Starkes Übergewicht: Formel prophezeit, ob Babys dick werden

CorbisDicke oder dünne Zukunft? Forscher haben eine Formel entwickelt, mit der man direkt nach der Geburt abschätzen kann, ob sich ein Baby zu einem stark übergewichtigen Kind entwickeln wird. Die Gleichung soll helfen, schon früh gegen die überflüssigen Pfunden zu kämpfen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/sch...-a-870601.html
  1. #1

    Man muss sich klar machen, dass das nur statistische Vorhersagen sind.

    Es ist keine mit 100%iger Sicherheit eintreffende Prophezeiung, sondern die individuellen Abweichungen können groß sein.
    Ich habe die Formeln anhand von Kindern, die ich gut kenne, nachrechnen lassen. Von einem Kind, welches jetzt am Ende der Grundschulzeit stark übergewichtig ist, ergibt die Formel für das Alter von 16 nur eine Übergewichtswahrscheinlichkeit von 1,3 %. Ich rechne nicht damit, dass jetzt mit der einsetzenden Pubertät sich daran allzuviel ändert und in wenigen Jahren eine schlanke Person aus ihr wird.
    Es ist nicht in Stein gemeißelt, was die Formel ergibt, und individuelle Abweichungen sind kein Grund, die Arbeit an der Formel als generell fehlgeleitet zu verdammen.
  2. #2

    Auch chemische Gifte wie Weichmacher, Flammschutzmittel oder Insektensprays machen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dicke oder dünne Zukunft? Forscher haben eine Formel entwickelt, mit der man direkt nach der Geburt abschätzen kann, ob sich ein Baby zu einem stark übergewichtigen Kind entwickeln wird. Die Gleichung soll helfen, schon früh gegen die überflüssigen Pfunden zu kämpfen.

    Formel zeigt, ob ein Baby wahrscheinlich Übergewicht entwickelt - SPIEGEL ONLINE
    Babies dick, wenn diese über den Uterus der Mutter "verabreicht" wurden. Aber auch viele andere industrielle Gifte: https://www.youtube.com/watch?v=igKhdFsXTOc
  3. #3

    Und was ist mit den sozialen Faktoren?

    Kinder, die von dicken Müttern zur Welt gebracht werden, haben also eien größere Wahrscheinlichkeit, auch in der Pubertät an gewicht zuzulegen. Soso, das ist ja was Neues.

    Anstatt dieser Studie sollten man sich mal das Verhalten von Familien mit dünnen und mit (extrem) dicken Eltern anschauen. Wie essen die Familien? In den meisten Fällen doch zu viel und zu ungesund. Und Kinder werden logischerweise so sozialisiert: Anschauen, nachmachen. Vorleben. Das sind die Stichworte.

    Nun merkt man: Na huch, das Kind aus der "dicken" Familie ernährt sich ungesund, isst zu viel, etc, das Kind asud er "dünnen" Familie eher nicht. Woher das wohl kommen kann. Von den Vorbildern? Neee, viel zu logisch.

    Dass Übergewicht während der Schwangerschaft ungesund ist, will ich gar nicht abstreiten, aber bei den Variablen für dicke Kinder im Teenageralter haben sie etwas wichtiges vergessen...
  4. #4

    Formel

    Um zu wissen, dass dicke Eltern auch dicke Kinder bekommen, braucht man wirklich keine Formel.

    Neu war mir allerdings der Zusammenhang mit dem Rauchen während der Schwangerschaft (fördert Übergewicht), dem Beruf der Mutter (Unternehmerinnen scheinen die schlanksten Kinder zu haben, ungelernte Hausfrauen die dicksten) und der Anzahl der Haushaltsmitglieder. Bei 26 Geschwistern würde mein Übergewichtsrisiko auf 0 sinken, kein Wunder, wie will man auch so viele Kinder ernähren.

    Mir scheint allerdings, dass sich viele der Komponenten in der Formel auch gegenseitig beeinflussen. Wenn viele Kinder, also Haushaltsmitglieder vorhanden sind, was eigentlich günstig ist, ist dadurch ja auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Mutter durch die vielen Schwangerschaften dick geworden ist und nicht mehr arbeitet, was wieder ungünstig ist. Es gleicht sich also insgesamt wieder aus.

    Die Sache mit dem müttlerichen Beruf will mir allgemein nicht ganz einleuchten. Was ist mit Vätern, zählt deren Beruf etwa gar nicht? Kommt es auch bei Müttern mehr auf den Bildungsstatus an als auf eine tatsächlich ausgeübte Berufstätigkeit? Kurz vor und nach der Geburt arbeiten ja nur die wenigsten Frauen. Fällt eine Hausfrau in die Kategorie "arbeitslos" oder nicht? Das liest sich in der Formel eher schwammig.
  5. #5

    ich versteh das nicht ganz: eigentlich sollte man dick werden, wenn man mehr isst, als man verbraucht. Wenn man also eher zum dickwerden neigt, bedeutet das, dass man eher dazu neigt zuviel zu essen, sich weniger zu bewegen oder beides? Oder haben solche Menschen einen besseren Wirkungsgrad bei der Verwertung der aufgenommenen Nahrung?
  6. #6

    ......

