Campervan-Bildband: Mit Gardine in den Dschungel

Frank Hallam DayLicht scheint hinterm Vorhang, Lampions baumeln an der Markise, und alles unterm Sternenhimmel: Wenn Wohnwagenbesitzer ihre Häuslichkeit mitten in die Natur verlegen, wird's surreal. Ein Fotograf hat sich in Florida bei Nacht auf die Lauer gelegt - und Aufnahmen von mysteriöser Schönheit gemacht.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-868051.html
  1. #1

    ...

    die gedankengänge des fotografen sind unglaublich arrogant und überheblich. denkt er wirklich, weil er im zelt schläft und ein lagerfeuer entzündet, hätte er einen besseren draht zur natur als die den komfort liebenden van-camper? ich kenne jetzt die camper im dschungel von florida nicht, aber auch ich bin mit dem motorhome mehrere male monatelang im westen der USA unterwegs gewesen und habe viele gleichgesinnte getroffen. bei den meisten kann man sehr wohl eine tiefe liebe zur und einfühlungsvermögen in die natur feststellen. deswegen sind die leute ja dort! die natur zu mögen und zu verstehen bedeutet ja nicht, auf einige errungenschaften der technik zu verzichten, die einem den aufenthalt leichter machen. merke: auch der menschliche verstand, der diese dinge erfand, ist naturgegeben!

    im übrigen finde ich die spannerartige herumschleicherei des herrn abstoßend. es wäre durchaus möglich gewesen, mit den campern kontakt aufzunehmen und dennoch fotos zu machen. aber mit menschen derartig unvollkommenen naturverständnisses zu reden, ist wahrscheinlich unter seinem niveau. ist er neidisch auf die zufriedenheit dieser leute? kann er es nicht ertragen, dass sie ihren weg gefunden haben, künstliche beleuchtung einiger weniger quadratmeter mit mond- und sternenlicht für sich in einklang gebracht zu haben? soll er doch eulen fotografieren, aber die nehmen ja reißaus vor ihm und seinem lagerfeuer!..:-)
  2. #2

    Zitat von mephisto1997 Beitrag anzeigen
    die gedankengänge des fotografen sind unglaublich arrogant und überheblich...usw...usf...
    Ja aber hallo, was ist denn Ihnen passiert? Hier geht es um einen Bildband und einen Fotografen, der aus künstlerischem Interesse den Zusammenprall von hochtechnisierten Zivilisationsflüchtlingen und der Natur beschreibt. Sonst nichts. Alles andere interpretieren Sie - vielleicht aus persönlichen Gründen? - selbst rein.

    Dass der Fotograf kein Interesse an einer Kontaktaufnahme mit den Campern oder an einem eigenen Campingurlaub hat, kann Ihnen ja wohl egal sein.
  3. #3

    ...

    Zitat von ksail Beitrag anzeigen
    Ja aber hallo, was ist denn Ihnen passiert? Hier geht es um einen Bildband und einen Fotografen, der aus künstlerischem Interesse den Zusammenprall von hochtechnisierten Zivilisationsflüchtlingen und der Natur beschreibt. Sonst nichts. Alles andere interpretieren Sie - vielleicht aus persönlichen Gründen? - selbst rein.

    Dass der Fotograf kein Interesse an einer Kontaktaufnahme mit den Campern oder an einem eigenen Campingurlaub hat, kann Ihnen ja wohl egal sein.
    na, dann lesen sie sich den artikel nochmal in ruhe durch. sie werden erkennen, dass es sehr wohl auch um die gedankengänge des fotografen, teils in indirekter form, teils in direkten zitaten geht. das habe ich nicht reininterpretiert! dass ich mir darüber dann dennoch eine meinung (interpretation) erlaube, ist ja wohl legitim.
  4. #4

    Oh jemine,

    Zitat von mephisto1997 Beitrag anzeigen
    die gedankengänge des fotografen sind unglaublich arrogant und überheblich. denkt er wirklich, weil er im zelt schläft und ein lagerfeuer entzündet, hätte er einen besseren draht zur natur als die den komfort liebenden van-camper? ich kenne jetzt die camper im dschungel von florida nicht, aber auch ich bin mit dem motorhome mehrere male monatelang im westen der USA unterwegs gewesen und habe viele gleichgesinnte getroffen. bei den meisten kann man sehr wohl eine tiefe liebe zur und einfühlungsvermögen in die natur feststellen. deswegen sind die leute ja dort! die natur zu mögen und zu verstehen bedeutet ja nicht, auf einige errungenschaften der technik zu verzichten, die einem den aufenthalt leichter machen. merke: auch der menschliche verstand, der diese dinge erfand, ist naturgegeben!

