Premiere in Osnabrück: Ein todunglückliches Paar

Theater OsnabrückZwei Senioren sind am Leben gescheitert - und nun scheitern sie auch noch am Tod: William Pellier hat ein Stück zur Stunde geschrieben, eine Theaterrecherche in den Abgründen einer alternden Gesellschaft. Nun wird "Wir waren" erstmals in Deutschland aufgeführt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-869616.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwei Senioren sind am Leben gescheitert - und nun scheitern sie auch noch am Tod: William Pellier hat ein Stück zur Stunde geschrieben, eine Theaterrecherche in den Abgründen einer alternden Gesellschaft. Nun wird "Wir waren" erstmals in Deutschland aufgeführt.

    Theaterpremiere: "Wir waren" - namenloses Ehepaar ist des Lebens müde - SPIEGEL ONLINE
    Welchen Sinn macht es, ein Theaterstück, also einen zu sprechenden Text, komplett klein zu schreiben? Oder wusste der Übersetzer nicht, dass es im Französischen keine Großschreibung gibt (außer am Satzanfang und bei Eigennamen)? Hört man das bei der Aufführung?
    Fördert es das Textverständnis, wenn man ohne Punkt und Komma spricht? Vertieft es die message des Autors?
  2. #2

    optional

    Das ist so: wenn Foristen alles klein schreiben, dann meistens deshalb, weil sie sich mit der Rechtschreibung nicht so doll auskennen.
    Dann gibt es noch die Variante 'von meinem iPhone gesendet', da ist auch meist alles klein, weil man mit einer Hand, in der anderen ein Wurstbrötchen, sonst einen Krampf in den Fingern bekommt.

    In der Literatur bedeutet 'alles klein und ohne Satzzeichen', dass es hohe Kunst ist.
    Kriegt dann Preise.
    Ein Theaterautor bereitet zwar womöglich den Darstellern ein paar Probleme, aber er weist auch gleich auf den 'Hohe-Kunst-Faktor' hin.
    Weiteres Merkmal für preiswürdige Schöpfungen: der Verzweiflungs-Faktor. Das bedeutet, der Schöpfer ist smart genug, um geschnallt zu haben: das Leben ist kein Ponyhof:
    "'Wir waren' widmet sich einem Seniorenpaar, das am Leben gescheitert ist, wie so viele Menschen seit jeher, und das nun auch noch am Tod scheitert, wie immer mehr Menschen aktuell."
    So isses.
    Darauf kann man gar nicht oft genug aufmerksam machen, weil alles andere ist Friede-Freude-Eierkuchen. Und falls man versuchen sollte, Auswege oder irgendwas Positives in all der Hölle zu zeigen, dann ist das wirklichkeitsfremd - jedenfalls auf keinen Fall hohe Kunst. Und Preise gibt's für so was auch nicht.
  3. #3

    Wow!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir waren" widmet sich einem Seniorenpaar, das am Leben gescheitert ist, wie so viele Menschen seit jeher, und das nun auch noch am Tod scheitert, wie immer mehr Menschen aktuell. Die Sterbehilfe-Debatte hat darin eine ihrer Ursache.
    "Am Tod scheitert" - weil der Suicid nicht gelingt. Nicht das Leben, sondern der Tod als Aufgabe. Wow, lieber sysop, weißt Du eigentlich, was wohlgemerkt Du - nicht der Autor - da von Dir gibst? Das hat man nicht nur in Deutschland schon häufiger gehabt, dass man Menschen subtil vermitteln wollte, ihre vornehmste Aufgabe sei es doch jetzt auch den Tod - am Besten selbständig zu bewältigen (so alleine schon wegen der Kosten für die Volksgemeinschaft).

    Sorry, aber solche Themen vielleicht auch sprachlich etwas sensibelerer angehen.
  4. #4

    stiftung für gehirnkrankheiten?

    was betreibt die?
    oder vielleicht doch eine stiftung zur verhinderung oder behandlung von gehirnkrankeiten? oder eine stiftung für gehirnkranke?