Verschärfen deutsche Waffenexporte die Spannungen im Nahen Osten?

Waffenhandel verfügt über kein gutes Image, der Verkauf von Kriegshandwerkszeug ist dennoch auch in Deutschland ein ertragreicher Wirtschaftszweig. Das ist auch gut so, sagen Befürworter, denn Waffen in den richtigen Händen können durchaus nicht nur kriegerische Aggression fördern, sonder ganz im Gegenteil solche verhindern. Sind also Waffenexporte, sorgfältig und mit Bedacht vorgenommen, ein Mittel, den Frieden zu sichern?
  1. #10

    Staatsrecht

    Zitat von x.adama Beitrag anzeigen
    Israels offiziell Haltung ist immer noch.

    Kein Kommentar!

    Israel gibt weder zu, noch bestreitet es Atommacht zu sein. Alle "Enthüllungen" von Ex-Geheimdienstlern, Atomphysikern und Politikern könnten auch fingiert sein. Ich selbst halte es für unwahrscheinlich das Israel ein echte eigene Atombombe hat. Nicht weil ich es den Israelis nicht zutrauen würde, ich halte die Kosten und den Aufwand für zu groß.

    Ich rechne eher mit Bomben aus den USA oder sogar aus der UDSSR, oder sogenannte schmutzige Bomben.

    Ich halte übrigens auch den Gedanken für erschreckend, das Palästina im Falle eines Sieges der Hamas, dann ebenfalls Atommacht würde.
    Nicht der Umstand, dass ein Staat Atommacht werden könnte, ist das Problem, sondern die Fähigkeit, die Bombe bauen zu können, ist das Problenm. Jeder souveräne Staat hat das Recht, sich so zu schützen wie es ihm beliebt. Dabei ist die Staatsform kein Kriterium, darüber zu entscheiden, ob er das Recht überhaupt hat! Aber die Beantwortung der Frage läst den Schluss ztu, dass ein waffenstarrendes Land auch! die Möglichkeit hat, damit einen Angriffskrieg führen zu können. Im Falle Israels möchte ich die Frage ganz klar mit JA beantworten: die überdurchschnittliche Qualität der Bewaffnung Israels gibt der Administration i. M. die Möglichkeit, extrem konfrontativ zu reagieren, s. Siedlungsausbau als Konsequenz auf die Anerkennung und den besonderen Status' Palästinas d. d. UNO! Außerdem weiß sich Israel von Waffenbrüdern umgeben, die ihm im Kriegsfall, wie die USA, zu Hilfe kommen. Netanjahu und die andren Rechtsausleger in der Administration nutzen das tolldreist aus!
  2. #11

    Waffenexport

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Waffenhandel verfügt über kein gutes Image, der Verkauf von Kriegshandwerkszeug ist dennoch auch in Deutschland ein ertragreicher Wirtschaftszweig. Das ist auch gut so, sagen Befürworter, denn Waffen in den richtigen Händen können durchaus nicht nur kriegerische Aggression fördern, sonder ganz im Gegenteil solche verhindern. Sind also Waffenexporte, sorgfältig und mit Bedacht vorgenommen, ein Mittel, den Frieden zu sichern?
    Lasst die Araber mit dem Leopard ruhig im Sand spielen. Der Panzerkauf sichert Arbeitsplätze. Zwar wäre es mir lieber, wenn Riad statt der Panzer bei uns Sonnenkraftanlagen und Windräder kaufen würden, aber wenn wir nicht liefern, liefern andere. Das hat die Vergangenheit so gezeigt.

    Würde weltweit die Finanzwirtschaft reguliert werden, was ich für ausgesprochen wichtig halte, gäbe es auf der Welt garantiert mehr Frieden und die Nachfrage nach Waffen würde sinken. Deshalb die Anstrengungen gegen die Finanzwirtschaft richten. Das ist wichtig!
  3. #12

    Hart wie KruppStahl

    Wir sind wieder wer in der Wehr - Germanisches, im Zusammenhang mit Waffen, Soldaten etc. hat einen Ruf in der Welt. Egal, was da mal 12 Jahre lang für ein Spuk war! So sind wir denn heute die Nr.3 im weltweiten Boomgeschäft mit dem Tod. Und es wird und wird und wird, immer und immer und immer wieder tod-pseudo-argumentiert: Es geht um Arbeitspätze! Diese verlogene, ätzende FetischRhetorik ist zum Kotzen. Man ist versucht zu sagen: Im KZ ging es auch um Arbeitsplätze - es könnte einem der Kragen platzen. Die Wahrheit ist, sie wollen wieder dabei sein, beim big Kriegshandwerk! Es ist ihnen im Rot-Fleisch und Blau-Blut. Da kann einem schon mal der Gaul duchgehen, sory.
  4. #13

    Die Überschrift alleine, [b]Frieden ist noch nie planvoll ausprobiert worden[b], wirft einige Fragen auf.

    Wen genau meinen Sie denn damit?

    Mit welchem Recht maßt man sich in Deutschland an, der Welt Ratschläge erteilen zu wollen?

