"Hart aber fair"-Talk über Homosexuelle: Es nervt

WDRDa setzen sich tatsächlich zwei erzkatholische Publizisten in die Talkshow von Frank Plasberg, wettern gegen den "homosexuellen Hype" und stempeln gleichgeschlechtliche Paare als solche zweiter Klasse herab. Geht's noch? Zum Glück griff wenigstens der sehenswert aggressive Moderator ein.

"Hart aber fair": Plasberg-Talk über Homosexuelle - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Da setzen sich tatsächlich zwei erzkatholische Publizisten in die Talkshow von Frank Plasberg, wettern gegen den "homosexuellen Hype" und stempeln gleichgeschlechtliche Paare als solche zweiter Klasse herab. Geht's noch? Zum Glück griff wenigstens der sehenswert aggressive Moderator ein.

    "Hart aber fair": Plasberg-Talk über Homosexuelle - SPIEGEL ONLINE
    Was mich nun wiederum total nervt ist die Tatsache, dass man im Zusammenhang mit Homophobie und christlichen Fundamentalismus immer nur zum Katholiken greift. Dass es auch atheistische, evangelische oder Homohasser in Deutschland gibt, wird von der Presse kaum wahrgenommen, schade eigentlich. Und die größten Homohasser in diesem Land sind nebenbei gesagt vor allem diverse Mitbürger nordafrikanischer Herkunft, aber an dieses Thema traut man sich aus politischer Korrektheit nicht ran.

    Aber das ist eben das Problem, die Leute, die sich am meisten über Klischees aufregen, benutzen diese dann aber auch selbst am häufigsten. Katholiken sind eben homophob und wollen keine Frauen als Priester, Private Equity sind alles Heuschrecken, Politiker sind alles Verbrecher, Ostdeutsche sind tendenziell Nazis, Briten sind europafeindlich ... mit so einfach gestrickten Sichtweisen werden wir die Welt sicher nicht verbessern können, sondern nur die Leute bedienen, die das sowieso hören wollen.
  2. #2

    Politisch nicht gewollt, von keiner Partei

    Man kann die Lebenspartnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare doch gar nicht der Ehe gleichstellen, was die Rechte angeht. Dann müsste man das mit der Lebenspartnerschaft von heterosexuellen Paaren doch auch machen, und dann bricht das Chaos aus. Das macht man doch nur dort, wo es gewünscht ist, so z.B. bei den sog. Bedarfsgemeinschaften. Da ist man dann ganz schnell eine Bedarfsgemeinschaft, wenn man zusammen zieht-da spart der Staat nämlich wieder Geld. Auch gesehen bei der Novellierung des Mietrechts 2001: Nachdem vorher nur Ehepartner nach Tod des Mieters in den MV eintreten konnten, düften es nun Lebenspartner auch. Aber nicht nur homosexuelle Lebenspartner sondern auch die Heteros. Nur im Mietrecht muss man also nicht mehr verheiratet sein- sonst sind mir in dieser Form keine Rechte bekannt, die Lebenspartnerschaften der Ehe gleichstellen. Da es aber offensichtlich geht, ist für mich der Umkehrschluss, dass es nicht gewollt ist.
  3. #3

    Abwarten!

    --Zitat--"Beide fühlen sie sich sichtlich einsam in einer Gesellschaft, die ihre verknöcherten Tugenden und angestaubten Moralvorstellungen längst entsorgt hat."--Ende-- Ob die Moralvorstellungen wirklich entsorgt sind, wird sich ja hier gleich zeigen. Ich glaube nicht.
    Ich weiß nicht, was ich von diesem "Schwulenweihnachtsmarkt" halten soll. Braucht's das wirklich? Oder schneidet sich die Schwulenszene nicht ins eigene Fleisch? Egal, Wenn 's schee macht!
  4. #4

    Niveau im Spiegel?

    "Lucy sitzt da und ist lesbisch, Morgenstern zeigt sich immerhin rechtschaffen empört bis grimmig belustigt - die natürliche Reaktion libertärer Menschen auf Reaktionäre, die keinem einzigen vernünftigen Argument zugänglich sind."

    "Wer ohne Vater aufwächst, der wird depressiv, drogensüchtig, aggressiv. Gibt's Studien zu."

