Prügelei in den USA: Schüler müssen zur Strafe Händchen halten

CorbisEntweder sie fliegen von der Schule - oder sie halten öffentlich Händchen. Vor diese Wahl hat ein US-Rektor zwei Teenager gestellt, die sich im Unterricht geprügelt hatten. Die Streithähne entschieden sich für die Versöhnungsgeste, ihre Mitschüler lachten und höhnten. Die Schulbehörde ist entsetzt.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...-a-870700.html
  1. #1

    cool

    Ich finde es ok. Die Jungs haben eine wichtige Lektion bekommen, die vielen heute fehlt:"Bezahl Deine Rechnungen". Jeder will heute alles aber ohne dafür etwas zu tun. Und genau so will man für nichts mehr die Konsequenzen tragen. Die beiden hatten eine Wahl. insofern war es eine angemessene Chance. Jetzt müssten nur noch alle Lacher die gleiche Strafe bekommen und alles wäre im Lot.
  2. #2

    Nun

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Entweder sie fliegen von der Schule - oder sie halten öffentlich Händchen.
    Die Versöhnungsgeste ist eigentlich gar keine schlechte Idee.

    Schlecht ist nur die erzwungene Öffentlichkeit und die damit verbundene Erniedrigung durch die Mitschüler.
  3. #3

    Mmh

    Die US-Schulen kommen echt auf merkwürdige Ideen.
    Aber ob Demütigung ein Rezept der Erziehung ist wage ich zu beweifeln.
    Hier geht es nicht um eine Versöhnungsgeste sondern hier wird (in meinen Augen) eindeutig die Homophobe Grundeinstellung der Gesellschaft als Bestrafungsinstanz genutzt.

    Immerhin ist Händchenhalten ehr pärchenlastig besetzt als Freundschaftlich.

    Und die Kommentare der Mitschüler dürften auch eindeutig in diese Richtung gegangen sein, sonst würde ich mich wundern.

    Das ist für mich das eigentlich verwerfliche daran!
    Denn hier wird das Schulsein als lächerliches Verhalten und peinliches Bestrafungskonzept missbraucht.

    Wie ich die Amys kenne auch nicht durch Zufall sondern voll beabsichtigt.
  4. #4

    Cool

    Ja o.schork, das sehe ich genauso. Eigentlich kann man es doch immer wieder wiederholen. Auch unsere Vorfahren wussten, wie man Kinder erzieht. Die wussten auch, dass man manchmal mit Reden nicht weiter kommt. Weil die Kinder das Reden nicht interessiert. Und ja, unsere Vorfahren, Eltern, Großeltern... waren keinesfalls hirntote Vollidioten, die nicht wussten warum sie dies oder das tun. Nur dass es heute sehr viele Oberschlaumeier gibt, die glauben, dass sie die Welt erfunden hätten und alles besser wüssten. Obwohl sie nur die Augen öffnen müssten um zu sehen, dass es nicht so ist. Wollen sie aber nicht. Worauf ich jetzt hinaus will? Neulich hab ich mich mit Freunden laut lachend drüber unterhalten, wann wir von unseren Eltern mal ne ordentliche Tracht Prügel bekommen hatten. In meinem Fall sage ich heute als erwachsener Mann schmunzelnd über meine Mutter (damals habe ich sie stundenlang für die Schmerzen gehasst :-D ), dass sie alles richtig gemacht hat. Sie hatte die einzig richtige Entscheidung getroffen. Aber dort hatte ich die freie Wahl, ob ich das jeden Tag aufs neue will. Wollte ich aber nicht. :-D Und nun diese Diskussionen hier, wie sehr diesen armen, armen Kinder geschadet wurde. Vielleicht noch, ob sie sich jemals wieder davon erholen werden. :-D Ja klar, der Lehrer muss unbedingt noch verklagt werden. :-D Manchmal frage ich mich, wo das noch hinführen soll. Und wer eigentlich völlig neben der Spur läuft. Dieser Lehrer mit Sicherheit nicht!
  5. #5

    Und wieder

    holt jemand die Homophobiekeule raus, typisch spiegel, typisch junge (1985, danke!) Gesellschaft. Ich sehe Hände-halten, wobei ich bewusst den deminutiv vermeide, als Symbol für Einigkeit, Zusammenhalt und Frieden. Und genau dabei geht es darum. Anstatt das Exempel der Kriegstreiberei zu unterstützen, wird hier plakativ dem Frieden gehuldigt.

    Früher wurde den Kindern der Hintern versohlt. Wir haben uns weiterentwickelt!
  6. #6

    Zitat von chagall1985 Beitrag anzeigen
    Die US-Schulen kommen echt auf merkwürdige Ideen.
    Aber ob Demütigung ein Rezept der Erziehung ist wage ich zu beweifeln.
    Hier geht es nicht um eine Versöhnungsgeste sondern hier wird (in meinen Augen) eindeutig die Homophobe Grundeinstellung der Gesellschaft als Bestrafungsinstanz genutzt.

    Immerhin ist Händchenhalten ehr pärchenlastig besetzt als Freundschaftlich.

    Und die Kommentare der Mitschüler dürften auch eindeutig in diese Richtung gegangen sein, sonst würde ich mich wundern.

    Das ist für mich das eigentlich verwerfliche daran!
    Denn hier wird das Schulsein als lächerliches Verhalten und peinliches Bestrafungskonzept missbraucht.

    Wie ich die Amys kenne auch nicht durch Zufall sondern voll beabsichtigt.
    Sie sollten sich mal bei einem Psychologen melden, der kann ihnen vielleicht helfen
  7. #7

    Lektion gelernt

    "Schlage dich nicht in der Schule."
    Sondern nach dem Gong auf dem Lehrerparkplatz. Richtig!
  8. #8

    Zitat von chagall1985 Beitrag anzeigen
    Die US-Schulen kommen echt auf merkwürdige Ideen.

    Und die Kommentare der Mitschüler dürften auch eindeutig in diese Richtung gegangen sein, sonst würde ich mich wundern.

    Wie ich die Amys kenne auch nicht durch Zufall sondern voll beabsichtigt.
    Wow. Mit ihren Verallgemeinerungen wollen sie Homophobie beweisen?
    Das einzige was sie erreichten ist ihre undifferenzierte Amerikaphobie zur Schau zu stellen.

    Wie saehe die Schwulenszene in Deutschland aus wenn "die Amis" nicht schon fruehzeitig fuer die Rechte der Schwulen gekaempft haetten und "die Amis" Schwulsein mit Hollywoodfilmen nicht Salonfaehig gemacht haetten usw.
  9. #9

    Schmunzel

    Zitat von Jens Schuetz Beitrag anzeigen
    Wow. Mit ihren Verallgemeinerungen wollen sie Homophobie beweisen?
    Das einzige was sie erreichten ist ihre undifferenzierte Amerikaphobie zur Schau zu stellen.

    Wie saehe die Schwulenszene in Deutschland aus wenn "die Amis" nicht schon fruehzeitig fuer die Rechte der Schwulen gekaempft haetten und "die Amis" Schwulsein mit Hollywoodfilmen nicht Salonfaehig gemacht haetten usw.
    Amerika ist nicht Amerika.
    Und dieser Fall hier stammt aus Arizona.
    Eine der republikanischen Hochburgen die sich gerade mit einem radikalen Einwanderungsgesetz gegen den Zuzug von Mexikanern gewehrt hat und bis auf wenige Ausreißer bei Präsidentschaftswahlen fest in der Hand von Klerikalen ist.

    Da sind meine Vermutungen sicher näher dran als Ihre kalifornische Beweiräucherung der Toleranz.