Reaktion auf Kartendesaster: Apple entlässt Maps-Manager

DPABei Apple rollen Köpfe. Medienberichten zufolge wurde erneut ein Top-Manager gefeuert. Er soll die Entwicklung der fehlerhaften Apple-Maps-Software verantwortet haben. Die kritisierten Mängel sind unterdessen noch nicht behoben.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/k...-a-869717.html
  1. #1

    ich übersetze dann mal

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Sprecherin verwies lediglich auf Tim Cooks Erklärung vom September, laut der das Kartenprogramm umso besser werde, je mehr Kunden es nutzen und Daten sammeln.
    Aha. Sollen die Kunden doch gefälligst für die Qualität der Karten arbeiten! Der Spruch ist schon die Härtem das muss man wohl sagen.
  2. #2

    Dr.

    Zitat von neu_ab Beitrag anzeigen
    Aha. Sollen die Kunden doch gefälligst für die Qualität der Karten arbeiten! Der Spruch ist schon die Härtem das muss man wohl sagen.
    Das könnte man auch auf andere Bereiche übertragen. Zum Beispiel auf itunes. Einfach keine Originale mehr anbieten und zum selber singen auffordern.
  3. #3

    Zitat von neu_ab Beitrag anzeigen
    Aha. Sollen die Kunden doch gefälligst für die Qualität der Karten arbeiten! Der Spruch ist schon die Härtem das muss man wohl sagen.
    Wieso ist der Spruch die Härte?
    Nur weil einer ehrlich ausgesprochen hat, was bei vielen anderen Kartendiensten selbstverständlich ebenfalls dazu gehört???
    Manche werben sogar mit diesem Feature!
  4. #4

    Ähhh SPON?

    > Die kritisierten Mängel sind unterdessen noch nicht behoben.

    Warum schreibt ihr solchen Unsinn in die Headline? Natürlich sind sehr viele der kritisierten Mängel und Fehler schon lange behoben und die Qualität nimmt von Tag zu Tag zu. Wenn man sich alleine mal Berlin in 3D anschaut, dann sieht Google Maps ziemlich alt aus. Warum wird nicht darüber berichtet?

    Auch ist es Experten überhaupt nicht schleierhaft, wie viele der Probleme entstanden sind. Das meiste ist ziemlich einfach nachvollziehbar und hat oft banale Gründe.
  5. #5

    Zitat von swnf Beitrag anzeigen
    Wieso ist der Spruch die Härte?
    Nur weil einer ehrlich ausgesprochen hat, was bei vielen anderen Kartendiensten selbstverständlich ebenfalls dazu gehört???
    Manche werben sogar mit diesem Feature!
    Openstreetmaps nehme ich das ab, nur kommen die nicht gleich Eingangs mit einer besch..eidenen Qualität an. Bei Apple geht es nur darum, daß sie Kosten sparen & das Produkt "beim Kunden reifen" lassen. Schon ein Unterschied.
  6. #6

    Zitat von neu_ab Beitrag anzeigen
    Openstreetmaps nehme ich das ab, nur kommen die nicht gleich Eingangs mit einer besch..eidenen Qualität an. Bei Apple geht es nur darum, daß sie Kosten sparen & das Produkt "beim Kunden reifen" lassen. Schon ein Unterschied.
    Google Maps hat jeweils zwei bis drei Hinweise auf der Seite, wo man ein Problem/Fehler melden kann. Deren Qualität war anfangs auch sehr bescheiden und ist durch Nutzermeldungen mit der Zeit besser geworden. Wo ist da jetzt genau der Unterschied zu Apple Maps?
  7. #7

    Das Einsparen von Kosten war sicher nicht der Grund....

    Zitat von neu_ab Beitrag anzeigen
    Openstreetmaps nehme ich das ab, nur kommen die nicht gleich Eingangs mit einer besch..eidenen Qualität an. Bei Apple geht es nur darum, daß sie Kosten sparen & das Produkt "beim Kunden reifen" lassen. Schon ein Unterschied.
    ...denn solcherlei Bananaware hat Apple praktisch das erste Mal geliefert. Es war Mißmanagement, eine Karte im Alphastadium (nicht mal Beta!) auf die Kunden loszulassen. Da haben Manager in typischer Präsentationsfolien-Entscheidermanier die Probleme kleingeredet, denn Apple hatte intern von Entwicklerseite durchaus Hinweise, wie schlecht die Karten wirklich waren.

    iMHO ist über viele Teile (z.B. Yelp-Integration), einfach nur Konvertierungssoftware gelaufen, das hat nie ein Mensch redigiert, und zwar in D nach Postleitzahlen. Das mußte beim dem Tohuwahohu, das die Deutsche Post seinerzeit zusammen mit den Behörden (Gebietsreform: nicht zusammengehörige Orte wurden willkürlich zur Kostenersparnis "eingemeindet") zu katastrophalen Ergebnissen führen, und das ist auch passiert.

    Ich habe kurz nach dem Start der neuen Karten allein aus meiner Wohngegend am Rand des Berliner Speckgürtels mehr als ein Dutzend Fehler gemeldet. Bis jetzt ist davon lediglich ein einziger beseitigt worden, und die Detailliertheit, besonders abseits der Straßen, steht noch immer um Größenordnungen hinter zB OpenStreetMaps zurück. Für reine Autofahrer mag das reichen, mir als Fahrradfahrer, Jogger und Wanderer reicht es nicht.

    Die Topographie (Feld, Wald, Wiese, bebautes Gelände usw.) ist nach wie vor kaum zu erkennen und wenn, dann oft fehlerhaft. Kein Wunder - TomTom bertreibt Autokarten, da ist das kaum wesentlich. Aber Smartphones werden nicht nur im Auto, sondern gerade von Joggern, Spaziergängern und Fahrradfahrern genutzt - im Auto ist doch sowieso schon meist ein Navi installiert.

    Lediglich die 3D-Ansichten sind ein nettes, zT beeindruckendes Gimmick, wenn auch von zweifelhaftem praktischen Wert.

    Das Desaster hat Apple 100 Milliarden Börsenwert gekostet, kein Wunder, daß da Köpfe rollen. Konsequenzen müssen derart gezogen werden, daß

    1.) nie mehr Firmenplitik vor Nutzerzufriedenheit gestellt wird, und

    2.) Kritik von Entwicklern und Nutzern ernst genommen wird, und

    3.) ungeachtet aller strategischen "Markterfordernisse" Produkte aller Art erst dann herausgegeben werden, wenn sie den erwarteten Qualitätsanforderungen entsprechen. Mit iTunes 11, das offenbar noch nicht fertig ist, wird das gerade praktiziert: zur Not dauert es eben länger. So what.

    Das war ein heftiger Schuß vor den Bug. Wenn die Konsequenzen gezogen werden, dann bleibt Apple eine Kultmarke, wenn nicht, dann war es das.
  8. #8

    Naturgesetz

    Erfolg macht satt und überheblich, was wiederum der Anfang des Mißerfolges ist.
    Warum sollte das beim angebissenen Apfel anders sein?