Mieten-Debatte bei Illner: Sollen sie doch nach Marzahn ziehen!

Getty ImagesDie Mieten explodieren, in vielen Metropolen verdrängen Besserverdienende Studenten und Sozialschwache aus den Innenstädten. Nun nahm sich Maybrit Illner der Debatte rund ums Schlagwort Gentrifizierung an. Die Sendung zeigte: Spitzenpolitiker scheinen sich für das Thema nicht zu interessieren.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/mayb...-a-870124.html
  1. #1

    Mit sozial schwachen ist der bauliche Erhalt der Städte nicht zu finanzieren.

    Niemand besitzt Immobilien zum Spass sondern er will damit einen Ertrag erwirtschaften. Sonst mach das ganze keinen Sinn.

    Das Problem ist die ausgesprochen fragwürdige Entwicklung der Konzentration der Bevölkerung im urbanen Raum. Diese treibt letzlich die Preise in die Höhe. Zeitgleich bieten die Städte kaum noch Arbeitsplätze, damiit treffen automatisch niedrige Einkommen auf hohe Mieten.

    Dort wo urbane Wohnquartiere billig sind verfällt die bauliche Substanz. In der Folge verschwinden jene die in der Lage wären höhere Mieten zu bezahlen. Dem kann man nur durch eine Aufwertung der Immobilien entgegenwirken, was aber die einkommensschwachen Mieter verdrängt.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mieten explodieren, in vielen Metropolen verdrängen Besserverdienende Studenten und Sozialschwache aus den Innenstädten.
    So funktioniert halt der Wohnungsmarkt. Ist jemand bereit, einen höheren Preis für die Miete oder den Kauf einer Immobilie zu zahlen, geht der mit weniger Geld eben leer aus und muss sich woanders umsehen. Ich verstehe das Problem nicht.
  3. #3

    War doch klar...

    ....dass zu den richrig wichtigen Themen nur Hinterbaenkler kommen. Die erste Garde war ja damit beschäftigt den Armutsbericht zu faelschen.
  4. #4

    Sie profitieren selbst davon

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mieten explodieren, in vielen Metropolen verdrängen Besserverdienende Studenten und Sozialschwache aus den Innenstädten. Nun nahm sich Maybrit Illner der Debatte rund ums Schlagwort Gentrifizierung an. Die Sendung zeigte: Spitzenpolitiker scheinen sich für das Thema nicht zu interessieren.

    Maybrit-Illner-Talk über Mietensteigerungen mit Ude und Illner - SPIEGEL ONLINE
    Die Sendung hat gezeigt, was alle schon wussten: Politiker aller Couleur wollen das Geldverdienen durch hemmungslose Gier und schamlose Spekulation nicht unterbinden. Zumindest nicht für jene, die es sich leisten können. Warum nicht? Da drängt sich nur eine Antwort auf: Sie profoitieren selbst davon.
  5. #5

    Oberflächlich

    Mieten (bzw. deren Steigerung) ergeben sich aus Angebot und Nachfrage.Steigende Mieten regen Investitionen in Wohnraum an, bis das ganze kippt und die Mieten wieder fallen siehe Spanien heute oder Deutschland vor 10 Jahren. Das ganze nennt der Ökonom "Schweinezyklus". Wer gegen Mieterhöhungen ist, ist für Wohnungsmangel.
  6. #6

