Mission am Hindukusch: Bundeswehr droht Endloseinsatz in Afghanistan

dapdIn den kommenden Tagen beschließt das Kabinett die Reduzierung der Bundeswehr-Mission in Afghanistan. In zwei Jahren sollen die letzten Kampftruppen das Land verlassen haben. Trotzdem wird ein deutsches Kontingent bleiben. Die Koalition bereitet die Bürger auf einen längeren Einsatz vor.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-869378.html
  1. #1

    Werden jetzt die Kampftruppen abgezogen und die Brunnenbohrer und Mädchenschulenerbauer bleiben oder umgekehrt?

    Jedenfalls ist es schon ein Schauspiel, wie sich Politiker wie Maiziere oder Westerwelle winden, verdrehen und rhetorische Purzelbäume versuchen, um das alles den sprachlosen Bürgern zu erläutern.
  2. #2

    Sind die alle nur blöd ?

    Wann begreifen die endlich das weder wir noch irgendjemand sonst etwas in Afghanistan zu suchen hat und etwas an den dortigen Verhaeltnissen ändern kann oder ändern sollte.Die Entwicklungen in den moslemischen Ländern hat ihre eigene Dynamik und kann von uns weder beeinflusst noch beschleunigt werden.
  3. #3

    Bundeswehr droht Endloseinsatz in Afghanistan

    "Wenn wir jetzt abziehen oder 2014 ersatzlos weggehen, dann wird die Mission ein Misserfolg"
    Nein, Herr Verteidigungsminister, sie ist jetzt schon ein Misserfolg!
    So kommt es eben, wenn die westliche Welt, allen voran die USA, anderen Staaten das Glück bringen will!

    Das Scheitern in Vietnam ist mir noch in guter Erinnerung!

    George Bush hat den Irak-Krieg mit einer dreisten Lüge begonnen. Präsidenten-Nachfolger Obama muss nun die Trümmer, die diese Lüge hinterlassen hat, aufräumen!

    Nur eine grundsätzliche Änerung der Politik der gesamten
    westlichen Welt kann der Welt mehr Frieden bringen!

    Erwin Fortelka
  4. #4

    in welcher demokratie...

    ...leben wir eigentlich?staendig wird politik gegen den willen von zwei drittel der bevoelkerung betrieben,sei es afghanistan,euro,eu osterweiterung,ect. irgendwann wird das auch dem deutschen michel reichen.deshalb volksabstimmungen wie in der schweiz und zwar schnell !
  5. #5

    So bitter …

    … dass ich die Schlagzeile umdrehen möchte:

    „Rückzugsgefecht der Bundeswehr, nächste Linie die es zu halten gilt ist die türkisch syrische Grenze“ …

    Warum lassen wir uns diese Kriege verstricken? Dazu auch noch aussichtslose Kriege die außer Leid und Elend nichts bringen. Wir haben aus der Geschichte scheinbar nicht gelernt, oder aber unsere Volksvertreter sind inzwischen so mürbe in der Birne, dass sie die Geschichte vergessen haben. Die Teilnahme an weiteren Unrecht, nur weil es den „Siegermächten“ bei ihren imperialen Bestrebungen in den Kram passt müssen wir mitlaufen?

    Nach dem heutigen Bericht zu den Bedingungen der Grünen zur Teilnahme am Syrienfeldzug war mir dann schon so speiübel, dass bestimmt demnächst noch dieses Thema aufs Trapez kommt:

    Ökologische Kriegsführung … als einziger verbliebener Anspruch dieser Partei, scheinbar ein „Muss“ wenn man grün ist und bei künftigen Kriegen mitmischen möchte. Vorsicht, ein wenig böse. Soviel zu den Grünen, aber letztlich gilt dies für alle im Bundestag vertretenen Parteien die geneigt sind, unter welchen Voraussetzungen auch immer, deutsche Soldaten irgendwo, für irgendwelche Interessen in den Krieg zu schicken.