    Ein Land welches seit Jahrzehnten eines der größten Heere auf dem europäischen Festland unterhalten hat und über einen sehr langen Zeitraum das Herzstück der konventionellen Verteidigungsstrategie der NATO gewesen ist, sollte sehr viel zurückhaltender bezüglich Fragen von Krieg und Frieden sowie Waffenexporten agieren.

    Der Witz ist ja der, dass genau die zu geschehen scheint.

    Auch hier bei SPON im Forum sind schon lange Debatten über die deutschen Rüstungsexporte geführt worden, aber es ist zu einfach, die Rüstungsgegner scheinmoralisch zu nennen, und das mit den immer gleichen Argumenten: Die Welt wird gewalttätig bleiben, das muss man akzeptieren – wenn Deutschland die Waffen nicht produziert, dann machen es eben andere – der Westen muss wehrhaft bleiben – Arbeitsplätze gehen vor und so weiter. Solche Behauptungen sind tatsächlich Scheinargumente.
    Diese Scheinargumente scheinen aber zu greifen. Schließlich ist die Anzahl der Konflikte nicht zurückgegangen, gleichzeitig werden neue Technologien erprobt und immer mehr Soldaten in Auslandseinsätze entsandt.

    Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass solche Moraldebatten immer kurz vor dem Wahljahr aufflammen?

    Mehrheitlich mag diese Gesellschaft pazifistisch eingestellt sein. Nur zeigt sich das nirgendwo. Ich halte solche Diskussionen deshalb für ein reines Wahlkampfthema ohne Bestand.
  5. #14

    aus den gleichen unversöhnlich rassistischen Gründen

    Zitat von pcpero Beitrag anzeigen
    die Möglichkeit hat, damit einen Angriffskrieg führen zu können. Im Falle Israels möchte ich die Frage ganz klar mit JA beantworten:
    das JA ist nur eine Meinung, kein Fakt. Wie überlegen Israel auch sein mag, gegen alle angrenzenden Länder der arabischen Welt kann Israel keinen Angriffskrieg führen und gewinnen.
    Tatsächlich wäre Israel auf den Schutz der USA angewiesen, den die USA bei einem Angriff Israels, ziemlich sicher versagen würden. Einen länger andauernden Krieg wird Israel ganz sicher verlieren, wie Napoleon und Hitler.

    Der Siedlungsbau mag eine Provokation sein, wie bei uns die Einwanderungspolitik und die Angst vor dem Islam auf die "Rechten" eine Provokation ist. Aber sie kein wirklicher Kriegsgrund oder Grund für
    Gewaltanwendung, zum Beispiel seitens der Hamas. So wie Angriffe auf Asylantenheime nicht toleriert werden, so muss man auch die Raketenangriffe der Hamas verurteilen. Wer fordert, dass man mit der Hamas über einen Frieden verhandeln kann, der sollte in Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen und gleiche Verhandlungen über Einwanderung mit der NPD und NSU führen. Die Erfolgsaussichten sind ähnlich, aus den gleichen unversöhnlich rassistischen Gründen.
  6. #15

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Den Unsinn müssen Sie mal erklären.
    Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.
    Wer gibt denn grünes Licht für den Verkauf von Waffen an ausländische Kunden?

    Privatpersonen kaufen keine Atomuboote oder Panzer, sondern Staaten. Die sind es, die in Konflikte verschiedenster Art verwickelt werden, die einen Einsatz solcher Systeme nahezu zwingend erforderlich machen.

    Die Entwicklung der Wehrtechnik hängt mit unmittelbar mit den Interessen des Staates zusammen.
  7. #16

    Zitat von adama. Beitrag anzeigen
    das JA ist nur eine Meinung, kein Fakt. Wie überlegen Israel auch sein mag, gegen alle angrenzenden Länder der arabischen Welt kann Israel keinen Angriffskrieg führen und gewinnen.
    Tatsächlich wäre Israel auf den Schutz der USA angewiesen, den die USA bei einem Angriff Israels, ziemlich sicher versagen würden. Einen länger andauernden Krieg wird Israel ganz sicher verlieren, wie Napoleon und Hitler.

