Arte-Dokumentation: Wie Armut gemacht wird

SWRDas Elend vor unserer Haustür: Arte widmet sich in einer Doku-Reihe dem Thema globale Armut. Den Auftakt macht ein Film, der eindringlich zeigt, wie neoliberale Reformen Menschen in ganz Europa langsam ins Abseits treiben - und wie Deutschland dabei mit schlechtem Vorbild voran geht.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/die-...-a-869514.html
  1. #1

    ..

    Da wäre genug für alle (man brachte die deutsche wirtschaftsleistung) - nur die Verteilung ist extrem ungleich und wird immer ungleicher.

    Das Problem erkennen viele Filme - die Lösung traut sich keiner nennen:
    - massive fortlaufende Vermögensbesteuerung und Entlastung von Einkommen aus Arbeit?
    - massive (75+% ab 100.000 € p.a.) Besteuerung von Kapitaleinkünften und anderen leistungslosen Einkommen?
    - Abschaffung des privaten Erbrechtes (Schlusserbe ist immer der Staat - jeder Bundesbürger beginnt bei Null und endet bei Null)
    - einmalige massive Enteignung der oberen 2%?

    Irgendwie vermisse ich einen Film der mal radikale Lösungsideen präsentiert. Und im Zweifel sind die enteigneten oberen 2% der Bevölkerung mit wenig Aufwand in Schach zu halten - aber wenn die unter 30% aus Verzweiflung handeln? Dann werden die Laternenmasten in Berlin Mitte und Frankfurt knapp ....
  2. #2

    Tja...

    ...wer bis jetzt noch nicht erkannt hat, dass der Kapitalismus nicht mehr aufzuhalten ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Es gibt keine Lösung! Es zählt nur noch das Gesetz des Stärkeren. Solange wie "die da unten" es mit sich machen lassen... so ist es geschichtlich immer schon gewesen. Wenn sich die Unterschicht erhebt, kapituliert das System, aber bis der Deutsche Michel sich erhebt gehen noch viele Jahre ins Land.

    Ich persönlich versuche das Maximum für mich und meine Familie rauszuholen, und wer mich nun Egoist nennt, sei`s drum. Das ist der einzige Weg, den das System mir lässt, also gehe ich ihn, ob ich will oder nicht! Friss oder stirb, darauf läuft es hinaus.

    Wer das alles nicht erkannt hat und immer noch meint die Linken seien die Lösung, oder die etablierten Parteien werden es schon richten...denen ist wirklich nicht mehr zu helfen.
  3. #3

    Aussichtlos

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die meisten kommen aus Algerien oder von den Komoren.
    Schon Plato wusste, dass wir über den Weg des Chaos zurück zur Diktatur gehen werden. Schuld daran sind nicht wir top ausgebildeten Menschen, sondern die, deren ganzer Tagesinhalt im Rumv... besteht, um aus Arbeitslosen, unqualifizierten Wander- und Landarbeitern ein, zwei oder gleich acht neue Arbeitslose und Unqualifizierte zu "produzieren" wie in Südosteuropa oder Afrika üblich.
    Das sind unwiderlegbare Fakten, auch wenn sie höchst unpopulär sind - weil die Politikversager sie nicht so einfach mal, auch nicht mit alternativlosen Milliarden, beseitigen können. Daher ist die Lage aussichtslos.
  4. #4

    Relativ und absolut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Elend vor unserer Haustür: Arte widmet sich in einer Doku-Reihe dem Thema globale Armut. Den Auftakt macht ein Film, der eindringlich zeigt, wie neoliberale Reformen Menschen in ganz Europa langsam ins Abseits treiben - und wie Deutschland dabei mit schlechtem Vorbild voran geht.

    Die Arte-Doku "Gemachte Armut" zeigt die Verelendung in Europa - SPIEGEL ONLINE
    Wenn der Autor wirklich glaubt, daß arm ist, wer in Deutschland weniger als 60% des Durchschnittseinkommens bezieht, dann sind Fehleinschätzungen vorprogrammiert. Ein nach dieser Definition armer Deutscher ist sehr viel reicher als die meisten Menschen dieser Welt. Die Ausbeutung Afrikas - dessen größte Ausbeuter sind selbst Afrikaner -, die Immobilienblase in Spanien, ein Problem v.a. unrealistischer Erwartungen, und Hartz IV sind ein bisschen viel Zutaten für einen Topf.
    Bleibt zu hoffen, daß die Dokumentation besser als ihre Ankündigung ist.
  5. #5

    optional

    Was für ein unglaublich einseitiger, tendenziöser Bericht über eine ebenso effektheischende, einseitige "Doku". Am Ende bleibt nur Ratlosigkeit? Wundert mich nicht, wenn man sein heil ausschliesslich in Umverteilung sucht. Das wäre die Lösung? Träumt weiter.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fast drei Millionen Kinder leben unter der Armutsgrenze; per definitionem gilt als arm, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Netto-Einkommens zur Verfügung hat.
    Relative Armut ist keine echte Armut, sondern wird als politischer Kampfbegriff benutzt, um noch mehr Umverteilung zu rechtfertigen. Und die Umverteilung ist das Problem.

    Man nimmt der Mittelklasse Geld weg, schickt es durch die Umverteilungsmaschine, die einen erheblichen Teil davon für sich selbst behält und den Rest bekommen echte und unechte Bedürftige.

    So ein System spornt nicht zu Leistung, sondern zum Leistungsbezug an und gräbt sich sein eigenes Grab.


    Ach ja, die linkspopulistische höhere Besteuerung der Reichen ist nur eine Floskel mit der sich der Staat noch mehr Geld von der Mittleschicht unter den Nagel reißen will. Wie man in Frankreich sieht, führen Steuersätze, die eine kalte Enteignug sind, nur zur Flucht der besten Steuerzahler und Steuerausfälle.
  7. #7

    ...

    Wer über relative Armut in Deutschland berichten- und dabei ernstgenommen werden will, möge doch bitteschön das Bild von den Bettlern weglassen - und ebenso den pauschalen Hinweis, dass die Betroffenen nichts dafür können.
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Elend vor unserer Haustür: Arte widmet sich in einer Doku-Reihe dem Thema globale Armut. Den Auftakt macht ein Film, der eindringlich zeigt, wie neoliberale Reformen Menschen in ganz Europa langsam ins Abseits treiben - und wie Deutschland dabei mit schlechtem Vorbild voran geht.

    Die Arte-Doku "Gemachte Armut" zeigt die Verelendung in Europa - SPIEGEL ONLINE
    ...und wieder ein überflüssiger Tränenfilm der boomenden Sozialmaffia.....
  9. #9

    Armut in Deutschland, so ein Blödsinn. Warum muss man einen Flatscreen haben, eine Wii, ein Auto, oder in Urlaub zu fahren um sich zu bilden? Natürlich kann man mit Hartz IV leben, gut sogar! ... aber man muss auf - völlig wertlosen - Luxus verzichten! Wer Fahrrad fährt, mit seinen Eltern und Großeltern zusammen lebt, sein Holz zum heizen beim Förster holt und am Abendtisch mit seinen Kindern redet (statt vor dem Fernseher zu sitzen), der kommt damit aus! 1980 war man mit dem heutigen Mindesteinkommen noch im Wohlstandsmittelfeld ... und das was teurer geworden ist sind Luxusprodukte: Öl (man nehme Holz), Benzin (Fahrrad), Strom (weniger Elektrogeräte) ... DAS ist das einzige Problem! Wir definieren die Basis falsch und finden Luxus normal.