Umstrittener Gesetzentwurf: Wissenschaftler verreißen Leistungsschutzrecht

DPAEine Reihe namhafter Wissenschaftler hat sich unter Führung des Max-Planck-Instituts für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht gegen das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverleger gewandt. Der Gesetzentwurf sei weder sinnvoll noch durchdacht, so das vernichtende Urteil.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-869739.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ie erste Lesung findet in der Nacht von Donnerstag auf Freitag statt. Angesetzt für Tagesordnungspunkt 19 ist aktuell die Zeit zwischen 2.05 und 2.45 Uhr am Freitagmorgen.[/url]
    Und die wollen uns ernsthaft erzählen das um die Uhrzeit Jemand vor Ort ist? Wer soll das denn glauben?
  2. #2

    Naja

    es wird immer 'Der Bundestag' berat geschrieben. Es ist ja normal, dass sich nicht jeder Politiker mit jedem Thema auskennt und dann dem Bundestag fernbleibt.

    Zu den Lesungen sind doch von den 500-600 Abgeordneten (bald wohl ueber 1000) sowieso nur ~50 anwesend. Erst bei der Abstimmung erscheinen die Abnicker, so zwischen Buchvorstellung und Wahlkampf :)
  3. #3

    Lobbyzeit

    Zwischen 2 und 3 Uhr Nachts?, was soll dieser Blödsinn. Als wenn dort in Schichten gearbeitet wird und alle anwesend sind, die Griechenland Debatte wird eh länger dauern.
  4. #4

    Auch eine Möglichkeit

    die kritische Öffentlichkeit auszuschalten. Was für ein Schwachsinn: Alle haben ein hohes Gehalt, viele Privilegien, völlig freie Zeiteinteilung, aber sie hocken sich nach Mitternacht zusammen. Ein Schlag ins Gesicht für die Wähler. Zeitnot simulieren? Damit man rechtzeitig wieder auf Sylt ist.
  5. #5

    Uhrzeit = nur Schriftlich verhandelt.

    Wer aufgepasst hat (d.h. sich nicht nur bei SPON Infohäppchen holt) weiss: um diese Uhrzeit wird nicht mündlich verhandelt. Die Aussprache erfolgt schriftlich und wird dem Protokoll beigegeben.
    BTW, die Tante Tagesschau hielt es für nötig, einen sinnbefreiten Kommentar zum Leistungsschutzrecht und Gugls Kampagne zu veröffentlichen. Da Kommentare AFAIK immer von allen Landesrundfunkanstalten gegengelesen werden (da reichen mehrere Autoren Kommentare ein) und meist nur der Konsens überlebt, wirft das ein erschreckendes Bild auf die ganze ARD. SNAFU.

    Zitat aus dem Gutachten der Max-Planck-Gesellschaft: "Es besteht die Gefahr unabsehbarer negativer Folgen".
    Quelle: bit.ly/UZyNrf

    Komisch, dass die wikrlich krassen Fehlleistungen immer bei den wichtigen Zukunftsthemen passieren. Siehe Wahlrechstreform, Leistungsschutzrecht, Vorratsdatenspeicherung, etc. pp.
  6. #6

    Zitat von hanfiey Beitrag anzeigen
    Zwischen 2 und 3 Uhr Nachts?, was soll dieser Blödsinn. Als wenn dort in Schichten gearbeitet wird und alle anwesend sind, die Griechenland Debatte wird eh länger dauern.
    Keine Angst, da arbeitet niemand von denen. Da liegen die nach Nebenerwerbsvorträgen am Abend schon längst längs im Bettchen.
    Da wird nur 'schriftlich' gelesen bzw. lesen lassen.
  7. #7

    Sinnlose Lobbykratie

    Unsere Politiker, die Lakaien von Interessenverbänden. Sinnlos wird Zeit vergeudet, um die Interessen einiger weniger durchzusetzen, anstatt mit moralischem und demokratischen Geist an die Sache zu gehen. Was sind das bloss für Menschen. Sie sollten diese Kritik hinnehmen wie Erwachsene und diesen Mist komplett ad acta legen. Und sich dann einmal endlich um wirkliche Probleme kümmern!
  8. #8

    Professoren versus Realität

    Google sagt, das Internet soll frei bleiben.
    Ist es aber gar nicht.
    Gerade von Google wird man fast überall getrackt und werden personenbezogene Daten abgesaugt.

    Die Probleme, die in dem Flugblatt der Profs angerissen werden, sind keine.

    Es werden sich schon Suchmaschinen finden, die bereit sind, etwas zu zahlen. Das wird Nachfrage und Angebot schon regeln. Vertrauen Sie einfach dem freien Markt.

    Vielleicht gibt man so auch mal kleineren Suchmaschinen, die ihre Nutzer nicht nach allen Regeln der Kunst und auch gern mal rechtswidrig (Streetview WLAN-Daten, Safari-Trick), tracken, eine Chance. Es spricht ja gar nichts dagegen, dass der SPIEGEL von DuckDuckGo lediglich, 0,00000000000000000001 Cent verlangt (und im ersten Jahr gar nichts) und vom milliardenschweren Trackerdienst Google, 0,000000000000001 Cent.

    Dem Bürger täte es gut.
    Der Freiheit auch.
    Denn Unfreiheit ist heutzutage vor allem, wenn ich mich im Netz nicht bewegen kann, ohne getrackt zu werden.
  9. #9

    Hab SPON lieb :)

    Zitat von discotieren Beitrag anzeigen
    Es werden sich schon Suchmaschinen finden, die bereit sind, etwas zu zahlen. Das wird Nachfrage und Angebot schon regeln. Vertrauen Sie einfach dem freien Markt.
    Der freie Markt interessiert sich nicht für irgendwelche Spinner! ...was Sie da träumen hat mit Angebot und Nachfrage nix zu tun.

    Die großen Suchmaschinen zahlen nix an Verlage weil die Verlage von den Suchmaschinen profitieren. Wenn die Verlage gierig Geld verlangen fliegen Sie bei Google raus (siehe Belgien).