Journalismus-Einsteiger: Krise war immer

DPADie "FTD" wird abgewickelt, die "Frankfurter Rundschau" ist pleite, die Agentur dapd ebenso. Wie fühlen sich junge Journalisten, die ihren Platz in dieser krisenhaften Medienwelt suchen? Drei von ihnen erzählen von Hungerlöhnen, Kampfgeist und der Arroganz vieler Medienmanager.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-869469.html
  1. #1

    Etwas einseitig

    Dass sich die Medienbranche so zum Negativen verändert hat ist hart für alle, die in diesem Berufsfeld arbeiten. Dass darüber berichtet wird ist gut, aber wieso kommen hier nur junge Leute zu Wort, die vom Arbeitsalltag nichts wissen. Fünf Jahre in der Journalistenschule machen noch keinen Journalisten. Die Menschen, die hier geschrieben haben, haben noch alle Möglichkeiten. Wenn sie merken es wird nichts, können sie jederzeit umdrehen. Fragt doch mal jemanden, der älter ist und seinen Job verliert; der keine Ahnung von Bildbearbeitung, Podcasts und CMS hat. Oder jemanden, der in die Altersteilzeit gedrängt wird, weil keiner mehr nach Tarif zahlen will. Ein gelungene Mischung aus Meinungen fehlt mir in diesem Artikel. Dazu kommt - aber das ist meine persönliche Meinung - dass gerade diese überambitionierten, geleckten Pulitzerpreisanwärter so unsympathisch sind, dass ich selbst sie nicht in meiner Redaktion sitzen haben wollte!
  2. #2

    Journalisten

    sind seit etwa zehn Jahren - bis auf wenige Ausnahmen - die Verlierer. Viele schaffen es nur, weil sie von den Eltern finanziell unterstützt werden.
  3. #3

    Ein sich selbst beschleunigender Prozess

    Die Journalisten werden immer schlechter bezahlt - sind aber auch immer schlechter qualifiziert und politisch borniert.
    Es wird mit den Druckmedien weiter abwärts gehen.
  4. #4

    Überzeugt

    Wer glaubt, Journalismus sei ausschließlich Handwerk, das sich erlernen ließe, irrt gewaltig. Es gehört auch eine große Portion Talent dazu. Zwei der drei Autoren haben dieses Talent nicht.
  5. #5

    Zitat von spon-facebook-1140873375 Beitrag anzeigen
    Wer glaubt, Journalismus sei ausschließlich Handwerk, das sich erlernen ließe, irrt gewaltig. Es gehört auch eine große Portion Talent dazu. Zwei der drei Autoren haben dieses Talent nicht.
    Diejenigen Journalisten die meinen mit Negativmeldungen Leser zu motovieren, irren sich. Viele wollen diesen pessimistischen Voraussageschrott nicht mehr lesen.
    Ich denkle auch mal, daß das Fernsehen in dieser Hinsicht nachziehen wird. Am besten fühlen sich doch diejenigen, die wederZeitung lesen, noch Nachrichten hören.
  6. #6

    Irgendwas mit Medien

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    Die Journalisten werden immer schlechter bezahlt - sind aber auch immer schlechter qualifiziert und politisch borniert.
    Es wird mit den Druckmedien weiter abwärts gehen.
    Journalisten werden auch deswegen mit schlechter Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen konfrontiert, weil viel zu viele Junge Menschen eine Ausbildung "Irgendwas mit Medien" machen. Diese Berufe werden definitiv gebraucht, aber es sind viel zu viele Leute auf dem Markt, und der Markt regelt die Gehälter.

    Was die angehende Journalistin angeht, so habe ich angesichts der undifferenzierten Aussage über die angebliche Schlechterbezahlung von Frauen erhebliche Zweifel daran, ob es sich hier um eine künftige seriöse Journalistin handelt oder nur um eine Person, die gängige Meinungen nachplappert (bei genauer und differenzierter Betrachtung löst sich die angeblich so grosse Gender Pay Gap nahezu auf).

    Entsprechend würde ich der Dame selbstverständlich ein schlechteres Gehalt als anderen Personen bezahlen, aber nicht auf Grund des Geschlechts, sondern auf Grund mangelnder journalistischer Eignung.
  7. #7

    optional

    Schade: Auf die Situation beim Fernsehen und Hörfunk wird nicht eingegangen - obwohl die Konkurrenzsituation dort um ein vielfaches (besonders TV) höher ist, als beim Print.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "FTD" wird abgewickelt, die "Frankfurter Rundschau" ist pleite, die Agentur dapd ebenso. Wie fühlen sich junge Journalisten, die ihren Platz in dieser krisenhaften Medienwelt suchen? Drei von ihnen erzählen von Hungerlöhnen, Kampfgeist und der Arroganz vieler Medienmanager.

    Journalistenausbildung: Unsichere Zeiten für den Nachwuchs - SPIEGEL ONLINE
    Ein Problem des Journalismus von heute: Auf das Handwerk wird kaum noch wert gelegt. Es wird nicht mehr sauber zwischen Bericht und Meinung getrennt. Selbst einfachste Recherche wird manchmal unterlassen. Und wenn das so ist, brauche ich auch ich mir auch keine Zeitung oder Zeitschrift kaufen.

    Ein gutes Beispiel ist die Geschichte mit den Ratten und den Genmais. Es ist war ein Presseskandal. Merkel wurde kritisiert, als sie sagte, Guttenberg wäre nicht wissenschaftlicher Mitarbeiter, was ja gewissermaßen stimmt. Ein Journalist aber hat die verdammte Pflicht, die Quellen zu prüfen und kritisch zu sein. Eigentlich hätte die Kritik an der SZ und anderen Publikation viel stärker ausfallen müssen als einst bei Guttenberg.
  9. #9

    Journalismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "FTD" wird abgewickelt, die "Frankfurter Rundschau" ist pleite, die Agentur dapd ebenso. Wie fühlen sich junge Journalisten, die ihren Platz in dieser krisenhaften Medienwelt suchen? Drei von ihnen erzählen von Hungerlöhnen, Kampfgeist und der Arroganz vieler Medienmanager.

    Journalistenausbildung: Unsichere Zeiten für den Nachwuchs - SPIEGEL ONLINE
    Wir brauchen echten Journalismus.
    Journalismus der hinterfragt.
    Journalismus der enthüllt.
    Tätige Hilfe beim Verschleiern der Lügen unserer "Volksvertreter" ist nicht von Nöten.
    Solcher Journalismus ist verzichtbar.
    Das dürfte der Grund für die Pleiten sein, denn irgendwann hat man es satt die immer gleichen Lügen in den verschiedenen Blättern zu lesen.
    Der Spiegel ist da keine Ausnahme.