    Der Siedlungsbau mag eine Provokation sein, wie bei uns die Einwanderungspolitik und die Angst vor dem Islam auf die "Rechten" eine Provokation ist. Aber sie kein wirklicher Kriegsgrund oder Grund für
    Gewaltanwendung, zum Beispiel seitens der Hamas. So wie Angriffe auf Asylantenheime nicht toleriert werden, so muss man auch die Raketenangriffe der Hamas verurteilen. Wer fordert, dass man mit der Hamas über einen Frieden verhandeln kann, der sollte in Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen und gleiche Verhandlungen über Einwanderung mit der NPD und NSU führen. Die Erfolgsaussichten sind ähnlich, aus den gleichen unversöhnlich rassistischen Gründen.
    Sie gliedern sich in die gut situierte, aber haltlose Rassismusansicht ein, die Jede Kritik gg. Israel als ebensolche abtut! Mag sein, dass die Hamas z. T. historisch begründete Wahrheiten überstrapaziert, und es ist nicht hinnehmbar, dass auf beiden Seiten aus gedehnten Rechts-/Polit-/historiebegriffen Menschen sterben müssen. Aber erzählen Sie mir nicht, dass dabei auch nur ein Jota auf Deutschland reflektiert! Deutschland, oder immer das administrative/politische Deutschland gemint, hat sich mal wieder vürnehm der Stimme und Position enthalten, als es in der UNO um diese Abstimmung ging- wobei diese Form der Positionierung in Richtung Israels geht. Und Obama hat in der Iran/Israelfrage ganz klar Position an Israel bezogen und militärische Zusagen gemacht. LesenSie meine Literaturempfehlung von Shlomo Sand, u. zw. ohne den gleich auch in die naziaffine Ecke zu drängen; Sie werden vllt. gleichfalls eine neue Sicht auf den Palästinenser-/Israelkonflikt entwickeln können. Wer in diesem Konflikt die Camouflage betreibt, ist doch wohl klar? Da können Sie von "beunruhigend faschistoiden Zügen" sprechen, wenn es um die Siedlungspolitik des Hardliners Netanjahu geht, der im Januar wiedergewählt werden will! Ich denke jedoch, dass es einen friedlichen Wechsel geben wird.
  8. #17

    Atomwaffensperrvertrag

    Zitat von pcpero Beitrag anzeigen
    Nicht der Umstand, dass ein Staat Atommacht werden könnte, ist das Problem, sondern die Fähigkeit, die Bombe bauen zu können, ist das Problenm. Jeder souveräne Staat hat das Recht, sich so zu schützen wie es ihm beliebt. Dabei ist die Staatsform kein Kriterium, darüber zu entscheiden, ob er das Recht überhaupt hat! ...
    Es gibt da aber einen internationalen Vertrag, den bis auf wenige Länder alle unterzeichnet haben.Atomwaffensperrvertrag
    Und was die Fähigkeit betrifft, wie lange würde Deutschland brauchen um so ein Ding zusammenzubasteln?
    Jedenfalls nicht solange wie Nordkorea, dessen potjemkinische Raketendrohung immer wieder für Aufregung sorgt.
  9. #18

    Zitat von ANDIEFUZZICH Beitrag anzeigen
    Es gibt da aber einen internationalen Vertrag, den bis auf wenige Länder alle unterzeichnet haben.Atomwaffensperrvertrag
    Der Atomwaffensperrvertrag ist ein UN-Vertrag, der nicht glasklar, sondern lückenhaft ist, weil das vor 40 Jahren aus politischen Gründen so gewollt war.

    Der Sperrvertrag wäre sonst nicht ratifiziert worden.

    Der Vertrag stellt jedem Mitglied ein Kündigungsrecht bei besonderen Umständen frei.

    Die Umstände sind nicht definiert. Die Klausel lässt den Schluss zu, es sei der Notfall-Erwerb von Atomwaffen gemeint.

    Welchen Sinn soll die Klausel sonst haben?

    Die Atommächte klammerten auch aus, wie mit untreuen Signataren umzugehen sei.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  10. #19

    Atommüll für alle

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Der Atomwaffensperrvertrag ist ein UN-Vertrag, der nicht glasklar, sondern lückenhaft ist, weil das vor 40 Jahren aus politischen Gründen so gewollt war.

    Der Sperrvertrag wäre sonst nicht ratifiziert worden.

    Der Vertrag stellt jedem Mitglied ein Kündigungsrecht bei besonderen Umständen frei.

    Die Umstände sind nicht definiert. Die Klausel lässt den Schluss zu, es sei der Notfall-Erwerb von Atomwaffen gemeint.

    Welchen Sinn soll die Klausel sonst haben?

    Die Atommächte klammerten auch aus, wie mit untreuen Signataren umzugehen sei.
    Es liegt nahe einen Zusammenhang mit dem vorhergehenden Absatz herzustellen, in dem jedem souveränen Staat das explizite Recht auf
    zivile Nutzung der Kernenergie garantiert wird.
    Ohne Beitritt keine Unterstützung der schwer beherrschbaren Technologie. so könnte man das auch interpretieren.
    Dabei ging es wohl weniger um Feuerland als um Länder wie Deutschland, Japan, Korea, Finnland, Schweden, Italien, Spanien, Iran, Brasilien, Holland, Belgien usw, Pakistan und Indien haben mit Israel und Nordkorea eine Sonderrolle eingenommen.
    Und jetzt stellen sie sich einmal vor, was hier los wäre, wenn Deutschland sagen würde wir kündigen den Atomwaffensperrvertrag zum Quartalsende ist eh nur ein Stückchen Papier ohne inhaltlichen Wert. Bei den Atombomben und den Atomkraftwerken gibt es überhaupt ein erstaunliches Nord-Süd Gefälle.:))
    Das einzige Atomkraftwerk in Afrika