Studieren in Damaskus: "Ohne Unterricht hätte ich keine Hoffnung mehr"

AP/ SNNZu spät zum Seminar wegen einer Schießerei, dauernde Kontrollen an Checkpoints: Lina, 19, studiert Kunst an der Universität Damaskus. Mitten im Bürgerkrieg sind trotz aller Behinderungen die Vorlesungen für sie so wichtig wie nie. Politischer Streit wird ausgeblendet an der Uni.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-866956.html
  1. #1

    frage

    wie hat denn frau saloum, die nur aus beirut oder aus israel berichtet, von linas alltag erfahren? via skype? wer hat ihr linas skype-adresse gegeben?
  2. #2

    Die eigentliche Frage ist doch:

    Warum studiert jemand so etwas sinnloses wie Kunst?
  3. #3

    Sehe das Problem nicht...

    Zitat von paulibahn Beitrag anzeigen
    wie hat denn frau saloum, die nur aus beirut oder aus israel berichtet, von linas alltag erfahren? via skype? wer hat ihr linas skype-adresse gegeben?
    Falls es via Skype war, kann man davon ausgehen, dass sie einfach ein paar syrische Journalisten kennt, die ihr dieses Interview vermitteln konnten. Ohne ein paar Kontakte kommt man nicht weit in diesem Geschäft.
    Auch nicht auszuschließen ist, dass sie tatsächlich nach Damaskus gereist ist. Wer zwei Pässe besitzt, kann sowohl nach Israel als auch in den Libanon oder nach Syrien einreisen, solange die Besuche auf der jeweils anderen Seite nicht an die große Glocke gehängt werden.
  4. #4

    @johnbatz

    war Ihre Frage ersnt gemeint? Ich hoffe nicht, denn ohne Kunst wäre das Leben doch sehr öde!
  5. #5

    optional

    lieber johnbatz,

    ich finde es immer wieder schlimm wie ignorant doch viele Menschen gegenüber aktiv Kulturschaffenden sind und ihre Arbeit herabwerten.
    Ja, Kunst IST wichtig. Künstler greifen Gesellschaftspolitische Fragen auf, bearbeiten sie, machen sie verständlich. Kunst steht in einer Wechselbeziehung zu anderen Kulturgütern wie Musik, Film, Theater, Literatur etc. Auch wenn man selbst nichts damit anfangen kann und niemals in eine Museum gehen würde, keinerlei Musik hört und sich auch anderen kulturellen Aktivitäten verweigert:
    Kunst zu studieren ist alles andere als überflüssig. Qualtitativ hochwertige Kunst bedarf einer entsprechenden Ausbildung in der man lernt eine eigene Position zu entwickeln und reflektiert zu arbeiten. Das geht nicht wenn man am Wochenende nebenbei Blumenstilleben und Pferdchen malt. Künstler sind letztlich ein Sprachrohr und ihre Arbeit ein Prozess einer Lebensäusserung.
  6. #6

    Ohne Zensur

    Zitat von joki81 Beitrag anzeigen
    Falls es via Skype war, kann man davon ausgehen, dass sie einfach ein paar syrische Journalisten kennt, die ihr dieses Interview vermitteln konnten. Ohne ein paar Kontakte kommt man nicht weit in diesem Geschäft.
    Auch nicht auszuschließen ist, dass sie tatsächlich nach Damaskus gereist ist. Wer zwei Pässe besitzt, kann sowohl nach Israel als auch in den Libanon oder nach Syrien einreisen, solange die Besuche auf der jeweils anderen Seite nicht an die große Glocke gehängt werden.
    Das glauben Sie wohl selber nicht.
    Frau Salloum twittert sich Ihre Nachrichten heran. Kann man gut auf ihrem Twitter verfolgen. Das ist kein seriöser Journalismus, genau wie dieser Artikel. So etwas kann man in der Bild sonst lesen und nun auch hier.
  7. #7

    gesunde Skepsis?

    Zitat von paulibahn Beitrag anzeigen
    wie hat denn frau saloum, die nur aus beirut oder aus israel berichtet, von linas alltag erfahren? via skype? wer hat ihr linas skype-adresse gegeben?
    So wie ich das verstehe, sind / waren Syrien und der Libanon fast wie ein Land. Ich habe auch gelesen, dass viele junge Syrer zum feiern nach Beirut fahren, um den Krieg und den Alltag in Damaskus zu vergessen. Und sehr viele sind dort im Exil, unter anderem Kommilitonen der interviewten Person, wie uns der Artikel verrät. Ich nehme also an, so gut wie JEDER in Beirut kennt irgendeinen Syrer. Wie soll also der Skype Kontakt schon zustande gekommen sein? So, wie alle Kontakte zustande kommen! Etwas gesunde Skepsis in allen Ehren, aber bei manchen scheint das krankhafte Züge anzunehmen. SPON Foristen scheinen dafür besonders anfällig zu sein