Rechtsextreme: Ungarischer Politiker will Juden erfassen lassen

DPADie drittgrößte Partei Ungarns sorgt für Empörung. Menschen mit jüdischer Abstammung sollten registriert werden, forderte der rechtsextreme Politiker Marton Gyongyosi vor dem Parlament. Begründung: Juden stellten ein nationales Sicherheitsrisiko dar.

Ungarn: Drittstärkste Partei fordert Erfassung von Juden - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Am Dienstag entschuldigte sich Gyöngyösi bei seinen "jüdischen Landsleuten" und erklärte, falsch verstanden worden zu sein. So habe er lediglich eine Liste von Bürgern mit ungarisch-israelischer Staatsbürgerschaft gefordert.
    Und, ist das etwa besser? Selbst wenn man die Politik Israels ablehnt, was können diejenigen mit ungarisch-israelischer Staatsbürgerschaft dafür?

    Aber die Ausrede glaubt ja ohnehin keiner. Ich würde dann auch dringend dazu raten, alle anderen Bürger, die aus einem Land mit kritisch beäugter Regierung kommen, zu "registrieren". Man stelle sich nur mal vor, Romney hätte die Wahlen gewonnen, dann hätten wir alle US-Amerikaner "registrieren" müssen. Die könnten ja der Tea-Party angehören und damit eine Gefahr sein...

    Unfassbar, sowas.
  2. #2

    So weit sind wir also schon wieder und das mitten in der EU. Ich warte nur darauf, wann der erste Kommentar ums Eck kommt, Israel wäre ja selbst dran schuld. Aus der rechten oder linken Ecke ist dann auch schon egal. Beim Thema "Jude" ist man sich da ja einig.
  3. #3

    Erfreulich

    ist, daß bei genauerem Lesen des Textes nicht mehr viel vom Aufreger - Charakter der Titelüberschrift übrigbleibt.

    Hund beißt Mann.
  4. #4

    Eine Frage hätte ich an Sie Herr Augstein im Bezug auf Ihre letzte Kolumne

    Ist es an dieser Stelle Ihrer Meinung nach i.O., Antisemitismus zu vermuten?
  5. #5

    Unreifer Staat!

    Wie lange will sich die EU eigentlich diesen unsäglichen Staat noch leisten. Man muss die israelische Regierung und ihre Politik nicht mögen, aber so etwas ist unglaublich!
  6. #6

    So etwas passt nicht zu Ungarn, einem Land, das sehr viele Bürger jüdischer Abstammung hat. Aber in Deutschland, einem Land, in dem der Antisemitismus unter der Kappe der "Israelkritik" unterwegs ist, wird sich schon niemand darüber aufregen. Im Gegenteil - bestimmte Salonantisemiten wie z.B. Augstein Jr. wird das wahrscheinlich sogar freuen.
  7. #7

    Mehr Druck

    Es ist schon bezeichnend, dass ein Parlamentsabgeordneter, der sich auf derart diskriminierende Weise äußerst, nicht sofort zum Rücktritt bzw. zur Niederlegung seines Mandats gezwungen wird. Dass er sich jetzt herauszureden versucht, liegt nur an der von ihm nicht erwarteten starken Gegenreaktion. Deutschland und andere Staaten sollten mehr Druck auf Ungarn ausüben, um solche Antisemiten aus dem Verkehr zu ziehen.
  8. #8

    Die Demokratisierung Ungarns

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die drittgrößte Partei Ungarns sorgt für Empörung. Menschen mit jüdischer Abstammung sollten registriert werden, forderte der rechtsextreme Politiker Marton Gyongyosi vor dem Parlament. Begründung: Juden stellten ein nationales Sicherheitsrisiko dar.

    Ungarn: Drittstärkste Partei fordert Erfassung von Juden - SPIEGEL ONLINE
    spült also Rassisten an die Oberfläche.
    Unglaublich, dabei verdanken die Ostdeutschen auch den Ungarn ihre Freiheit!
    Ist das hierzulande auch so? Oder tarnt man sich hierzulande besser?
    Oder läßt man die Betreffenden einfach gewähren und geht gegen diejenigen vor, die deren Handeln und Reden anprangern?
    Auch hier dürften die Antworten je nach Betrachter sehr unterschiedlich ausfallen.
    Mein Wunsch wäre, daß offener Rassismus aus den Foren herausgehalten werden sollte, auch wenn er hin und wieder versteckt daherkommt! So als ob man die Opfer lieb hat und ihnen eigentlich nur Gutes tun will.
  9. #9

    ....kein Wunder ........:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die drittgrößte Partei Ungarns sorgt für Empörung. Menschen mit jüdischer Abstammung sollten registriert werden, forderte der rechtsextreme Politiker Marton Gyongyosi vor dem Parlament. Begründung: Juden stellten ein nationales Sicherheitsrisiko dar.

    Ungarn: Drittstärkste Partei fordert Erfassung von Juden - SPIEGEL ONLINE
    .........wenn Orban Viktor
    seit ca. 2 Jahren Horthy Miklos Denkmäler aufstellen lässt...!!!
    Womit sich die Ungarn sicherlich Mehrheitlich
    nicht identifizieren können
    In Horthy Miklos Regierungszeit
    sind 450 000 ungarischer Juden Deportiert worden !