Hype um New Yorker Polizisten: Der barmherzige Larry DePrimo

AP/ Jennifer FosterJa, ist denn schon Weihnachten? Erst feiert New York einen Tag ohne tödliche Gewaltverbrechen, jetzt erweicht der Einsatz eines Polizisten Hunderttausende Herzen: Larry DePrimo bescherte einem Obdachlosen warme Füße, ein Held war geboren.

http://www.spiegel.de/panorama/new-y...-a-870220.html
  1. #1

    Na wenn das mal kein guter PR-Gag war .....

    .... heute wird ja alles irgendwie inszeniert und verschaukelt.
  2. #2

    normal geht nicht, nur schwarz oder weiß

    "In den Kommentaren bejubelten die Nutzer den "Helden", bedanken sich bei Gott für diesen Akt der Barmherzigkeit, gratulieren den Eltern für diesen wohlgeratenen Sohn." Womit dann auch geklärt wäre, ob Gott Eltern hat. Ist das nicht Blasphemie, einen Menschen als Gott zu sehen?
  3. #3

    optional

    Hype oder nicht, ich persönlich lese sowas ganz gerne. Wie in den üblichen englischsprachigen Netzwerken an so einer Stelle gerne geschrieben wird: Faith in humanity partly restored,

    Jedoch:

    "Die Behörden haben es zwar geschafft, die Kriminalitätsrate zu senken. Die Mittel sind jedoch zuweilen überhart. Das Ansehen hat sich zuletzt deutlich verschlechtert, seit Polizisten Mitte August einen Mann auf dem Times Square erschossen."

    Ich habe den Zusammenhang noch nicht ganz verstanden: Was hat die (schon seit Giuliani in Kraft getretene) Null-Toleranz-Politik, also die direkte Ahndung auch kleinster Delikte, damit zu tun, dass ein mit einer Stichwaffe ausgerüsteter, polizeibekannter Krimineller bei seinem Angriff auf Polizisten durch ebendiese durch den Einsatz von Schusswaffen ums Leben gekommen ist?
  4. #4

    Arm

    Zitat von gboos Beitrag anzeigen
    .... heute wird ja alles irgendwie inszeniert und verschaukelt.
    Ein so zynisches und paranoides Leben zu führen muss hart sein. Du tust mir leid.
  5. #5

    Ich bleibe dabei .... PR-Gag

    NYPD steht oeffentlich extrem unter Druck .... Das Ansehen neigt sich in Bodennaehe und dann kommt rein zufaellig eine Polizistin vorbei und sieht einen Polizisten der einem Obdachlosen Schuhe kauft .... Von der Sache her ist es natuerlich schoen und herzlich, wenn da nicht ... naja
  6. #6

    Zitat von dersmue Beitrag anzeigen
    Hype oder nicht, ich persönlich lese sowas ganz gerne. Wie in den üblichen englischsprachigen Netzwerken an so einer Stelle gerne geschrieben wird: Faith in humanity partly restored,

    Jedoch:
    "Die Behörden haben es zwar geschafft, die Kriminalitätsrate zu senken. Die Mittel sind jedoch ......
    Wahrscheinlich weil er mit fast zwei dutzend Kugeln zur Strecke gebracht wurde. Glaub es oder nicht, aber es ist durchaus möglich einen Menschen kampfunfähig zu schiessen ohne ihn auf der Stelle zu töten. Einen Kugelhagel wie diesen nennt man zu recht überhart.
  7. #7

    ob Gag oder nicht

    Es ist schon zu hören,dass es sowas noch gibt.Gerade in Deutschland wo die Menschen sich immer mehr zum Negativen ändern und immernur noch sagen ich Beschwere mich das kann doch wohl nicht war sein.Hoffe das zumindestdiese positive Art von Amerika Einzug hält.
  8. #8

    ich find das klasse

    îch find einen Polizisten gut, der 75 Dollar für einen Obdachlosen ausgibt, ich find Polizeikontrollen gut, die zu einer sichereren Stadt führen und wer mit einer Stichwaffe auf einen Polizisten losgeht, kann auch Pech haben und erschossen werden, aus meiner Sicht weniger schlimm, als wenn er den Polizisten ersticht.

    Überharte Polizisten sind wohl überall verhasst und in New York wird das nicht anders sein, aber das hat mehr mit den einzelnen Polizisten zu tun, als mit ZeroTolerance;


    Fakten zu ZeroTolerance (aus dem Spiegel):

    2012 dürften in der Stadt so wenige Morde gezählt werden wie seit 1960 nicht mehr. Bislang wurden in diesem Jahr 366 Morde registriert, im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 472. In deutlich kleineren Städten sind die Zahlen im Vergleich erheblich schlimmer. In Chicago (2,7 Millionen Einwohner), das von Gang-Kriminalität geplagt ist, wurden 2012 bislang 462 Morde registriert. Und selbst Philadelphia mit 1,5 Millionen Einwohnern liegt in diesem Jahr bereits bei 301 getöteten Personen.

    Beobachter wie Repetto schreiben die verhältnismäßig niedrige Zahl an Morden in New York einer Polizeistrategie zu, die darauf baut, viele Verdächtige anzuhalten und zu durchsuchen. Diese Methode ist allerdings umstritten. So bemängeln Kritiker, die zahlreichen Überprüfungen von Personen gingen nicht mit einer gestiegenen Zahl beschlagnahmter Waffen einher. Die Polizei verteidigt ihre Taktik. Sie ist überzeugt, dass sich Kriminelle dadurch schon vorher überlegen, ob sie ihre Waffen überhaupt mit auf die Straße nehmen.
  9. #9

    Also einerseits ist das natürlich eine schöne Geschichte - ganz ehrlich.

    Aber andererseits könnte jeder NewYorker - in fast allen Stadtteilen- einmal abends ohne Scheuklappen um den Block laufen - und unzählig ähnliche Bedürftige finden. Um dieses Nebeneinander von (massenweise) bitterarm und steinreich überhaupt schon zu ertragen, muß man entweder völlig gefühllos sein - oder die entsprechende Hirnwäsche hinter sich haben.

    Also für mich war das ein Schock - daß jeden Abend das Pappdeckelgeschwader, meilenweit gegen den Wind müffelnd, aus irgendwelchen Löchern kroch und sich überall eine Schlafstelle - wenn man das überhaupt so nennen will - suchte.
    Ein Schock - nicht wegen den Armen. Bei uns gibts ja auch Armut - aber so etwas in einem westlichen Industriestaat - in diesen Massen?
    Da grausts einem.