Datenschutz: Facebook-Kritiker wollen vor Gericht

dapdWas darf Facebook über europäische Nutzer speichern, wie darf der Konzern die Daten nutzen? Studenten aus Wien wollen das nun vor Gericht klären lassen. Sie rechnen mit einem langen, teuren Verfahren - auf die zuständige Aufsichtsbehörde wollen sie sich nicht länger verlassen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-870822.html
  1. #1

    Wahn(sinn)

    Klagen, klagen und sich beklagen. Warum? Warum hört diese stetige Entmündigung der Bürger nicht auf? Warum muss man permanent klagen? Jeder kann doch selbst entscheiden ob er bei facebook mitmachen will! Wenn es mir nicht passt, was facebook macht, dann lass ich es eben. Keiner zwingt mich dazu facebook beizutreten - ich trete ja auch keinem tennisclub bei, dessen regeln mir nicht passen, nur um dann zu klagen. Genausowenig wie mich jemand zwingt ein Apple Produkt zu kaufen. Wenn es Apple's Philosophie ist ein geschlossenes System zu haben, dann ist das so. Warum sich also darüber beklagen, kritisieren und diabolisieren?
    Es gibt wichtigeres - sollen die doch lieber gegen die Vorgehensweise der Energiekonzerne klagen und ihre Energie darauf verwenden, anstatt diesen dämlichen facebook-datenschutz-müll an den pranger zu stellen.
  2. #2

    Zwingt jemand einen mit vorgehaltener Waffe in die "sozialen" Netzwerke? Ich denke nicht. Wem es dort nicht paßt kann ja gehen.
  3. #3

    Zitat von BK_M Beitrag anzeigen
    Keiner zwingt mich dazu facebook beizutreten - ich trete ja auch keinem tennisclub bei, dessen regeln mir nicht passen, nur um dann zu klagen.
    Nein, aber ich kann mich nicht dagegen wehren wenn meine Daten über abgegriffene Telefonbucheinträge der Facebookmitlieder bei diesem Datenkraken landen. Auch Fotos von mir kann ich dort nicht verhindern.
    Schluss mit diesem Datenmissbrauch.
  4. #4

    Warum?

    Zitat von BK_M Beitrag anzeigen
    Klagen, klagen und sich beklagen. Warum? Warum hört diese stetige Entmündigung der Bürger nicht auf? Warum muss man permanent klagen? Jeder kann doch selbst entscheiden ob er bei facebook mitmachen will! Wenn es mir nicht passt, was facebook macht, dann lass ich es eben. Keiner zwingt mich dazu facebook beizutreten - ich trete ja auch keinem tennisclub bei, dessen regeln mir nicht passen, nur um dann zu klagen. Genausowenig wie mich jemand zwingt ein Apple Produkt zu kaufen. Wenn es Apple's Philosophie ist ein geschlossenes System zu haben, dann ist das so. Warum sich also darüber beklagen, kritisieren und diabolisieren?
    Weil Facebook gegen geltendes Recht verstößt.

    Es ist schon erstaunlich, welch verquere Logik so mancher Mitmensch an den Tag legt. Es zwingt Sie auch keiner, ein Handy zu benutzen, aber wenn Ihr Provider Sie mit versteckten Klauseln im Vertrag abzuzocken versucht, wehren Sie sich dann nicht?
    Was machen Sie, wenn ihr Vermieter sich weigert, seinen Pflichen nachzukommen, oder wenn ein von Ihnen engagierter Handwerker Ihnen eine zu hohe Rechnung stellt? Auch wenn Sie niemand gezwungen hat, eine Mietwohnung zu beziehen oder den Handwerker anzuheuern werden Sie sich doch hoffentlich wehren?

    Denn so funktioniert unser Rechts- und Wertesystem. Wenn jemand gegen geltendes Recht verstößt, um einen Anderen zu übervorteilen, sollte man sich dagegen wehren auch wenn einen niemand gezwungen hat, sich übervorteilen zu lassen.. ;)
  5. #5

    für umsonst ist nichts ...

