Schuldenkrise: Portugal beschließt massive Steuererhöhungen

APGute Nachrichten für die Euro-Retter, schlechte für die Portugiesen: Das Land hat den Haushalt für 2013 verabschiedet, mit drastischen Steuererhöhungen, die die meisten Arbeitnehmer in Portugal mindestens die Hälfte ihres Monatseinkommens kosten. Proteste begleiteten die Debatte.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-869676.html
  1. #1

    So ein mutiger Schritt...

    ...würde unserem Land sicher auch gut tun.

    Aber hierzulande ist es opportun, die heute anstehenden Probleme durch "Neuverschuldung" unseren Kindern, Enkeln u. Urenkeln aufzuhalsen.

    Niemand stirbt daran, ein paar Prozentpunkte mehr Steuern zu zahlen. Einzig das Land krankt daran, wenn selbst in der Konjunktur - wie gerade jetzt - kein ernsthafter Versuch gewagt wird, von diesem aberwitzigen Schuldenberg runter zu kommen...

    Was ist das eigentlich für eine perverse Politik?
  2. #2

    28% Einkommenssteuern

    Schon auf kleinste Einkommen, auf höhere nehm ich an noch viel mehr. Verrückt, dieses viele Geld genügt nicht um die Staatsausgaben zu decken?
    Für die ersten 1500€ pro Monat zahlt man in der Schweiz keine Steuern. Natürlich kinderlos, ledig. Erst dann geht es los mit 10% und dies genügt. Schwarze Zahlen seit Jahren. Möchte liebend gerne mal sehen für was die Portugiesen alles sinnlos Geld verpulvern. In der Schweiz stehen mir ja schon die Haare zu Berge!
    Das Verrückte ist ja noch, Purtugal kriegt ja noch Milliarden € pro Jahr vom ordentlichen EU-Haushalt. Mal den ESM ausgeklammert.
  3. #3

    Ohnmaechtiges Portugal

    Genaugenommen haben sich die Politiker von der Bevoelkerung weit getrennt. Die Politiker schauen auf die Troika; sind ihr hoerig oder milder gesagt: denken zuerst an sich und wie sie in Bruessel oder sonstwo erscheinen. Kaum zeigt sich ein wirkliches Interesse an den Problemen, die die Menschen hier in Portugal zu loesen haben. Gewaltig sind die Sorgen. In quasi jeder Familie gibt es das Problem der Arbeitslosigkeit, der Mindereinkommen, des Sozialamtganges, der nicht zu bezahlenden Lebenshaltungskosten. Frau Merkel haette sich waehrend ihres Aufenthaltes in Portugal darum kuemmern koennen, war aber damit beschaeftigt, einer kleinen Clique Komplimente zu erteilen. Der Unmut waechst. Wie lange sich die Portugiesen noch still verhalten werden, liegt in der Zukunft: die Vorausschau ist gewiss nicht rosig. Ich bin Deutscher, der ueber 20 Jahre in Portugal arbeitet und sich zutiefst mit den Portugiesen verbunden fuehlt. Die Faulenzer in Suedeuropa (PT) haben weniger gesetzliche Feiertage als Deutschland. Die Arbeitszeiten pro Woche liegen deutlich ueber dem Durchschnitt Deutschlands. Gewiss, es gibt hausgemachte Probleme. Aber diese hat es ueberall gegeben - man denke nur an die Wiedervereinigungsdramatik in Deutschland -. Es geht nur nicht, dass die breite Bevoelkerung fuer die Fehler der Banken und Politiker verantwortlich gemacht wird. Das Problem kommt von der anderen Seite des Atlantiks, hat und wird Europa treffen, wie schon einmal geschehen im Jahre 1755. Nur diesmal wird es die Wallstreet sein, die den Tsunami lenkt.
  4. #4

    Die Macht des Geldes...