    Langsam glaube ich, es wäre tatsächlich besser gewesen Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg „neutral“ zu lassen, allein schon um jetzt nicht Erfüllungsgehilfe fremder Machtansprüche zu werden.
  6. #6

    schizo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... zur Ausbildung, zum Training und, im Falle eines Angriffs auf die eigenen Kräfte, zum Selbstschutz ...
    Zum Selbstschutz? Wenn keine Kräfte mehr dort verbleiben, braucht sich auch niemand mehr schützen, das ist ja wohl offensichtlich. Und zum Training - wer soll hier trainieren, die Bundeswehr die Afghanen, oder deutsche Soldaten sich selbst? Vollkommen Schizophren.
  7. #7

    Endloseinsatz? Na dann.

    Dann wir des wohl Zeit, sich aktiver für die Parteien und Gruppierungen einzusetzen, die für einen Abzug sind. Frankreich ist übrigens abgezogen. Holland auch. Kandada auch. Per Parlamentsbeschluß. Weil es dort Oppositionsparteien gibt, die ihre Aufgabe erfüllen. Schöne Grüße an die Bilderbergerpartei SPD. Könnt ihr Spezialdemokraten eigentlich morgens noch mit Selbstachtung in den Spiegel schauen?
  8. #8

    Zitat von L_P Beitrag anzeigen
    ..... Frankreich ist übrigens abgezogen....
    " Derzeit befinden sich noch rund 2200 französische Soldaten in Afghanistan, allerdings ohne Kampfauftrag, 700 sollen bis Jahresende nach Frankreich zurückkehren. Rund tausend Soldaten sollen bis zum Sommer 2013 den Abzug Frankreichs abwickeln. Danach bleiben noch rund 500 französische Einsatzkräfte zur Ausbildung afghanischer Einheiten in Kabul stationiert."
    Quelle: Isaf-Mission: Frankreich beendet Kampfeinsatz in Afghanistan - SPIEGEL ONLINE

    Soviel zum Abzug der Franzosen!
  9. #9

    Zitat von fortelkas Beitrag anzeigen
    "Wenn wir jetzt abziehen oder 2014 ersatzlos weggehen, dann wird die Mission ein Misserfolg"
    Nein, Herr Verteidigungsminister, sie ist jetzt schon ein Misserfolg!
    So kommt es eben, wenn die westliche Welt, allen voran die USA, anderen Staaten das Glück bringen will!

    Das Scheitern in Vietnam ist mir noch in guter Erinnerung!

    George Bush hat den Irak-Krieg mit einer dreisten Lüge begonnen. Präsidenten-Nachfolger Obama muss nun die Trümmer, die diese Lüge hinterlassen hat, aufräumen!

    Nur eine grundsätzliche Änerung der Politik der gesamten
    westlichen Welt kann der Welt mehr Frieden bringen!

    Erwin Fortelka
    Das ist bitte nicht ihr Ernst.

    Obama hat es geschaft, sowohl im Irak als auch in Afganistan sicher geglaubte Siege wegzuwerfen.

    im Irak ist die Lage ganz solide, und egal wie Bush diesen Krieg begonnen hat, die Situation dort ist nun viel besser als unter Sadam Hussein. Ich weiss nicht warum gerade in Deutschland meist von Linken die Situation so verkannt wird.
    Aber sie waere noch besser, waeren noch Truppen dort.

    In Afgahnistan ist die Lage weitaus prekaerer. Durch diese ,Verzeihung, Dummheit der Waehler und ihrer Forderung nach Abzug haben sie die Taliban wieder stark gemacht. Die sitzen doch in ihren Loechern und lachen die Zeit bis 2014 durch, und dann hat man ganz schnell wieder radikale Islamisten an der Macht.
    Und Obama stellt sich hin und verkuendet gross: Mission accomplised, I got the boys home.....

    in 5 jahren wundern sie sich dann wieder, warum noch so ein FLugzeug in ihre Wolkenkratzer fliegt.
    Jetzt zu gehen, heisst das jeder Tropfen Blut dort umsonst vergossen wurde.

    Und das Afgahnistan jede Chance verliert, das errungen weiter auszubauen.

    Der Westen darf Afgahnistan jetzt nicht alleine lassen. Die Truppen muessen bleiben, solange bis die Demokratie und v.a. die Menschenrechte dort gesichert sind.
    Und Notfalls muessen die westl. Staaten ihre Truppen dort solange lassen, wie die Siegermaechte ihre Truppen in Deutschland hatten.