    Wissenschaftliche Studien sind an sich keine "vernünftige Argumentation"? Haben Sie sich mit den Studien beschäftigt? Jedenfalls erfolgt keine sachliche Auseinandersetzung in Ihrem Beitrag mit solchen Studien. Sie greifen lediglich einige der Diskussionsteilnehmer persönlich an und unterstellen Ihnen therapiebedürftige psychische Defizite.

    Ich habe weder die Diskussion im Fernsehen gesehen noch bin ich gegen eine Gleichberechtigung der Homoehe.
    Der Beitrag ist - auch als Polemik - inhaltlich absolut niveaulos und überflüssig. Bildzeitungsniveau!
  5. #5

    Unfruchtbare Frauen + zeugungsunfähige Männer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Da setzen sich tatsächlich zwei erzkatholische Publizisten in die Talkshow von Frank Plasberg, wettern gegen den "homosexuellen Hype" und stempeln gleichgeschlechtliche Paare als solche zweiter Klasse herab. Geht's noch? Zum Glück griff wenigstens der sehenswert aggressive Moderator ein.

    "Hart aber fair": Plasberg-Talk über Homosexuelle - SPIEGEL ONLINE
    ....dürfen dann natürlich auch keinen Sex haben, denn Sex darf / soll ja nur der Fortpflanzung dienen. Wenn diese Gefässe also leer sind, stehen diese Menschen qua Natur auf einer Stufe mit Lesben und Schwulen. Oder sehe ich da jetzt etwas falsch??

    Nach Herrn Lohmann geht es eigentlich nur um 0,058 % der Bevölkerung, die von dieser ausgeweiteteten Form des Ehegattensplittings profitieren würde. - Anstatt nun aber großzügig zu sein (christliche Lehre), gibt es nur katholische Leere. Nein, diese Verdammten dürfen nicht in einen Topf mit liebenden Paaren (natürlich ausschließlich in einer kirchlich anerkannten und gesegnten Mann/Frau-Beziehung) geworfen werden.

    Warum hat man nur die Hexenverbrennung verboten, sie würde für die Erzkonservativen Katholiken viele Probleme lösen?
  6. #6

    optional

    Manche geoutete Schwule schaden den Homos - als absolut normale Menschen, die lediglich in einem Teilbereich ihrer Persönlichkeit etwas anders funktionieren als die Mehrheit - durch ihren schrillen, provokanten Auftritt an Strassenparaden und Demos. Man fragt sich ob diese Bürgerschreck Inszenierungen denn überhaupt je notwendig waren? Diese sind für die Gesamtheit der Schwulen ebenso wenig repräsentativ wie zwei Turbo-Katholiken in einer TV Show die überwiegende Mehrheit der Katholiken in Deutschland in keiner Weise vertreten.

    Bitte nicht vergessen: gesetzliche Anti-Homo-Paragraphen sind eine protestantische Kreation; so was existierte in keiner katholischen Kultur, bis - vor der Jahrhundertwende - die K&K Monarchie unter deutschem Druck diesbezüglich kippte!
    Selbstverständlich müssen gleichgeschlechtliche Paare steuerrechtlich gleich behandelt werden, wie andere!
  7. #7

    Es kommt eben immer auf die Perspektive an...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Da setzen sich tatsächlich zwei erzkatholische Publizisten in die Talkshow von Frank Plasberg, wettern gegen den "homosexuellen Hype" und stempeln gleichgeschlechtliche Paare als solche zweiter Klasse herab. Geht's noch? Zum Glück griff wenigstens der sehenswert aggressive Moderator ein.

    "Hart aber fair": Plasberg-Talk über Homosexuelle - SPIEGEL ONLINE
    Vielleicht wäre der "homosexuelle Hype" ja gar kein Hype, wenn man Homosexualität endlich als etwas normales begreifen würde. Dann könnten Schwule und Lesben nämlich damit aufhören, sich öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen, um der Welt zu zeigen "Schau hier, so fühle ich halt."

    So lange Wortchaoten wie Kauder allerdings einem Adoptionsrecht für Homosexuelle "niemals zustimmen würde", so lange eine christliche Partei wie die CDU an der Basis dermaßen gegen Homosexualität spricht und sie somit wieder an den Rand der Gesellschaft drücken und so lange schwule Fußballer in unserem Land immer noch panische Angst vor einem Outing haben müssen, bleibt festzuhalten: Wie sind noch lange nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

    Es ist erschreckend.
  8. #8

    ganz ruhig bleiben

    jeder darf seine Meinung haben, oder nicht ?
  9. #9

    Danke ...

    ... für diesen Kommentar!