Vorstellungsgespräch: "Warum sind Sie eigentlich so unfähig?"

CorbisWer oft den Job wechselt, ist sprunghaft - und unbeweglich, wer es selten tut. Wer viel redet, ist vorlaut - und verstockt, wer wenig spricht. Bei Bewerbungen gibt es nur falsche Antworten, sagt Karriereberater Martin Wehrle. Die Spezialität vieler Personaler: die gehobene Schweinerei.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-869679.html
  1. #1

    unfähig?!

    Zum Beispiel wurde eine Softwareentwicklerin gebeten: "Können Sie mal ausnahmsweise eine kluge Antwort geben?" Und von einem Versicherungsmathematiker wollte man wissen: "Warum hält Ihr jetziger Chef Sie für so unfähig, dass er Sie nicht befördert?"
    Vorstellungsgespräch: Martin Wehrle über die Willkür der Personaler - SPIEGEL ONLINE
    Der Programmierer hat sich sicher nur auf das Gegenüber eingestellt - kluge Antworten hätten sicher überfordert. Solche Leute meinen immer 'dummes zustimmen, Speichellecken' sei eine kluge Antwort.
    Und das der aktuelle Chef unfähig zur Beförderung war liegt sicher an der Verwandschaft zum Fragesteller - zumindest geistig!

    PS das alles rührt daher, dass das Peter-Prinzip nun überall erfüllt ist und jeder dort sitzt wo er den größten Schaden anrichten kann (früher wurden die maximal zum Kohle polieren eingestellt und im Kohlenkeller endgelagert)
  2. #2

    optional

    Oh wie treffend ;-)

    Und dann klagen doch die selben Manager und Personaler über die ach so schlechten Bewerber.
    Wobei manche Bewerber intellektuell weit über Manager und Personaler stehen. So jemand wird natürlich nicht eingestellt.
    Macht macht dumm und kriminell.
    Zum Unglück mancher hat sich das nun auch noch herumgesprochen.
  3. #3

    Warum sollte ich ihr Mitarbeiter werden

    Bei so einen Irrenhaus ist man doch froh, dass man kein Mitarbeiter geworden ist. Man muss sich nicht alles gefallen lassen und wer sein Bewerber schon so behandelt, der behandelt seine Mitarbeiter nicht anderes und seine Kunden dürfen sich bedanken.
  4. #4

    Das mit ausländischen Namen...

    ... ist doch jedem bekannt.
    Wenn ich die Wahl habe zwischen einem 1.5 Uni Abschluss eines Herren Maier und eines Herren Güdoyrüm, dann nehme ich natürlich Herr Maier.
    Um sich für Herren Güdoyrüm zu entscheiden, müsste dieser bessere Qualitfikationen bringen, also neben einem 1er Schnitt auch mehr/bessere Praktikas und eventuell soziales Engagement, damit ich sehe, dass es kein prügelnder Türke ist, wie es wohl jeder hierzulande ist nach Meinung aller nicht Türken.
    Dann wird denen vorgeworfen, man ist zu agressiv, aber wenn ein intelligenter junger Mann türkischen Namens so behandelt wird, dann kann man es sich vorstellen, was mit den etwas weniger klugen oder gebildeten türkischen Namensinhaber gemacht wird.
    Ich selbst bin kein Türke, aber habe einen nicht ganz deutsch klingenden Nachnamen. Trotz Abitur und Top Uni und vorherigem Top Arbeitgeber, scheint man immer der "Sch.iss Ausländer" zu sein, auch wenn man sich noch soviel Mühe gibt frendlich und hilfsbereit zu sein - mehr als die meisten deutschen.
    Viele würden eher einen saufenden faulen Deutschen bevorzugen, als einen gebildeten Ausländer.
  5. #5

    Alles wahr ...

    Das ist schnell kommentiert: Stimm alles!
    Vieles davon schon selbst erlebt.
  6. #6

    Kommt mir bekannt vor

    Vieles was in dem Artikel steht klingt sehr vertraut. DIe meissten Treffer in dieser Art allerdings habe ich bei einem 5 Stunden Vorstellungsgespräch bei Accenture erfahren. Als es mir dann doch zu blöd wurde, habe ich mich freundlich, aber mitten im Gespräch verabschiedet.
  7. #7

    Keine Macht dem Titel!

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Wobei manche Bewerber intellektuell weit über Manager und Personaler stehen. So jemand wird natürlich nicht eingestellt.
    Immer wieder eine gern verbreitete Ignoranz gegenüber anderen Wahrnehmungen und Sichtweisen, welche vor allem von Mitgliedern der "MINT"-Fächer praktiziert wird.
    Angehörige der Sozialwissenschaften sind immer "doofer" und haben "komische" Ansichten. Das der Techniker bzw. Naturwissenschaftler einfach ein Problem damit hat seinen Pragmatismus nicht mit fehlender sozialer Kompetenz gleichzusetzen kommt natürlich überhaupt nicht in Frage. Wenn vielleicht doch sind soziale Kompetenzen lediglich ein unnötiges Ärgernis, welche ja von BWLern (alles nicht-technische ist irgendwie automatisch BWLer) erfunden wurde um die braven und klugen Menschen zu Ärgern.

    Rüpel und Idioten gibt es überall, der einzelne kann im Prinzip nur zusehen sich selbst und seine Handlungen zu reflektieren um keiner von eben jenen zu werden.
  8. #8

    fragwürdiges Anspruchs-Denken

    Man muss sich fragen, was die neuen Generationen von Personal-Chefs für Arbeitsnehmer haben wollen.
    Die älteren Generationen (80er und 90er Jahre) waren toleranter und stellten auch Menschen ein, die irgendwie "anders" sind. Heute dagegen scheinen die Personaler eine Schablone zu tragen - und wer nicht durch die Schablone steigen kann, der kommt einfach nicht in Frage. Die Schablone sieht so aus, dass man alle Ansprüche und Kriterien, die auf der Liste zum freien Posten stehen, erfüllen muss ? Wieviele Behinderte z. B. werden im Bereich IT oder im Bereich Management eingestellt ? Da sahen die 80er bzw. die 90er Jahre eher besser aus.
  9. #9

    Geil

    Der Artikel trifft voll ins Schwarze!