Krebskranke Ratten: Genmais-Studie fällt bei EU-Behörde durch

APSchockierende Bilder von Ratten, die mit Tumoren übersät waren, dazu das Reizwort Genmais: Eine Studie französischer Forscher machte europaweit Schlagzeilen. Im Nachhinein zeigt die Bewertung durch EU-Behörden und andere Forscher - wissenschaftlich war die Arbeit mangelhaft.

Genmais: Efsa legt Abschluss-Bewertung zu Seralini-Studie vor - SPIEGEL ONLINE
  1. #10

    Es kann nicht sein

    Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Es ist bestimmt ein Zufall das ein Studie die behauptet Genprodukte wären gefährlich von der Lobby, Entschuldigung, natürlich von besorgten Politikern so vehement kritisiert wird. Es ist bestimmt auch ein Zufall das die meisten Studien von der Gen-Industrie bezahlt werden und die werden ganz sicher total objektiv abgewickelt. Und die Forscher werden von der Industrie dafür belohnt das sie die Gefahren aufzeigen...
    In der Realität werden allerdings kritische Forscher gefeuert...
    Leider sind wir alle Testobjekte, wir erfahren nicht mal welche Nutztiere mit Genmais gefüttert werden....
    Und bestimmt ist Roundup Mais total gesund, immerhin ist der resistent gegen die stärksten Pfanzengifte die wir kennen.
    Dabei sollte jedem klar sein das das Zeug sich nicht auflöst und den Verbraucher vergiftet.
    Das ist die Realität der Gen-Forschung. Es geht darum noch mehr Pfanzen- und Insektengifte einzusetzen und das ist doch total gesund, oder?
    Mahlzeit
  2. #11

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So schreibt etwa Toxikologe Andrew Cockburn von der University of Newcastle, es sei anhand des Designs und der Präsentation der Studie sofort klar, dass sie nicht von erfahrenen Toxikologen durchgeführt wurde.
    Vielen Dank lieber Spiegel, dass Sie uns mit solch hochwertigen Informationen versorgen. Eine kleine Internetrecherche hätte ergeben, dass dieser gewisse Andrew Cockburn in der Vergangenheit unter anderem für Monsanto, AgrEvo mittlerweile Aventis bzw. Bayer gearbeitet hat.
    Wie kann man von solchen befangenen Wissenschaftler Aussagen in einen Bericht über Lebensmittelgentechnik einfließen lassen?
    Quellen:
    Andrew Cockburn - United Kingdom | LinkedIn
    ABTR Network-Andrew Cockburn
    Document Display | NSCEP | US EPA

    Zitat von Tsardian Beitrag anzeigen
    Ergo Ziel erreicht, und Seralini und seine Bioindustrie-Kumpels können sich an weiter steigenden Umsätzen erfreuen.
    Es scheint eher andersherum zu sein. Gekaufte Experten versuchen unabhängige Wissenschaftler zu diskreditieren und ihre Forschungsergebnisse herabzustufen.
  3. #12

    EU-Behörden und andere Forscher - wissenschaftlich war die Arbeit mangelhaft

    Was hat diese Aussage gekostet? 10 oder 50 Millionen?
  4. #13

    Warum werden meine Kommentare nie veröffentlicht?

    Liebes Spiegel-Online Team. Warum werden eigentlich all meine Beiträge nie veröffentlicht? Ich schreibe doch gar nichts schlimmes.

    Wer sich einmal über Monsanto ein Bild machen möchte, kann einmal, nur so zum Spaß, "Monsanto" bei YouTube eingeben.

    Mehr habe ich nicht zu sagen. Kann man das nicht veröffentlichen?
  5. #14

    Es darf nichts sein, wo nicht

    Endlich mal eine vernünftige Entscheidung der Behörden. Es ist stets symptomatisch, wie alle Ergebnisse und Entscheidungen pro-Gentechnik sofort auf den Lobbyismus geschoben werden, doch alles dagegen absolut unvoreingenommen sein soll. De facto hat sich eine ganz enorme Öko/Biolobby gebildet, die ihrerseits kräftigen Lobbyismus betreibt und in der Regel mit mehr Wählerstimmen ködern kann. Seralini selbst hat sich in diversen Publikationen bereits klar gegen die Gentechnik positioniert und ist daher unfähig, ergebnisoffene Forschung zu betreiben. Davon abgesehen sollte seine Geheimnistuerei um seine Daten sowie das Abkommen mit der Journalie vor der Publikation besagten Papers eigentlich arges Misstrauen wecken. Er hat anscheinend einiges zu verbergen.
  6. #15

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Ich frage mich auch, ob es ethisch vertretbar ist, Nagetiere unter diesen Bedingungen zu halten, nur um Fotos zu schießen, die zu nichts anderem dienen als zur Propaganda", schreibt Anthony Trewavas von der University of Edinburgh.
    Anscheinend hat die Arbeit von Mister Trewavas auch ein bisle Geschmäckl. Wer als Professor für eine Lobbyorganisation der Gentechnikindustrie arbeitet ist nicht wirklich die Referenz an der Wissenschaftlichkeit gemessen werden sollte.
    Es ist enorm traurig, welche miserable journalistische Arbeit SpOn wieder einmal an den Tag legt. Ich werde mich weiterhin weigern den Spiegel im Laden zu kaufen, solange solche eine miese Berichterrstattungsqualität vorherrscht.
    Quellen:
    Scientific Advisory Forum | Scientific Alliance
    Professor Anthony Trewavas » Political Cleanup
  7. #16

    stimme zu

    Zitat von thinkrice Beitrag anzeigen
    Könnten Sie uns bitte an ihren Informationen und Weisheit teilhaben lassen? In dem kommentierten Artikel finden sich keine Angaben über die Lebensdauer der Ratten und einer arttypischen Häufung des Krebstodes. Entweder haben Sie mir unbekannte zusätzliche Informationen, dann bitte ich Sie diese uns mitzuteilen, oder Sie schwurbeln geistbefreit etwas daher.