    Telefonabzocke? Handwerkerrechnung? Ihre Argumentation ersteh ich nicht.
    Wenn Ihnen Facebook Geld aus der eigenen Tasche zieht, können wir das noch einmal überdenken. Da Facbook aber seine Dienste komplett umsonst anbietet, können sie doch nicht übervorteilt werden. Wenn Sie nicht möchten, dass Adressdaten aus dem Adressbuch gezogen werden, stellen Sie die Funktion aus. Wenn Sie nicht möchten, dass Bilder von Ihnen im Netz rumgereicht werden, stellen Sie keine rein oder nur solche auf denen Sie nicht erkennbar sind. Sie tackern ja auch nicht Ihre nächtlichen Erfahrungen an jeden Baum in Ihrer Wohngegend.
    In der Online-Welt von heute muss man sich eben bewusst machen, welche Daten ich der Welt zur Verfügung stelle. Ein falscher Ansatz ist es da zu sagen, Oh, ich fülle zwar mein FB-Profil komplett und detailiert aus aber die vorhandenen Privatsphäre-Einstellungen brauch ich mir nicht anzuschauen.
    Die Ponnyhofzeiten sind schon lange vorbei. Jeder ist für seinen Datenausstoß im Netz selbst verantwortlich.
  6. #6

    Keine Ahnung, aber....

    ... dicke Lippe. "Wer nicht will, braucht es ja nicht zu machen" - das hat im Zeitalter des Internet ein gutes Stück Wirklichkeit verloren. Dazu hat Facebook ganz erheblich beigetragen. Zum Beispiel liest Facebook sehr gern mal gespeicherte Mailadressen vom Smartphone, wenn man nicht sehr genau aufpasst. Das wird zwar abgefragt, jedoch verborgen in "Tarntexten" - lang, unverständlich und für Computerlaien kaum nachvollziehbar. Darüber hinaus schnüffelt Facebook über besuchte Webseiten gern mal, wer da liest - ganz unabhängig davon, ob man da einen Account hat. Darüber hinaus tauchen da auch Inhalte auf, die direkt Personendaten Dritter beinhalten. Es mutet schon skurril an, dass man diese Daten weder sehen noch eine Löschung beantragen kann, ohne einen Facebook-Account - welcher wiederum nur unter angabe von... ja genau, persönlichen Daten zu erlangen ist. Ach, bei Löschung fällt mir ein - das facebook nur "unsichtbar" macht, jedoch widerrechtlich nicht wirklich löscht, ist eine nachgewisene Tatsache. Selbst wenn jemand seine Daten dort löscht oder eine Löschung beantragt, werden sie nur aus dem Netz genommen - warum sie weiter gespeichert werden, wenn nicht zur Auswertung und Vermarktung durch Facebook, bleibt die große Frage.

    Alles in Allem ist Facebook ein im hohen Maße datenschutzrechtlich bedenklicher Konzern. daneben ist er auch für das Internet an sich gefährlich, denn er verändert die Funktion des Internet. Ich mag auch Google's Datensammelei nicht - aber Google stellt seine Daten - und das ist eben internet - zu einem erheblichen Teil allgemein wieder zur Verfügung, jeder kann sie abrufen, nutzen - und kontrollieren. Facebook ist eine daten-Einbahnstraße. Die eingesammelten daten verschwinden in den Datenbanken, was gespeichert ist, wozu es verwendet wird, ob es wirklich jemals gelöscht wird - das alles erfährt der (mitunter unfreiwillige) Nutzer nicht.
  7. #7