    Mit dem Gewicht ist das so eine Sache- wir haben drei Töchter. Die Große ist mit 1,67 die "Kleinste", ist normalgewichtig. Die Kleine ist mit 12 Jahren 1,64 groß, hat einen BMI im absoluten Normalbereich, hat aber eher eine "Ritter-Sport-Figur". Die Mittlere, die von klein auf irgendwie zur Hauptsache aus Armen und Beinen bestand, ist mit 14 Jahren und einer Größe von 1,78 sehr groß, hat ein wirklich anständiges Gewicht ( 65 Kilogramm), wirkt aber durch die langen Arme und Beine immer wie ein "Magermodell". Sie hat einen BMI von 20,5- den habe ich im Kopf, weil ich ständig besorgte Anrufe von ihren Lehrern erhalte.

    Aber- sie ist diejenige, die sich von allen Dreien am ungesündesten ernährt ( wenn man sie ließe). Sie liebt alles, was süß ist. Und verputzt auch sonst erstaunliche Mengen.
    Wäre die Welt gerecht, müsste sie fast breit wie hoch sein.

    Allerdings würde selbst eine tägliche Kur mit vier Stück Sahnetorte bei ihr nicht anschlagen. Mir ging es als junges Mädchen und als junge Frau ähnlich, ich war immer sehr überschlank, was mir absolut nicht gefiel. Erst in den letzten Jahren - ich bin 43- hab ich mir eine normale Figur zugelegt- von ganz allein. Selbst die drei Schwangerschaften haben an meinem Gewicht nichts geändert- ich hab zwar "nach Norm" zugenommen, nach der jeweiligen Entbindung waren vielleicht noch zwei oder drei Kilo übrig, aber die waren nach den ersten Wochen von allein wieder verschwunden. Meistens wog ich 6 Wochen nach der Entbindung weniger als vor der Schwangerschaft, so daß mir mein Arzt kalorienreiche Zwischenmahlzeiten verordnete, zumindest während der Stillzeit.

    Mein Mann hingegen nimmt sehr leicht zu, Feiertage mit viel Völlerei und wenig Bewegung merkt er sofort am Hosenbund. Mit erhöhtem Sportprogramm ist es allerdings auch schnell wieder los.

    Wir achten darauf, daß es wenig gesüsste Getränke gibt - die meisten Kilos isst man sich nicht drauf, man trinkt sie drauf- die Mädchen machen Sport und bewegen sich viel, ansonsten gibts eine gesunde Mischkost, von allem etwas.
    Bisher hat das ausgereicht....
  7. #7

    Die Pharma lebt zu 80% von Übergewichtigen

    Merkwürdig, es häufen sich in letzter Zeit Studien, die belegen sollen, daß dick-sein in den Genen verankert sich und persönliches Verhalten (Bewegung, Ernährung) außer acht lassen. Ist da vielleicht ein Zusammenhang zwischen finanziellen Interessen der Pharma, die zu 80% von den Übergewichtigen leben und der nichts Schlimmeres widerfahren könnte, als daß Übergewichtige an deren Kosten von 80% im gesamten Gesundheitswesen auch mal beteiligt werden und so eine Grund hätten sich zu bewegen und sich gesund zu ernähren? 80% der Kosten im Gesundheitswesen geht auf die Kappe von Übergewicht (Quelle: Kassen wie Barmer). Was wünscht sich die Pharma mehr, daß Übergewicht nicht selbst verschuldet ist und daß weiterhin die Allgemeinheit die Kosten dafür trägt, ich nenne es mal "Übergewichtigen-Umlage".
  8. #8

    Leider

    Können oder wollen die heutigen jungen Mütter nicht mehr kochen.
    Da wird dann zu Mc Doof gegangen und den Frass den Kindern serviert oder einfach Fertiggerichte in die Mikrowelle geschoben.
    Man braucht sich daher nicht über die fetten Kinder wundern. Dann noch die täglichen Dosen Cola oder andere süsse "Erfrischungsgetränke" und schon klappts mit den Pfunden.

    Man müste die Mütter von dicken Kindern zwingen an einem Ernährungskurs teilzunehmen. Vielleicht würde dann der einen oder anderen ein Lichtlein aufgehen und sie in Zukunft den Hintern emporheben und selber kochen.