Tyler Brûlés grünes Herz: Mein Freund, der Baum

Getty ImagesWas ist grün und raschelt? Das neue Feindbild der Londoner Stadtplaner. Tyler Brûlé beklagt sich über immer mehr rücksichtslose Menschen mit Kettensägen - und den langsamen Siegeszug der Betonwüsten.

http://www.spiegel.de/reise/europa/z...-a-869477.html
  1. #1

    Nanu?

    Hat der Befürworter des verdichteten Bauens mit haus im Grünen, etwa verdichtbare Vegetation entdeckt?

    Warum nur, tue ich mir immer wieder diese Rubrik an? Lust an der Peinlichkeit? Lust am täglichen Ärger? Ich weis es nicht.
  2. #2

    Danke

    Da hat der Mann völlig recht! Nie ist mir das nervtötende Geräusch der Kettensägen so oft ins Ohr gedrungen wie im letzten und in diesem Jahr.
    Unter allen möglichen Vorwänden wird gestutzt oder gleich gefällt.
    Pflegen war gestern, Fällen geht schneller und ist billiger.
    Und nicht nur die Vertreter der Kommune ziehen sägend oft schon frühmorgens durch die Gegend, auch in den meisten Gärten sieht es immer öder aus. Bäume werden durch immergrünes Irgendwas (nenne das "Friedhofsbegleitgrün") oder gleich durch Kies, Stein und Beton ersetzt, ebenso wie viele Sträucher.
    Oft wundern sich dann dieselben Leute, warum es immer weniger Vogelgezwitscher und Bienengesumm gibt... und wo sind eigentlich die ganzen Schmetterlinge hin, die man als Kind oft sah?
    Schlimm genug, dass in der Landwirtschaft schon leergeräumte Agrarödnis vorherrscht, aber mehr und mehr Gärten wirken wie das Schaufenster vom Gartencenter- fehlen nur die Preisschilder...
  3. #3

    in der Hamburger Hafencity...

    und entlang der Elbe sieht es genau so aus.....
  4. #4

    Ich sage nur ein Wort:

    Berlin. Die grünste Großstadt, die ich kenne.
  5. #5

    Berlin?!

    ...also wenn man sich mal ansieht wie in Berlin neu gebaut wird - z.B. der neue Hauptbahnhof - dann ist da doch auch eindeutig ein Trend weg vom Grün zu erkennen. Der Bahnhofsvorplatz ist schließlich auch nur eine riesige graue Wüste.
  6. #6

    Schnösel

    Ich mag diesen Kerl nicht. Seine Geschichten sind langweilig. Als ich zum erstmal einen Titel las dachte ich, oh das könnte ein kritischer, zynischer aber witziger Beitrag zum Fliegen sein. Aber leider war es das nicht. Seit dem stolpere ich ab und an noch über seine Geschichten und erlebe immer das selbe: der Kerl beschwert sich einfach nur. Wie schlimm es ist in der Business Class zu fliegen, dass es keine Bäume mehr gibt....etc.etc. Da könnte der Spiegel mit Sicherheit besser Kolumnisten an Land ziehen.
  7. #7

    Wieso denn?

    Zitat von Fizzelfuzzel Beitrag anzeigen
    Ich mag diesen Kerl nicht. Seine Geschichten sind langweilig. Als ich zum erstmal einen Titel las dachte ich, oh das könnte ein kritischer, zynischer aber witziger Beitrag zum Fliegen sein. Aber leider war es das nicht. Seit dem stolpere ich ab und an noch über seine Geschichten und erlebe immer das selbe: der Kerl beschwert sich einfach nur. Wie schlimm es ist in der Business Class zu fliegen, dass es keine Bäume mehr gibt....etc.etc. Da könnte der Spiegel mit Sicherheit besser Kolumnisten an Land ziehen.
    Warum sollte sich jemand, der Business Class fliegt, nicht über einen Trend äussern dürfen, der auch Menschen, die nie fliegen, höchste Sorgen bereitet?

    Diese Kolonnen mit Kettensägen bewaffneter Ausführungsgehilfen, die unter den windigsten Vorwänden Bäumen, Hecken und Biotope platt machen, sind mir in den letzten 5-10 Jahren ebenfalls aufgefallen - bei gleichzeitigem Geschwätz über Biodiversität, Bienensterben, usw. und Städten, die sich "grün" nennen und einen Baum nach dem anderen fällen ist das der wahre Zynismus.
    Unser Nachbar, ein lieber, etwas dummer Mensch, liess ein artenreiches, altes Vogel- und Kleintier-Biotop roden und durch einen öden Fussballrasen ersetzen, auf dem seine Enkel ein paarmal im Jahr ein bisschen spielen. Auf meine Frage hin meinte er, es sehe jetzt halt "sauberer" aus. Ja, natürlich, diese schmutzige Natur! Kein Wunder, dass die Kids alle an Allergien leiden.

    Diese trockenen, öden Betonwüsten und Rasenflächen ohne Schmetterlinge, Bienen und Vögel widerspiegeln die vertrocknete, armselige innere Welt des modernen Menschen: keine rauschenden Bäume, die bei Hitze Schatten spenden (lieber ratternde Klimaanlagen...). Keine Vögel und Schmetterlinge (lieber Minidrohnen, die alles und nichts überwachen) Die Bienen sind ausgestorben? Macht nichts, der Chinese bestäubt schon lange künstlich!

    Schade um diesen schönen, vielfältigen Planeten. Manchmal scheint mir, den Mensch hat ihn nicht verdient!
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was ist grün und raschelt? Das neue Feindbild der Londoner Stadtplaner. <i>Tyler Brûlé</i> beklagt sich über immer mehr rücksichtslose Menschen mit Kettensägen - und den langsamen Siegeszug der Betonwüsten.

    Zu wenig Bäume: Tyler Brûlés Kritik an Londons Stadtplanung - SPIEGEL ONLINE
    Ja, der wahre Naturfreund ist der urbane Vielflieger mit Loft in einer Großstadt.