    ...wird uns noch alle umbringen. Griechen, Italiener, Spanier, Portugiesen und als Letzte sind wir dran. Wieso werden die Völker Europas in die Verelendung gestürzt, nur weil angeblich die Verhältnisse im Währungssystem in Schieflage geraten sind? Was geht mich die Bilanz irgendwelcher Banken an? Warum soll ich dafür leiden, dass global alle Finanz-Fuzzies Mist gebaut haben?
  5. #5

    Abgewürgt

    Nimmt man dem kleinen Mann und der kleinen Frau den kleinsten Spielraum zum Leben werden die Menschen, insbesondere die Fähigen und Klugen alsbald das Land verlassen. Man kann sagen was man will, aber eine solche Politik, die Unter- und Mittelschicht ausbluten zu lassen wird sich für das gesamte Land rächen und nicht dazu beitragen, die EU zu einem besseren Ansehen zu verhelfen.
  6. #6

    Ins Desaster mit dem Mercedes

    In einem Propaganda-Filmchen (auf Youtube unter Rebelo da Souza
    Ich bin ein Berliner DE) begründet Portugal seine Krise damit, die Portugiesen hätten zu viele deutsche Autos auf Kredit gekauft. Mag sein. Aber warum sollen jetzt die Deutschen diesen Luxus bezahlen?
    Warum löst Portugal nicht endlich die durch eigene Prasserei verursachten Probleme? Warum hat Portugal- nach Griechenland - die höchsten relativen Rüstungs- und Militärausgaben der EU? Um sich gegen Spanien zu verteidigen? Warum werden die vielen Ausländer in Portugal nicht endlich zur Einkommensteuer herangezogen?

    Stattdessen demonstrieren und streiken die Portugiesen gegen die Regierung, die sie vor einem halben Jahr selbst mit großer Mehrheit gewählt haben. Die Portugiesen müssen endlich ihre Verantwortung gegenüber dem eigenen Land wahr nehmen, bevor sie in Deutschland betteln.
  7. #7

    Nun die Portugiesen sparen seit

    10 Jahren.

    Seit 10 Jahren wird ein Sparprogramm nach dem Anderen aufgelegt.

    Dennoch erreichen Sie nicht die Produktivität, die von D. unter Anderem gefordert wird.

    Was den Portugiesen zu Gute gehalten werden kann ist, das Sie nicht ähnlich reagieren wie die Griechen. Und durch Streiks das ohnehin marode System weiterhin belasten.

    Dennoch lässt sich die Portugiesische Produktivität, nie und nimmer an die der durchschnittlichen Europäischen angleichen.

    Das liegt schlicht daran, das für einen Neustart die Infrastruktur fehlt.
    Aber diese können Sie sich innerhalb der Sparmaßnahmen nicht leisten.

    Sie sparen sich zu Tode, da kein Wachstum in Sicht ist!

    Portugal wird längerfristig am Tropf des EU-Wohlstands hängen.

    Denn es ist ähnlich wie Griechenland, kein attraktiver Markt für industrielle Investitionen.

    Zu klein, zu unbedeutend, kein Profit realisierbar!
  8. #8

    Nur gut, dass man hier in Portugal...

    nicht mit dem Mindestlohn eine Familie durchbringen kann. Wie soll das den gehen: 508 -28%=Netto. Davon Miete,Essen,Strom,Nachhilfen für die Kinder,Schulmaterial,Transporte und alte Kleinkredite zu bezahlen. Das führt nicht nur zu Schwarzarbeit,Kriminalität,etc. sondern auch zu Kinderarbeit und Prostitution. Schöne neue Welt um den Banken ihre fetten Gewinne nicht zu verpatzen. Politiker die solche Sch.... verzapft haben gehören...mir fehlen die Worte. Ich bin selbständig und habe zum Vergleich 2011,was auch nicht besonders war, in der Werbebranche im ersten Halbjahr nur 50% zusammengegriegt - von Juli bis November nochmal 50% weniger. Liege jetzt bei 300€ im Monat und krieg hier auch keine Sozialleistung nebenbei. Gut das meine Fru Systemadminstratorin ist, die zwar über Kündigungen und Neuanwerbungen im Gehalt gedrückt wurde aber immerhin noch etwas mehr verdient als eine Kassiererin im Supermarkt. In Ostdeutschland gab man mit der Grünen Grenze den Menschen ein Ultimatum zum imigrieren-hier nicht.
    Die Inteligenz haut ab. Schönes Portugal zum Urlaub(billig) machen, Frau Merkel
  9. #9

    da wird sich frau merkel

    freuen wenn die portugiesen so fleißig sparen.