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    So funktioniert halt der Wohnungsmarkt. Ist jemand bereit, einen höheren Preis für die Miete oder den Kauf einer Immobilie zu zahlen, geht der mit weniger Geld eben leer aus und muss sich woanders umsehen. Ich verstehe das Problem nicht.
    Tja, die Leute mit Geld wollen gerne exclusiv wohnen. Man ist gern unter seinesgleichen. Die Förderung von Sozialwohnungen läuft nach 20 Jahren ab, alte Mieter raus, als Eigentumswohnung verscherbelt. Oder es wird Luxussaniert. Was schaffen wir damit? Ghettos. Klar, Leute mit Geld wollen eben keine Bulgaren, oder Türken in der Umgebung. Es sollte jeder Politiker mal 3 Monate in Ghettos leben. Ihre Kinder auf Schulen mit 80% Ausländeranteil schicken.
    Die Stadt Dresden hat es ganz geschickt gemacht. Mal eben per Handstreich 45000 Wohnungen der Wobau an die GAGFAH verkloppt. Natürlich mit Sozialcharta. Aha, heißt das auf Verschleiß vermieten?
    In NRW wurde die LEG verkloppt. Reparaturaufträge an Handwerker wurden sofort vermindert. Nur das nötigste wird erledigt. Der ganze Wohnungsmarkt ist mafiös. Da ist es auch eine gute Maßnahme die Makler zu beschneiden, Leute, die den Suchenden auch noch die Kohle aus der Tasche ziehen wollen.
    Es wird genommen, was geht. Private Investoren mindern ihre Steuerschuld, Bauherrenmodelle nannte man das mal. Es wird echt Zeit, dass wir wieder einen starken Staat bekommen. Es wurde viel zu lange an die Leute das Feld überlassen, die zahlenmäßig in Deutschland in der absoluten Minderheit sind, momentan bei etwa 4%
  7. #7

    erst einmal sollte Herr Lindner Wohnraum in Zehlendorf für 6,- Euro zeigen!!! Ich wohne dort und kenne mich aus.

    Dann ist der viel größere Skandal, dass jemand von der TAG zu gibt, dass der Deal mit der TLG Wohnen billig war. Das hat mit Sicherheit ein Nachspiel. Ganz sicher nicht links gerichtet, finde ich es schade, dass die Linken das Paket nicht kaufen konnten. Geld genug hätten sie aufgebracht.
    Hat man Angst gehabt, dass die das als Wahlkampfschlager ausnutzen bei den nächsten Berliner Wahlen?? Hätten sie und mit Recht.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mieten explodieren, in vielen Metropolen verdrängen Besserverdienende Studenten und Sozialschwache aus den Innenstädten. Nun nahm sich Maybrit Illner der Debatte rund ums Schlagwort Gentrifizierung an. Die Sendung zeigte: Spitzenpolitiker scheinen sich für das Thema nicht zu interessieren.

    Maybrit-Illner-Talk über Mietensteigerungen mit Ude und Illner - SPIEGEL ONLINE
    Man will immer, dass die anderen nach Marzahn ziehen.
    Denn schließlich werden die Wohnungen, die man gerne möchte ja von anderen besetzt - hätte man die Wohnung bekommen, müssten die sich eine andere Wohnung suchen.
    Und zu sagen: wer den besseren Preis bietet, darf in die Wohnung ist eigentlich vernünftig.
    Vernünftiger als - wie im Sozialismus - nach Vetternwirtschaft oder Parteitreue zu entscheiden.
  9. #9

    Zitat von doc.nemo Beitrag anzeigen
    Die Sendung hat gezeigt, was alle schon wussten: Politiker aller Couleur wollen das Geldverdienen durch hemmungslose Gier und schamlose Spekulation nicht unterbinden.
    Was für ein Unsinn.

    Niemand investiert in eine Immobilie wenn er nicht auf solide Erträge hoffen kann. Ist die Nachfrage höher als das Angebot steigt der Preis und damit auch die Aussicht auf Ertrag.

    Mit Wohnraum für Einkommensschwache kann man nur durch geringe Investitionen Erträge erwirtschaften. Ausserdem müsste man in einer Situation von Wohnraummangel auf Erträge verzichten, ein wirtschaftlich unsinniges Verhalten, denn Kosten, Risiken und Investitionsbedarf bleiben.

    Wenn sie an Einkommensschwache vermieten haben sie ja nicht nur niedrige Miteerlöse, sie haben ein erhöhtes Mietausfallsrisiko und oft auch einen erhöhten Verschschleiss der Immobilie.

    Daher ist es nur logisch durch Investitionen die Immobilien aufzuwerten um einkommensstärkere Mieter zu bekommen. Zugleich muss auch das Umfeld stimmen, da der Wert einer Immobilie bzw. Mietwohnung auch durch die Lage bestimmt wird. Daher muss auch das Umfeld aufgewertet werden.

    Damit kommt eine ganz natürliche Verdrängung Einkommensschwacher zustande. Diese ist weder bösartig, noch unsozial sondern folgerichtig.