    Zitat von justwiesel Beitrag anzeigen
    Wenn Ihnen Facebook Geld aus der eigenen Tasche zieht, können wir das noch einmal überdenken. Da Facbook aber seine Dienste komplett umsonst anbietet, können sie doch nicht übervorteilt werden.
    Aber selbstverständlich kann man auch hier übervorteilt werden, Facebook bietet seine Dienste nicht umsont an, jeder User bezahlt dafür mit seinen persönlichen Daten. Und auch, wenn das die die meisten Menschen inzwischen begriffen haben, gibt es auch hier Regeln, an die sich Konzerne mit einem solchen Geschäftsmodell zu halten haben.
    Schon allein um jene zu schützen, die jenen Hintergrund noch nicht verstanden haben oder es noch nicht begreifen, weil sie (wie ein Großteil der Facebook-User) zu jung sind. Hier greift Ihr Konzept der Eigenverantwortung nicht; genausowenig wie in jenen Fällen, wo Facebook ohne unser Wissen auf Daten zugreift, die wir gar nicht teilen wollen (Stichwort: Abgreifen von Adressbuchdaten Dritter bei Handys).
    Nicht nur die Anwender haben eine Eigenverantwortung, sondern auch die Konzwerne.

    Und da offizielle Stellen offenbar nicht in der Lage sind (vermutlich aufgrund massiver Lobbyarbeit) angemessene Datenschutzrichtlinien durchzusetzen, ist es aus meiner Sicht sehr begrüßenswert, wenn sich nun einige zu Gunsten vieler vor Gericht mit Facebook auseinandersetzen.
  8. #8

    da kann man nur lachen

    Alle rannten zu FB...ist ja so toll, so hip und in. Vor nicht allzu länger Zeit wurde darüber Spekuliert ob Nicht-FB-User Terroristen seien. Und jetzt, wo all die hippen,coole FB-User schnallen was da alles tolles mit ihren Daten gemacht wird, wird gejammert und geklagt. Leute, ihr wusstet worauf ihr euch einlässt...Thema AGB/Nutzungsbestimmung.
    Möge ein wenig mehr Hirn mit euch sein
  9. #9

    genauso seh ichs auch ...

    ... wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

    Scheinbar ist die Denke einiger Leute immernoch, dass Facebook von einigen kleinen Nerds zur Verfügung gestellt wird, die keine Freizeit, Familie, oder Hobbys haben und nichts anderes tun als uns ein super tolles social network zu programmieren ohne was dafür haben zu wollen.
    Guten morgen, alle mal aufwachen! Das ist ein Konzern und kein Wohltätigkeitsverein!
    Bei Facebook (einem aktiennotierten Weltkonzern (!)) arbeiten ein paar Frauen und Männer, die auch Ihre Hausrate, Miete, Kindergeburtstage oder Wochenendeinkäufe bezahlen wollen. Natürlich bekommt Facebook von der Industrie Geld für geschaltete Werbung, natürlich versucht Facebook sein Konzept kundenorientiert und -optimiert an den Benutzer zu bringen.
    Man kann sich doch nicht ernsthaft hinstellen und sagen: "Also euren Service nutze ich ja gern aber das ihr meine Daten benutzt, zur Werbeoptimierung, find ich ja voll gemein."
    Man, lest die AGB, so wie bei jedem Service im Internet oder die Bedienungsanleitung bei technischen Geräten und redet euch nicht mit solch platten Ausreden heraus "ich bin ja viel zu jung, zu alt, zu dumm, zu unerfahren mit dem Internet, das konnte ich ja garnicht nicht wissen".
    So naiv und blauäugig kann man heute nicht mehr rumlaufen. Das ging vielleicht noch vor 20 Jahren, als das Netz noch neu war aber heutzutage sollte man darüber hinaus, und sich seiner eigenen Datenverantwortung bewusst sein.

    Und wenn ein User zu jung ist, ist es nicht die Aufgabe von Facebook diesen vor den Wirren des Internets zu warnen, sondern die Aufgabe der Eltern. Es ist nun mal so, die Welt hat sich weiter gedreht.