Vor CDU-Parteitag: Merkel rät von steuerlicher Gleichstellung der Homo-Ehe ab

AFPIn der CDU-internen Diskussion über die Homo-Ehe schaltet sich die Chefin ein: Angela Merkel empfiehlt ihrer Partei, die steuerliche Gleichbehandlung von Homosexuellen abzulehnen. Sie wolle die Privilegierung der Ehe erhalten, sagte die Kanzlerin der "Bild am Sonntag".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-870394.html
  1. #1

    Kein Problem Frau Merkel

    Liebe Frau Merkel, wenn es Sie nicht stört, dass Sie 5-10% der Bevölkerung als potenzielle Wähler verlieren, weil sie deren Partnerschaften diskriminieren, dann behalten Sie diesen Standpunkt einfach bei.
  2. #2

    Unglaublich,

    sie hat ja tatsächlich mal zu einem Thema oder eine Frage eine richtig festgelegte eigene MEINUNG. Das ist ja unglaublich. Sonst eher einem Pudding ähnelnd, den man nicht an die Wand nageln kann gibt es diesmal tatsächlich einen eigenen perönlichen Standpunkt.
    Der ist zwar ziemlich dämlich, aber immerhin.
    Dürfte sich aber weiterhin um eine Ausnahme handeln.
  3. #3

    wenn es um Geld geht fällt ihnen der

    im Grundgesetz verankerten "besonderen Schutz von Ehe und Familie" wieder ein. Heiraten erlaubt Steuern sparen verboten. Eine seltsameSichtweise von Recht.
  4. #4

    Warum?

    Warum sollte Ehe denn überhaupt, egal ob homo oder hetero, steuerlich bevorteilt werden?

    Der Trauschein ist ja schon längst nicht mehr Garant für Nachwuchs.
  5. #5

    Ja genau

    Zitat von bambusbln Beitrag anzeigen
    Liebe Frau Merkel, wenn es Sie nicht stört, dass Sie 5-10% der Bevölkerung als potenzielle Wähler verlieren, weil sie deren Partnerschaften diskriminieren, dann behalten Sie diesen Standpunkt einfach bei.
    So gesehen richtig. Sollte ihre Annahme stimmen, solte sie diesen Standpunkt auf jeden Fall beibehalten. Zumindest wenn die Leute stattdessen nicht die FDP wählen. :-)
  6. #6

    Wieder mal in BILD....!

    Die größte und großartigste deutsche Zeitung mutiert Zug um Zug zum Zentralorgan unserer Regierung. Ob das unbedingt ein Fortschritt ist, wage ich zu bezweifeln.
  7. #7

    Ach Angie...

    Das Bundesverfassungsgericht hat bereits den Öfteren auf die Diskriminierung durch Ungleichbehandlung beim Splitting hingewiesen.
    Fragen: Welchem Ehepaar tut es weh, wenn zwei Männer oder zwei Frauen eine Lebenspartnerschaft eingehen und weil sie sich genauso umeinander kümmern und füreinander einstehen eben auch die gleichen Rechte haben wollen und nicht nur die gleichen Pflichten?
    Ichfinde das Slitting gehört an sich abgeschafft, weil es eine Lebensform begünstigt, bei der diejenigen, die im Verbund schon genug haben, weil einer sehr sehr viel mehr verdient als der andere. Also die klassische, konservative Aufteilung: Mutti bleibt zuhause bis das Kind die erste Ausbildung geschafft hat und dann ists eh zu spät zum Arbeiten und Papi geht jahrelang Kohle ranschuften. Diese Lebenform können sie heutzutage eh sehr wenige Menschen erlauben.
    Es geht hierbei ja nicht darum, dass die Verpartnerten fette Kohel vom Staat abstauben wollen, denn i.d.R. verdienen diese Lebensformen ungefähr gleich viel im Verbund. Und die paar Leute, die das dann doch in Anspruch nehmen könnten, tja, so viel werdens nicht sein, weil sooo viele Homos auch wieder nicht heiraten.
    Wo ist also das Problem?
    Wo liegt der besondere Schutz?
    ich finde, alle Partnerschaften, die sich durch Heiraten dafür entschieden haben, füreinander einzustehen, sollten gleichgestellt werden. Egal mit wem sie wie pimpern oder auch nicht, das geht den Staat schließlich nichts an.
  8. #8

    Gleichstellung - sehr gerne!

    Aber nicht über die Einführung des Splittings für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, sondern über die Abschaffung des Splittings auch für Eheleute. Man kann gerne über ein Familiensplitting nachdenken, aber die steuerliche Bevorteilung von in Beziehung lebenden Menschen gegenüber Singles, die ihr Schicksal des Alleinlebens eben nicht ausschließlich selbst gewählt haben, wie die Politik vielleicht glauben mag, ist schlichtweg eine Frechheit und ein Verkennen der Realitäten.
  9. #9

    Die CDU beweist mal wieder, wer hier wirklich den Stock im Hintern hat...