.

    Abgesehen davon, so neu .....
    manchmal sogar über 5 Jahre; oder bis das Eisenbahnbundesamt (der Bahn-TÜV) die marode Strecke sperrt. Na ja, beim Katzenbergtunnel besteht da vermutlich keine Gefahr, eben wegen der vor Regen geschützter Tunnellage.

    Trotzdem, ich würde Istein und Co. gratulieren, wenn die Orte auch vom Güterverkehr befreit würden... Doch dieser Verkehr, und nur dieser, wird wachsen. Hat was mit den neuen Basistunnels in der Schweiz zu tun, falls Italien seine ökonomische Stellung halten kann.
  7. #7

    Vor allem

    Zitat von fahrgast07 Beitrag anzeigen
    "Respekt! So viel darf also eine Minute Zeitersparnis bei der Bahn kosten."

    Sie habens erfasst, es fährt nur einmal ein Fahrgast durch, spart 6 Minuten, und dann wird der Tunnel wieder zugeschüttet.

    Im Ernst: Der Tunnel wurde vor allem aus Kapazitätsgründen gebaut. Zwei Gleise reichen nicht, und zwei weitere Gleise mitten durch die Ortschaften wären unzumutbar.

    Die 6 Minuten entscheiden übrigens auch darüber, ob man in Basel die Schweizer Anschlusszüge noch erwischt - da kann sonst schnell eine Stunde draus werden.
    bei denen im badischen Bahnhof, und wenn sie Übergang auf einen Zug der Deutschen Bahn AG vorsehen.
  8. #8

    Ne Karte von der Strecke

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf einer der bedeutendsten Fernverkehrsstrecken Europas reist es sich künftig einen Takt schneller. Denn zwischen Freiburg und Basel geht der Katzenbergtunnel in Betrieb. 9,4 Kilometer Länge messen die beiden Röhren in Südbaden, modernste Technik soll Maßstäbe setzen.

    Zwischen Freiburg und Basel geht der Katzenbergtunnel in Betrieb - SPIEGEL ONLINE
    waere nett gewesen. Man haette sich einen besseren Eindruck der eingesparten Zeit/ Strecke machen koennen. Aber dieser Service ist leider nicht im SPON erhaeltlich.
  9. #9

    Es sind hier vielleicht nur 6 Minuten

    Zitat von rwdd Beitrag anzeigen
    Respekt! So viel darf also eine Minute Zeitersparnis bei der Bahn kosten. Da fragt man sich jetzt schon was man mit den gewonnenen 6 Minuten anfangen soll.
    aber "zusammen mit weiteren Baumaßnahmen soll sich die Reisezeit von Basel nach Karlsruhe von heute 100 auf 69 Minuten verkürzen". Das sind dann immerhin 31 Minuten oder etwas ueber eine halbe Stunde. Wenn man natuerlich diese Strecke in moeglchst kleine Abschnitte zerlegt kann man solche Aussagen treffen, wie Sie sie gemacht haben.