Klimagipfel-Simulation: Wie ich als Fiesling die Welt rettete

CorbisAlle reden vom Klimaschutz, doch zahlen will keiner - wie derzeit beim Uno-Gipfel in Katar. Deutsche Forscher zeigen in einem Modellspiel, wann man bereit ist, Geld für die gemeinsame Sache zu geben. Ein Selbstversuch.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-867196.html
  1. #1

    Die Handelsbilanzen der Krisenstaaten

    Egal ob USA, Griechenland oder Indien
    Handelsbilanzdefizit > Ölimporte
    Das war natürlich nicht immer so. Beonders augenfällig Indien

    1990 bis 2002 eine gut auggelichene Handelsbilanz.
    Der Wert der Ölimporte recht klein.
    ab 2003, von nun an gings bergab
    der Wert der Ölimporte steigt rasant
    die Handelsbilanz taucht noch schneller ab.
    Es geht hier um eine grundlegende falsche Ausrichtung der Politik.
    Was ist billiger?

    Photovoltaik und elektrische Mobilität im eignen Land.
    Vorbild China mit 200 Millionen Elektroroller
    Innerstädtischer Verteilverkehr zu einem großen Teil mit Lastenelektroroller (vorne Roller, hinten Ladeplattform bis 600kg)
    oder
    Importiertes Öl.

    Schon in der normalen Bilanz ist Öl für diese Anwendungen etwa 5 mal teurer als Solarstrom.

    Wenn man dann noch Unterschiede rechnet, von einer Wertschöpfung im eignene Land gegen Öl kann nur Importiert werden und kann nur mit Exporterlösen bezahlt werden, dann zeigt sich hier ein gewaltiger Rechenfehler, daß wir nicht intensivist vom teuren schmutzigen Öl auf billige saubere Solarenergie umsteigen.
    Diesen gewaltigen Rechenfehler zeigt mein Buch
    Rechenfehler
  2. #2

    Geiz ist nur durch Angst besiegbar ...

    Der Test ist wohl wieder ein Indiz dafür, dass die Bregenmechanik des Menschen nur für die Lösung lokaler Probleme taugt. Das scheint unserer Optmierung auf Steinzeit-Lebensverhältnisse geschuldet zu sein.

    Dabei ist es überraschend preiswert wenigstens etwas zu tun: Ich habe gerade 20.000 Jahreskilometer Mercedes 6-Zylinder E-Klasse bratzen für gerade einmal 80,- EUR bei Atmosfair "CO2-kompensiert" - das tut nun wirklich nicht weh ....
  3. #3

    Planspiele ...

    .. zeigen immer eine gewisse Realitätsferne. Wie auch in diesem Fall. Denn alle Spieler bekamen die gleiche Menge 'Tokens' - was natürlich nicht mit der Realität übereinstimmt.

    Die Simulation müsste anders aufgebaut werden: Die 'Niedrigrisiko' Gruppe müsste 70 Tokens bekommen, die 'Hochrisiko' Gruppe nur 10.
    Dann wäre das Ergebnis deutlich realistischer.
    mm.
  4. #4

    Fehlen nur noch klassische Klimakatastrophen-Devotionalien

    im Sammelordner oder Erinnerungs-Buttons bzw auf den Produkten der Sponsoren.
  5. #5

    Zitat von liberalebasis Beitrag anzeigen
    Die Simulation müsste anders aufgebaut werden: Die 'Niedrigrisiko' Gruppe müsste 70 Tokens bekommen, die 'Hochrisiko' Gruppe nur 10.
    Dann wäre das Ergebnis deutlich realistischer.
    mm.
    Ja und dann zeigt sich, dass gerade die am stärksten betroffenen Länder die nötigen Mittel gar nicht aufbringen können.
  6. #6

    so so...

    schön beschriebene Simulation. Nur hat sie in meinem Augen wenig mit der Realität des dekadenten Menschen zu tun. Der bewegt sich doch nur wenns bereits überall brennt. Und dann ist für viele zukünftige Generationen zu spät.
  7. #7

    Energiesparen und alternativ erzeugen ist wichtig, aber...

    man sollte sich darüber klar sein, dass damit der Klimawandel kaum verhindert werden kann. Wenn wir Primärenergie sparen, wird sie billiger. Und für billiges Öl gibt es genügend Abnehmer in China, Indien und den Entwicklungsländern. Und gemäß kapitalistisch, wirtschaftlichen Prinzipien wird Öl gefördert und verbraucht werden, bis keines mehr da ist. Wird die Förderung unwirtschaftlich, wird subventioniert, siehe unsere heimische Steinkohle.Das billige Öl sorgt dann dafür, das die Hochebene des Himalaya und die letzten Urwälder noch schneller als jetzt erschlossen werden.
    Also sollten wir uns langsam damit abfinden und überlegen, wie wir damit umgehen, dass im Jahre 2100 der Meeresspiegel wahrscheinlich 1m höher liegt. Das wäre eine sinnvollere Aufgabe für den EU Wasserkopf, statt darüber nachzudenken, wie man z.B. dem Niederländer, der sowieso bis zu den Knien im Grundwasser steht, das Wassersparen verordnen kann.
    mfg Kioto
  8. #8

    Und..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle reden vom Klimaschutz, doch zahlen will keiner - wie derzeit beim Uno-Gipfel in Katar. Deutsche Forscher zeigen in einem Modellspiel, wann man bereit ist, Geld für die gemeinsame Sache zu geben. Ein Selbstversuch.

    Klimagipfel: Forscher aus Kiel simulieren Verhandlungen - SPIEGEL ONLINE
    wieder werden - allein durch die Konferenz - ca 600.000 t CO2 in die Luft gepustet.
  9. #9

    Herrgott

    Zitat von liberalebasis Beitrag anzeigen
    .. zeigen immer eine gewisse Realitätsferne. Wie auch in diesem Fall. Denn alle Spieler bekamen die gleiche Menge 'Tokens' - was natürlich nicht mit der Realität übereinstimmt.

    Die Simulation müsste anders aufgebaut werden: Die 'Niedrigrisiko' Gruppe müsste 70 Tokens bekommen, die 'Hochrisiko' Gruppe nur 10.
    Dann wäre das Ergebnis deutlich realistischer.
    mm.
    Ja toll, dann sind Sie realitätsnäher und dann kommt der Nächste und hat wieder was zu kritisieren, bis das Modell nicht mehr handelbar ist. Damit ist der Erkenntnisgewinn gleich Null.
    Da doch lieber ein eher theoretisches Modell was einem hilft Mechanismen zu indentifizieren die man dann mittels der realität verifizieren kann um dann das gewonnene bessere Verständnis in der realität zu nutzen.

    THATS Wissenschaft.