Sonntagskrimi: Der neue "Tatort" im Schnellcheck

MDRWer hat den besten Auftritt? Wie steht's mit dem Realitätsgehalt? SPIEGEL ONLINE liefert die wichtigsten Fakten zum ARD-"Tatort". In Leipzig geht es diesmal um Jugendgewalt. Die Szenen erinnern zuweilen an "Switch Reloaded"-Parodien von RTL-II-Milieu-Soaps.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/der-...-a-870023.html
  1. #1

    der wöchentliche Tatort-Schnellcheck

    Ein bisschen ist es damit ja wie mit der Finanzkrise: es hat den flair einer springenden Schallplatte. Aber den Vergleich mit "Switch" finde ich schon ein bisschen unfair. Schliesslich ist das einigermassen unterhaltsam.
  2. #2

    und wöchentlich grüßt das Murmeltier....

    So langsam ist der allwöchentliche Verriss des Tatorts - der ja dann doch offensichtlich von vielen Zuschauern gemocht wird - nicht mehr zu ertragen. Vielleicht sollte sich der Autor überlegen, ins Feuilleton eines Printmediums zu wechseln, um sich dort auszutoben...
  3. #3

    ein Stückchen

    "Bloß nicht anschauen, das ist kein echter Bond" oder "genialer Bond wie immer, anschauen!" dazwischen gibt es nichts. Und wer schon hunderte Tatorte gesehen hat ist durchaus abgehärtet, was ei Qualität der Drehbücher angeht. Mein Kommentar: Einschalten? Ja. Und dann selbst entscheiden, ob ein Besuch beim Chinamann amysanter gewesen wäre. Denn würde man einen solchen Vorabcheck einer Jury aus 20 Leuten zumuten, hätte man immer ein Ergebnis wie den Wetterbericht - möglicherweise haben wir 20 Grad und Sonnenschein, vielleicht fallen aber auch 20 cm Neuschnee.
  4. #4

    Auf jeden Fall..

    .. werde ich mir diesen Tatort ansehen. Der Grund ist Martin Wuttke, Frau Thomalla eher nicht.
  5. #5

    Muss ein guter Tatort sein

    Den Spiegelschnellcheck begreife ich immer mehr als Kontraindikator. Was hier verrissen wird, gefällt mir und meiner Frau meistens ziemlich gut und alles, was hier hoch gelobt wird (auch wenn das selten vorkommt), finden wir in der Regel langweilig.
  6. #6

    Hört das denn nie mehr auf?

    Ich bin neidisch. Um nicht zu sagen: Ein richtiger Neidhammel. Kannte ich früher gar nicht von mir.

    Auf wen und auf was? Nun, auf die einzige Zielgruppe des ÖR Fernsehens. Diese eine Zielgruppe kann, wann immer sie will, zu jeder Tages- und Nachtzeit einschalten und wird mit tödlicher Sicherheit voll & ganz bedient. Ganzjährig.

    Es gibt nur noch den einen, immergleichen Film, der mal als Drama (früher Krimi), mal als Komödie, mal als Sozialreportage oder Serie daherkommt. Kennzeichen ist das immer gleiche Szenenpflichtenheft mit den immergleichen Dialogen. Die getoppte Kombination davon ist dann der immergleiche "Psychothriller" made in Germany.

    Manchmal frage ich mich: bin ich der einzige in Deutschland, dem diese hermetisch-flächendeckende Soße von absurder TV-Befindlichkeitspornografie auf den Sack geht? Mit den immergleichen Depri-Bass-Moll Sounds dräuend unterlegt, für die Analphabeten?

    Selbst Schauspieler, die früher mal echte Typen waren, spielen nur noch launige Befindlichkeitsonkel, wie z.B. Heinz Hoenig, Lauter Heinerbach oder der Sohn von Schimanskis Mutter.

    Es gibt nur noch den unmündigen, infantilen und psychosüchtigen Zuseher. Unfähig einer erzählenden Kamera zu folgen und Charaktere aus der Handlung nachzuvollziehen.

    Er/sie muss alles vorgekaut und vorverdaut serviert bekommen, damit er/sie den dargeboten Brei aus seinem TV Gerät nuckeln kann.
  7. #7

    Tatort gehört zum Sonntagabend, basta. egal, ob irgendein SPIEGEL-Redakteur ihn verreißt oder nicht...
  8. #8

    Geht's noch?

    "Kann man die Geschichte glauben? Nein. Die reale Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln wird mit einem unausgegorenen Vater-Sohn-Drama verquickt."
    Was soll bitte dieser Satz? Gerade ein Spiegel-Redakteur müsste es doch eigentlich besser wissen, oder liest der nicht das eigene Blatt? Die Presse ist voll von Fällen mangelnder Zivilcourage, Brutalität im Alltag etc. Es war auch der Spiegel, der seitenlang über den Fall Brunner berichtete.
  9. #9

    Zitat von KicknRush Beitrag anzeigen
    Ich bin neidisch. Um nicht zu sagen: Ein richtiger Neidhammel. ..

    Auf wen und auf was? Nun, auf die einzige Zielgruppe des ÖR Fernsehens. Diese eine Zielgruppe kann, wann immer sie will, zu jeder Tages- und Nachtzeit einschalten und wird mit tödlicher Sicherheit voll & ganz bedient. Ganzjährig.

    Es gibt nur noch den einen, immergleichen Film, .......
    Nicht aufregen. Die nachwachsende Generation und auch schon viele Senioren schalten gar nicht erst ein. Das Gerät steht nur da, weil es noch nicht kaputt ist und wir sowieso bezahlen müssen.
    (Und wer Tatort für das Nonplusultra der TV-Unterhaltung hält, blickt eh nichts.)