Studie zum verkürzten Gymnasium: Turbo-Abiturienten lernen besser

DPAWas bringt das schnelle Abitur nach der 12. Klasse? Eine neue Studie zeigt: Hamburger Schüler schaffen nach acht Jahren Gymnasium bessere Leistungen als nach neun. Die Ergebnisse bestärken die Verfechter von G8 und stellen Versuche in Frage, die umstrittene Reform aufzuweichen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-869483.html
  1. #1

    Wie viele?

    Wenn von 100 früher die schlechtesten 10 ausgesiebt wurden und heute von 100 30, dann ist die Statistik nur ein Zeichen, dass man besser lernen können muss um Abitur zu bekommen, nicht dass die Lehrmethode besser ist.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was bringt das schnelle Abitur nach der 12. Klasse? Eine neue Studie zeigt: Hamburger Schüler schaffen nach acht Jahren Gymnasium bessere Leistungen als nach neun.
    Verstehe, die sich selbst Untersuchenden kommen selbst zum Ergebnis, dass sie recht haben. Na dann...
  3. #3

    Wie viele?

    Wenn von 100 früher die schlechtesten 10 ausgesiebt wurden und heute von 100 30, dann ist die Statistik nur ein Zeichen, dass man besser lernen können muss um Abitur zu bekommen, nicht dass die Lehrmethode besser ist.
  4. #4

    optional

    Finde auch dass Abitur mit 13 Klassen etwas lange dauert. Ich selbst hatte auch die 13. Klasse und bin der Meinung dass die elfte Klass total sinnlos war. Am sinvollsten haben es die Mitschüler genutzt, die ein Auslandjahr gemacht haben. Man will doch einfach irgendwann fertig sein, auch als Schüler, oder?

    Ich bin aber auch der Meinung dass durch dieses Herumgeeier in der Bildungspolitik mögliche Problem noch verstärkt werden, weil weder Schüler noch Eltern noch Lehrer sich an das Bildungsystem gewöhnt haben, und alle paar Jahre was neues aufgetischt bekommen. Ganz zu schweigen von den allgemeinen Problemen des Bildungsförderalismus. Als wenn in Südeutschland andere Naturgesetze, Rechtschreibung oder Geschichtsschreibung herrscht als in Norddeutschland...
  5. #5

    stimmt doch so !

    Turbo-Abiturienten lernen besser ... - das trifft nur auf diejenigen zu, die durchkommen (nachdem der Sieb engere Maschen bekommen hat).
    Jemand wie Johann Wolfgang von Goethe, der bekannterweise eine Identitaetskrise hatte als junger Mensch, wuerde heute beim Turbo-Abitur nicht mehr durchkommen.
  6. #6

    Kein Leistungsniveau absenken?

    "Wer mehr Schülerinnen und Schüler zu höheren Abschlüssen führen will, muss keineswegs das Leistungsniveau senken"

    Das ist ja mal interessant! Die Umstellung allerdings von G9 auf G8 hatte aber ein Absenken der Stofffülle, eine Fokusierung auf Teilkompetenzen, also veränderte Anforderungen zur Folge. Diese Studie besagt also, dass die Schüler weniger in kürzerer Zeit besser machen, als die Schüler, die vor 6 Jahren mehr Wissen sich aneignen mussten und dafür mehr Zeit bekommen haben.

    Zudem wird in dieser ganzen Debatte stets vergessen, was von Kindern und Jugendlichen verlangt wird. Trotz der Stoffreduktion bleibt ein G8 eine enorme Belastung für Schüler (allein die Stundenzahl pro Woche) und geht auf Kosten der kulturellen und sozialen Entwicklung.

    Auch interessant ist: "wer mehr Schüler zu höheren Abschlüssen führen will,..." . Tja, so schauts aus. Man senke das Niveau und führe mehr zum Abitur ... ob sie wollen oder nicht!
  7. #7

    Die Studie ist ja schön und gut, aber ich glaube denen ist nicht bewusst auf was diese "Turbo-Abiturienten" verzichten müssen um den Stoff in der kurzen Zeit reingeprügelt zu bekommen. Bei Freizeitaktivitäten und Hobbies muss bei diesen Jugendlichen sehr der Rotstift angesetzt werden.
  8. #8

    na prima!

    Klar, dass das den Machern dieses Systems gefällt!
    Nur, welche Opfer für diesen Leistungssprung erbracht werden müssen, ist uninteressant. So lange solch eine Studie dabei rauskommt, könnte man darüber nachdenken, schrittweise sogar noch weiter zu verkürzen.
    Und all das nur, damit die Wirtschaft so schnell wie möglich neue Marionetten bekommt...
  9. #9

    optional

    In einer kapitalistischen Leistungsgesellschaft ist das bestimmt Ideal. Wahrscheinlich kriegen die alle mit 35 nen Burnout, wegen dauerhaftem Stress.
    Die Frage ist ja was ist das Ziel was wir als Gesellschaft erreichen wollen.
    Ich bekomme nur mit das die Kids kaum Zeit für sich haben, die Frage ist welche Kompetenzen leiden darunter. Aber heutzutage muss alles höher schneller besser weiter sein.
    Sind die Schüler auch zufriedener?