Erste Hilfe Karriere: Nie mehr Bewerbungen schreiben

CorbisAnschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse - die klassische Bewerbung ist ein Auslaufmodell, glaubt Karriereberaterin Svenja Hofert. Jobsuchende werden leichter als früher im eigenen Netzwerk fündig. Und schon jetzt vermeiden es viele Unternehmen, klassische Stellenanzeigen zu schalten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-870100.html
  1. #1

    etwas vergessen...

    Ich würde sagen, die beschriebene Vorgehensweise funktioniert nur, wenn man etwas ganz wichtiges mitbringt, und zwar: Mobilität. Aber das wird hier einfach mal weggelassen, schließlich klingt das nicht mehr so easy wie ein paar Einstellungen in irgendwelchen Foren ändern. Die eigentliche Grundvorraussetzung, wäre da noch eine gute und vor allem gefragte Ausbildung / Studium, auch davon nicht so richtig viel zu lesen?! Grüße detri c
  2. #2

    Massives Problem

    der Artikel erklärt, wie personelle Ressourcenfehlallokationen entstehen durch mangelhafte Personalauswahlverfahren die zu sehr auf den Nasenfaktor setzen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse - die klassische Bewerbung ist ein Auslaufmodell, glaubt Karriereberaterin <i>Svenja Hofert</i>. Jobsuchende werden leichter als früher im eigenen Netzwerk fündig. Und schon jetzt vermeiden es viele Unternehmen, klassische Stellenanzeigen zu schalten.

    Netzwerke: Bewerbungen haben ausgedient, sagt Svenja Hofert - SPIEGEL ONLINE
    Natürlich wird man im Zweifelsfall Bewerber vorziehen, die man kennt und denen man vertraut. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, daß viele Firmen Bekannt nach dem Motto "er hat zwar keine Ahnung, aber er ist nett" einstellen.

    Mir stellt sich eher prinzipielle die Frage, was die inflationären Netzwerkkontakte wert sind. Ich habe vergleichsweise läppische 83 direkte Linked-in Kontakte, aber indirekt zigtausend. Selbst von den direkten sind viele recht oberflächlich - Manche laden einen ja nach dem ersten Gespräch als Kontakt ein. Andere sind Kollegen, mit denen man überhaupt nichts zu tun haben will aber aus Höflichkeit trotzdem dem Kontakt zustimmt. Was sagen also diese Kontakte überhaupt noch aus? Ich würde ganz bestimmt nichts geben auf Kontakte dieser Art, und wer immer sich über diesen Umweg bei mir bewirbt hätte NULL Bonus, es sei denn der Kontakt läuft über jemand, dem ich vertraue und der diese Person gut kennt. Und dann ist man sehr schnell wieder bei einem recht übersichtlichen Umfeld.

    20-30 Jährige mögen ein vielfach größeres Netzwerk haben als ich, aber wenn es um belastbare Kontakte geht, wird die Rechnung nicht viel anders aussehen.
  4. #4

    Netzwerker und Führungspersönlichkeiten

    Das alles ist ja gut und schön, jedoch sind diese Tipps für den Niedriglohn- oder Zeitarbeiter meist nutzlos. Ich würde mich freuen, wenn auf SpOn auch einmal ein paar Kniffe für Arbeiter ohne Berufsausbildung und mit Hauptschulabschluss erscheinen würden. Also für das Gros der arbeitenden Bevölkerung. Es gibt Millionen Menschen, welche in Fabriken in Spät- und Nachtschichten zu geringem Lohn schuften müssen. Jene finden jedoch nur am Rande Beachtung. Das finde uch schade. Schönes Wochenende.
  5. #5

    Was dann?

    Thema Netzwerk:
    Stellen Sie sich mal vor, alle Bewerbungen funktionieren nur noch per Netzwerk. So, jetzt haben Sie eine Tochter, deren Zeitvertreib darin besteht, Intrigen aller Art zu spinnen. Dann hat man zwar ein soziales Netzwerk, aber er arbeitet nicht für Dich, sondern gegen Dich... Oder: Du brauchst Dich erst gar nicht bemühen. Die tollen Nachrichten, die ihren Ausgangspunkt in Deiner unzufriedenen, stets eifersüchtigen Tochter haben, sind immer schneller.

    Also, genießt Euere Netzwerke solange, bis sie "gekapert" werden!
  6. #6

    was ist

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse - die klassische Bewerbung ist ein Auslaufmodell, glaubt Karriereberaterin <i>Svenja Hofert</i>. Jobsuchende werden leichter als früher im eigenen Netzwerk fündig. Und schon jetzt vermeiden es viele Unternehmen, klassische Stellenanzeigen zu schalten.

    Netzwerke: Bewerbungen haben ausgedient, sagt Svenja Hofert - SPIEGEL ONLINE
    mit älteren Menschen, die gut in ihrer Tätigkeit sind, aber eben in der klassischen Situation von wenigen guten realen Bekannten/Freunden sind und eben kein großes Netzwerk, Xing-Profil etc. haben?
    Oder einfach etwas introvertiert sind aber sich trotzdem um eine neue Arbeitsstelle kümmern (müssen)?
    Die sind mal wieder verraten und verkauft.
  7. #7

    Zitat von winfield06 Beitrag anzeigen
    mit älteren Menschen, die gut in ihrer Tätigkeit sind, aber eben in der klassischen Situation von wenigen guten realen Bekannten/Freunden sind und eben kein großes Netzwerk, Xing-Profil etc. haben?
    Oder einfach etwas introvertiert sind aber sich trotzdem um eine neue Arbeitsstelle kümmern (müssen)?
    Die sind mal wieder verraten und verkauft.
    "Ältere" haben doch Augen zum Anzeigen lesen...
    In der Regel auch die Gabe zum sprechen und Hände zum telefonieren...

    Viele haben auch alte Freunde, Mitschüler oder ehemalige Kollegen.

    Ok, einige wenige Menschen der "Xer-Generation" sind evtl. nur so beweglich, wie in Eisenbahnschiene ;-)
  8. #8

    Ich hoffe nicht, dass es so kommt, dass nur noch über "Netzwerke" eingestellt wird. Ansonsten könnte ich gleich aufgeben, denn ich hab kein solches Netz. Aber vermutlich ist der Artikel nur für Akademiker, die in einem ganz anderen Umfeld stehen. Da mag das natürlich was anderes sein.
  9. #9

    Ist der Artikel genauso hochwertig wie das Foto, das den Artikel begleitet? Die Dame rechts im Bild findet man mittlerweile recht häufig in den Medien. Also von Realitätsnähe keine Spur.