Festival-Posse in Osnabrück: Asta macht Party-Verlust

dpaDarf ein Asta Tausende Euro für eine Party auf den Kopf hauen? Mit seinem Innenhof-Festival haben die Studentenvertreter der Uni-Osnabrück seit Jahren Verluste gemacht. Kritik kontern sie so: Kultur sei eben ein Zuschuss-Geschäft.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-868884.html
  1. #1

    So lernt man frühzeitig

    ohne Skrupel und Gewissensbisse anderer Leute Geld auszugeben! Wahrlich eine Muster-Hochschule in WulffsLand!
  2. #2

    und wenn sie dann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Darf ein Asta Tausende Euro für eine Party auf den Kopf hauen? Mit seinem Innenhof-Festival haben die Studentenvertreter der Uni-Osnabrück seit Jahren Verluste gemacht. Kritik kontern sie so: Kultur sei eben ein Zuschuss-Geschäft.

    Der Asta der Uni-Osnabrück macht mit einem Festival Verluste - SPIEGEL ONLINE
    für Rot oder Grün endlich im Stadtparlament/Landtag/Bundestag sitzen, wissen sie schon, wie man fremder Leute Geld verschleudert. Da ist die Uni wahrlich eine Schule für´s Leben.
  3. #3

    Wieso findet sich diese Nachricht hier?

    Meiner Erfahrung nach sind kulturelle Veranstaltungen kein Plusgeschäft, sondern vor allem Arbeit. So gut wie jede kommerzielle kulturelle Veranstaltung erhält Zuschüsse von öffentlichen Stellen. Diese Zuschüsse dürften aber in der Regel Institutionen wie dem Asta nicht zur Verfügung stehen.
    Mich wundert der Tenor des Artikels hier. Wie wäre es wenn jährlich 20.000 EUR Gewinn gemacht würden? Wäre dann das Argument, es gäbe jährlich Gelder aus Studienbeiträgen, wieso müsste sich hier noch bereichert werden? Der Asta hat ein Budget und wirtschaftet damit. Die Absicherung einer kulturellen Veranstaltung (mit ca. 1 EUR pro Student, wenn Wikipedia richtig liegt bei den Studierendenzahlen) ist mir alle Mal lieber als Ausgaben, die nur einem kleinen Kreis nützen.
  4. #4

    Tatsächlich hat der zitierte Gerrit Leelkok recht: "Für mich sind es einfach nur Kosten". Der Asta hat einen Kulturetat, um damit Kulturveranstaltungen zu finanzieren. Und genau das tut er. Müssten alle diese Kulturveranstaltungen Gewinn abwerfen, bräuchte der Asta keinen entsprechenden Etat. Er wäre dann auch kein Asta, sondern ein kommerzieller Partyveranstalter, der mit Saufpartys Geld verdient.

    Freilich kann man darüber diskutieren, ob ein Festival eine ausreichend kulturtragende Veranstaltung ist, oder der Kulturetat nur für Blockflötenkonzerte ausgegeben werden darf. Dazu müsste man allerdings erst einmal wissen, was auf dem Festival so geboten wird. Das interessiert den Artikelschreiber aber gar nicht.
  5. #5

    Ja, wie schlimm

    ... da wird doch tatsächlich "fremder Leute" Geld für unsinniges, uneffizientes Kulturvergnügen einer breiten Allgemeinheit herausgeschleudert! Dabei brauchen wir doch jeden Cent für Bankenrettungen, Lobbyistenstudien, Formel-1-Strecken und den Tiefgaragenbau von privaten Business-Unis (siehe EBS). Wirklich unfassbar!
  6. #6

    Fordern die gleichen Leute nicht sonst Transparenz?

    Unabhängig davon, ob man den Etat für das Fest richtig findet.

    Wird von den gleichen Gruppierungen, die die Mehrheit im Asta stellen, nicht sonst bei allen möglichen Gelegenheiten TRANSPARENZ gerufen?

    Und jetzt geben sie noch nicht einmal die Daten über ihr wichtiges Kulturfest heraus.

    Hat was von Animal Farm. Gleicher unter Gleichen.

    Hoffentlich kommen aus dem Asta nie Transparenzforderungen an irgendwelche anderen Stellen.
  7. #7

    Alles gut so

    Bin selber seit einigen Jahren Student der Uni Osnabrück und kann nur sagen, dass das Innenhof-Festival (seit diesem Jahr "Fairytale Festival") jedes Jahr die beste Veranstaltung ist, die der Asta organisiert. Da können die so viel Verlust machen wie sie wollen - Hauptsache es wird fortgeführt. Das neue "Konzept" gefällt mir sehr gut, da ein sehr abwechslungsreiches Programm geboten wurde mit unterschiedlichen Bands (von experimenteller, zeitgenössischer Klassik bis Deathcore) und einem Rahmenprogramm, wo sogar Kinder auf ihre Kosten kommen. Auch viele ältere Leute waren dieses Jahr dort, um eine Band zu sehen, die eher in den 70er- und 80er Jahren bekannt war. Damit ist es nicht einfach nur eine "Studentenparty".

    -> JA, ein Asta DARF für gute kulturelle Veranstaltungen zigtausende Euro Verlust machen. Sollte er sogar.
  8. #8

    Gegendarstellung

    Da der Spiegel scheinbar kein Interesse daran hat eine dezidierte Darstellung des AStAs Osnabrück zu berücksichtigen, die im Vorfeld dieses Artikels zugeschickt wurde, ist hier der Link zur Gegendarstellung:

    https://www.asta.uni-osnabrueck.de/news/2012-21/verantwortungsvoller-umgang-mit-studentischen-geldern
  9. #9

    Zitat von gekreuzigt Beitrag anzeigen
    für Rot oder Grün endlich im Stadtparlament/Landtag/Bundestag sitzen, wissen sie schon, wie man fremder Leute Geld verschleudert. Da ist die Uni wahrlich eine Schule für´s Leben.
    Hören Sie doch mit ihrer primitiven Parteipolitik auf. Die Aufgabe eines AStAs ist nunmal auch die Kultur an der Universtät zu fördern. Genauso wie es zur Aufgabe der Opposition im Studentenparlament gehört, diese Ausgaben zu hinterfragen.
    Warum SPON diesen Artikel bringt, der kaum in die Tiefe geht, ist nicht so richtig ergündlich.