Kampagne gegen Leistungsschutzrecht: Google ist nicht das Netz

DPAWas Google hilft, nützt der Gesellschaft: Mit dieser Botschaft ruft der Konzern Bürger auf, Lobbyarbeit in Berlin für ihn zu machen und gegen das Leistungsschutzrecht zu rebellieren. Doch Google vertritt vor allem eigene Interessen - und die sind nicht zwangsläufig im Sinne aller Nutzer.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-869510.html
  1. #1

    Nieder mit der Kreativwirtschaft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was Google hilft, nützt der Gesellschaft: Mit dieser Botschaft ruft der Konzern Bürger auf, Lobbyarbeit in Berlin für ihn zu machen und gegen das Leistungsschutzrecht zu rebellieren. Doch Google vertritt vor allem eigene Interessen - und die sind nicht zwangsläufig im Sinne aller Nutzer.

    Google-Kampagne gegen Leistungsschutzrecht: Google ist nicht das Netz - SPIEGEL ONLINE
    Google greift erst das Urheberrecht und jetzt das Leistungsschutzrecht an, um sich Inhalte kostenfrei aneignen und für eigene Zwecke gebrauchen zu können. Leidtragende sind alle Künstler und Kreativen. Eine an kultureller Vielfalt interessierte Gesellschaft darf das nicht hinnehmen, weil es mit der Vielfalt sonst bald vorbei ist.

    Erschreckend ist vor Allem, dass Google mit seiner Rattenfängertaktik auch noch erfolgreich ist. Warum erkennen all diese "Netzaktivisten" nicht endlich, wer hier an Profit und Monopolisierung interessiert ist? Die Künstler bestimmt nicht....
  2. #2

    nun ja

    wie gesagt ist es das gute Recht von Google auf der eigenen Seite ein Filmchen einzubetten. Die Lobbyarbeit scheint mir hier eher durch Spoon für das Leistungsschutzrecht betrieben zu werden. Ansonsten denk ich mal nicht das die Logik des Gesetzes greift. Es wird dann erstmal halt keine Verlage in Suchmaschinen geben. Da geh ich dann zu den drei Blättern die ich auch ohne Google aufrufe, und der Rest kann ja ins schwarze Loch funken.
  3. #3

    Und das Leistungsschutzrecht wird von Verlagen vorangetrieben
    Weniger verwunderlich also, wenn Konrad Lischka hier Lobbyarbeit für das Leistungsschutzrecht macht.
    Wer sich mit dem Thema ernsthaft auseinandergesetzt hat, weiß ganz genau welche Probleme dieses Gesetz bringen wird.
  4. #4

    Monopol?

    Es gibt viele andere Suchmaschinen, die jeder Internetnutzer problemlos verwenden kann. Wie kann man da von Monopol sprechen?

    Und die Situaton dann auch noch mit der Monopol-Stellung von AT&T vergleichen. Damals hatte der Kunde nur die Wahl das Telefonnetz von AT&T zu nutzen oder gar nicht zu telefonieren.

    Nicht wirklich vergleichbar.
  5. #5

    Was hat das mit LSR zu tun?

    Wenn Google Fehler macht, dann kann der Markt das richten. Aber bei VErsagen der Zeitungen nahc dem Staat zu rufen, ist absrud. So macht man die Zeitungen zum Kohlebergbau des 21sten Jahrhundert: je weniger Markt, desto schneller sind die Zeitungen stillgelegt. Wie bei der FTD, wo der Zeitungskampagnenführer von der Springer AG, der Herr Keese, mit geholfen hat, 250 Mio € Geld von anderen Leuten zu verbrennen. Mit welchen Partys dieses Geld verbannt wurde, wir auch noch gerne gezeigt. Nach dem Verbrennen des Geldes soll jetzt der Staat ran? Absurd. Antiamerikanischer Sozialismusversuch. Partytime der jetzigen Lobbyisten beim Cashburning:
    http://www.presseschauder.de/bilder-einer-aufstellung-fotos-von-der-grundung-der-financial-times-deutschland/
  6. #6

    Mag schon sein...

    das Google wahrlich nicht der Hort der edlen Ritter ist. Die aufgelisteten Beispiele zeigen es deutlich.
    Aber das alles hat nichts damit zu tun, daß das Leistungsschutzrecht völliger Schwachsinn ist. Als ob der Taxifahrer dem Gastwirt Geld zahlen muß, weil er den Restaurant-Gast dorthin gefahren hat.
    Keiner ist gezwungen, in ein Taxi zu steigen, und keiner muß im Internet gefunden werden - wer nicht in den Suchergebnisse sein will, muß es nur kundtun, und schon taucht die Seite oder auch der Artikel nicht mehr im Index auf.
    Das die Verlage diese Möglichkeit nicht nutzen, spricht Bände über ihre Motive - es geht nämlich nicht darum, die eigenen Inhalte für sich zu behalten, sondern nur darum, mit fadenscheinigen Argumenten am Gewinn einer Fremdfirma beteiligt zu werden.
    Sollte das Leistungsschutzrecht Realität werden - was bei unserer Regierung nicht verwunderlich wäre - ist es nur noch ein kurzer Schritt, bis die Verlage auch an der GEZ beteiligt sein wollen.
  7. #7

    einseitig

    Dieser Artikel ist genauso einseitig und durchsichtig wie die Google-Kampagne. Und eure Bilderreihe ist doch ein Witz. Wenn man deutsche Verlage aus der Suche weglässt, bleibt die Trefferliste nicht leer, sondern er rutschen einerseits nicht-deutsche Verlage und Newsseiten hoch und außerdem deutsche Seiten, die halt keine Verlage sind.

    Souverän wäre, unparteiisch über ein solches Thema zu berichten. So kommt ihr aber auch nur als Lobby-Seite rüber.
  8. #8

    Zitat von bigboom Beitrag anzeigen
    Google greift erst das Urheberrecht und jetzt das Leistungsschutzrecht an, um sich Inhalte kostenfrei aneignen und für eigene Zwecke gebrauchen zu können. Leidtragende sind alle Künstler und Kreativen. Eine an kultureller Vielfalt interessierte Gesellschaft darf das nicht hinnehmen, weil es mit der Vielfalt sonst bald vorbei ist.

    Erschreckend ist vor Allem, dass Google mit seiner Rattenfängertaktik auch noch erfolgreich ist. Warum erkennen all diese "Netzaktivisten" nicht endlich, wer hier an Profit und Monopolisierung interessiert ist? Die Künstler bestimmt nicht....
    Erschreckend ist vor Allem, dass hier offensichtlich ohne Ahnung vom Thema zu haben solche Aussagen getätigt werden.
  9. #9

    Warum ist SPON für das LSR

    Weil es eine Handvoll Verlagsseiten gibt, die auch ohne Google-News überleben werden, denn sie sind bekannt genug. Ohne Google-News werden aber kleiner Verlage endgültig verschwinden. Und das kann SPON nur Recht sein.