    im übrigen finde ich die spannerartige herumschleicherei des herrn abstoßend. es wäre durchaus möglich gewesen, mit den campern kontakt aufzunehmen und dennoch fotos zu machen. aber mit menschen derartig unvollkommenen naturverständnisses zu reden, ist wahrscheinlich unter seinem niveau. ist er neidisch auf die zufriedenheit dieser leute? kann er es nicht ertragen, dass sie ihren weg gefunden haben, künstliche beleuchtung einiger weniger quadratmeter mit mond- und sternenlicht für sich in einklang gebracht zu haben? soll er doch eulen fotografieren, aber die nehmen ja reißaus vor ihm und seinem lagerfeuer!..:-)
    wie kann man einen harmlosen Artikel nur dermassen negativ lesen und bewerten? Ich habe mich richtig erschrocken ueber Ihre negative Art. Hier wird verteidigt, wo gar nicht angegriffen wurde. *Schuettel*
  5. #5

    netter fuppes

    Wie man auf fast jedem der gezeigten Fotos unschwer erkennen kann, hat der Fotograf mit zusätzlichem Licht gearbeitet, das zudem direkt auf die Camper gerichtet wurde. In vielen Fällen scheint es sich dabei sogar um einen Blitz gehandelt zu haben. Wer dann noch glaubt, dass tatsächlich keiner der Insassen der fotografierten Wohnmobile eine derartige Lichtquelle vor dem Fenster bemerkt hat, der dürfte ziemlich auf dem Holzweg sein. Aber natürlich lässt sich solch ein Bildband mit der Geschichte des einsam umherschleichenden "Vampirfotografen" weit besser verkaufen. Hab ich ja auch nichts dagegen. Aber ab und an mal wieder ein bisschen mehr Wahrhaftigkeit würde dem Spiegel eigentlich ganz gut tun.
  6. #6

    Zitat von klicklack Beitrag anzeigen
    Wie man auf fast jedem der gezeigten Fotos unschwer erkennen kann, hat der Fotograf mit zusätzlichem Licht gearbeitet, das zudem direkt auf die Camper gerichtet wurde. In vielen Fällen scheint es sich dabei sogar um einen Blitz gehandelt zu haben. Wer dann noch glaubt, dass tatsächlich keiner der Insassen der fotografierten Wohnmobile eine derartige Lichtquelle vor dem Fenster bemerkt hat, der dürfte ziemlich auf dem Holzweg sein. Aber natürlich lässt sich solch ein Bildband mit der Geschichte des einsam umherschleichenden "Vampirfotografen" weit besser verkaufen. Hab ich ja auch nichts dagegen. Aber ab und an mal wieder ein bisschen mehr Wahrhaftigkeit würde dem Spiegel eigentlich ganz gut tun.
    Schade. All die unqualifizierten Kommentare zu wirklichen gelungenen und schönen Fotos.
  7. #7

    stimmt eigentlich

    @waldbaer, tatsächlich habe ich mich heute morgen zu einem "unqualifizierten" Kommentar hinreißen lassen und dabei vergessen zu erwähnen, dass mir die meisten dieser Fotos sogar ausgesprochen gut gefallen. Abgesehen von den Aufnahmen, auf denen mir persönlich das direkte frontale Licht zu intensiv und deshalb stimmungstötend ist. Aber das ist ja Geschmacksache. Die Story vom unentdeckten Fotografen stimmt aber irgendwie trotzdem nicht, das fällt imho auf und allein darauf hab ich mich bezogen. ;)
  8. #8

    Meine Güte

    Ich finde die Bilder einfach schön und die Meinung des Fotografen hat für mich nichts mit Arroganz zu tun. Es behauptet auch keiner, die Leute würden die Natur nicht mögen. Ich war schon oft Campen und musste beim Betrachten der Bilder an manche Dauercamper auf den Campingplätzen denken. Mitten in der Natur und doch so weit davon entfernt. Viele schaffen sich ihr häusliches Refugium, nur dass halt Grün drumherum ist.
    Jeder hat so seine Präferenzen und das ist auch gut so.

    Dennoch sind die Bilder mit ihrem Kontrast aus Technik und Natur schön und auf besondere Art fasznierend.
  9. #9

    ganz und gar...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Licht scheint hinterm Vorhang, Lampions baumeln an der Markise, und alles unterm Sternenhimmel: Wenn Wohnwagenbesitzer ihre Häuslichkeit mitten in die Natur verlegen, wird's surreal. Ein Fotograf hat sich in Florida bei Nacht auf die Lauer gelegt - und Aufnahmen von mysteriöser Schönheit gemacht.

    Bildband Nocturnal: Frank Hallam Day fotografiert Wohnwagen in Florida - SPIEGEL ONLINE
    ... eine äusserst schöne Serie. Subjektive Fotografie, Idee, gut
    variiert, vertraut mit den ganz eigenen, wundersamen Ästhetikwerten
    der gebrochenen Farben, des weichen "Sfumato", wie es die meister-
    lichen italienischen Renaissancemaler, besonders die aus den Reihen
    ihrer "Landschafter", das nannten. Erste Assoziation: "aha, der Zöllner
    Rousseau ist wieder da, hat den Pinsel weggelegt und eine Kamera
    gekauft. (Jokestatus aus). Nein, auch ein wenig Gauguin ist dabei.
    Gerade in dem Foto, in dem man durch das Grün des Vordergrunds
    eine bergige Landschaft sehen kann. Das war für mich eine Variation
    der Landschaft von Fatu Hiva. Wunderschön. Wieder einmal spannend.
    Dankeschön für den gelungenen Artikel.