    Interessant finde ich jedoch die Aufteilung des SpOn Artikels. Drei komplette Absätze werdem dazu benutzt die durchaus berechtige Empörung der Wissenschaftler über die unseriöse Darstellung der Forschungsarbeit darzustellen, während hingegen die wirklich gewichtige Kritik an der Studie innerhalb eines Absatzes mit zwei Sätzen und einer Aufzählung abgehandelt wird.
    Es wäre durchaus interessant zu wissen welche wichtigen Informationen zur statistischen Analyse fehlen und was es mit der Unvollständigkeit der Daten auf sich hat.
    Es ist doch merkwürdig, das die Efsa sich an der Datenbasis und dem Versuchsdesign stößt aber anscheinend gleichzeitig die eigene Zulassungsuntersuchung nicht offenlegt.

    Einige im Artikel aufgeführte Kritikpunkte betreffen weniger die Ergebnisse selbst, sondern die Veröffentlichungspraxis.

    Wenn damit erreicht wird, dass nun aufwändigere neutrale Studien angestoßen werden, hätte der französische Forscher sein Ziel erreicht.
    Und uns wäre auch geholfen.
  8. #17

    GEN MAIS TÖTET ... nicht

    In Deutschland, wo seit langem die Angst vor Chemie, Atom und Gentechnik die Angst vor dem Fegefeuer abgelöst hat, fallen solch manipulatine Studien natürlich auf fruchtbaren Boden.
    Diese Meldung wurde recht unkritisch als „alarmierend“ in vielen deutschen Medien verbreitet. Deutsche Medien schüren all zu gern die Umwelt-Angst, Umweltbewegungen profitieren davon.
    Die Studie war manipulativ:
    Eine Analogie kann dies verdeutlichen: Drei von zehn Bundesbürgern sterben derzeit an Krebs. Greift man beliebig zehn Bundesbürger heraus, sterben aber nur selten genau drei davon an Krebs. Die tatsächliche Zahl der Krebsfälle schwankt dabei zwischen null und zehn. Wenn man wissen möchte, ob das Essen von Bonbons die Krebssterblichkeit erhöht, aber nur zehn Bürger untersucht, die keine Bonbons essen, dann kann es leicht sein, dass von diesen zehn nur zwei an Krebs sterben. Daraus kann man aber nicht schließen, dass Bonbons die Sterblichkeit um 50 Prozent (von zwei auf drei) erhöhen. Genau dieser Fehler wurde aber bei der Gen-Mais Studie gemacht.
    www.unstatistik.de
  9. #18

    Jedem seine eigene Wahrheit....

    Zitat von wakaba Beitrag anzeigen
    ...Genmais ist ein Problem weil das Produkt dazu dient Bauern und Verbraucher zu knüppeln...
    erklären Sie mal bitte erstens, wodurch die Bauern "geknüppelt" werden. Meines Wissens haben wir Vertragsfreiheit, und niemand ist gezwungen, etwas zu kaufen, anzubauen oder sonst etwas.

    Zitat von wakaba Beitrag anzeigen
    ...der Lobbyismus die demokratischen Prozesse stört und die besagte Maisvariante teil eines vertikalen Gewinngerüstes ist und nur mit Roundup einigermassen funktioniert...
    Zweitens sollten Sie uns über Ihre Abgrenzung von "Lobbyismus" und "demokratischen Prozessen" aufklären. Dazu sollten Sie bitte auch noch erläutern, welcher der beiden Kategorien Sie eine "Studie" zuordnen, die offensichtlich gerade von einer ganzen Reihe von Wissenschaftlern in der Luft zerrissen wurde.

    Zitat von wakaba Beitrag anzeigen
    ...Nun zeigt eine Studie, unter vielen, das Roundup gefährlich ist...
    Und drittens sollten Sie uns noch mitteilen, warum Sie weiter an eine Studie glauben, die bei der wissenschaftlichen Überprüfung durchgefallen ist.
  10. #19

    Zitat von thinkrice Beitrag anzeigen
    Es scheint eher andersherum zu sein. Gekaufte Experten versuchen unabhängige Wissenschaftler zu diskreditieren und ihre Forschungsergebnisse herabzustufen.
    Es zeugt nicht gerade von viel Fachkompetenz wenn Sie alleine aufgrund der Finanzierung eine Studie als solches diskreditieren respektive eine Manipulation unterstellen. Grundsätzlich können entsprechende Aussagen sogar als juristisch relevante Diffamierung gewertet werden.

    Aber in dem Fall ist der Vorwurf sowieso witzig, denn Séralinis Arbeit wirdu.a. von Greenpeace bezahlt. Ein Schelm wer da vermuten würde, das Ergebnis falle dementsprechend aus. Dass Greenpeace ein massiver Lobbyist in der Sache ist, der gerne auch mal Fakten verdreht und jede Differenzierung vermissen lässt, ist ja hinlänglich bekannt.