Gerichtsentscheidung: Türkin muss nach 30 Jahren zum Integrationskurs

Sie lebt seit 30 Jahren in Deutschland, spricht aber kein Deutsch. Deshalb muss eine 61-jährige Türkin jetzt an einem Integrationskurs teilnehmen. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bestätigte eine Entscheidung der Ausländerbehörde.

Gericht: Türkin muss nach 30 Jahren zum Integrationskurs - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Berufung

    Die Frau hat also Zeit und Geld genug, sich durch alle Instanzen, die es in einem Rechtsstaat gibt, zu klagen.

    Wäre es nicht zeitsparender, einfacher (und auch billiger) gewesen, sie hätte einfach den Integrationskurs gemacht?
  2. #2

    Sollte selbstverständlich sein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lebt seit 30 Jahren in Deutschland, spricht aber kein Deutsch. Deshalb muss eine 61-jährige Türkin jetzt an einem Integrationskurs teilnehmen. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bestätigte eine Entscheidung der Ausländerbehörde.

    Gericht: Türkin muss nach 30 Jahren zum Integrationskurs - SPIEGEL ONLINE
    Ein Verwandter von mir, der Spanien zu seiner Wahlheimat gemacht und sich dort niedergelassen hat, hat noch mit über 30 Jahren Spanisch gelernt - als absoluter Anfänger ohne irgendwelche Vorkenntnisse, wohlgemerkt. Und jetzt spricht er es fließend.

    Das geht also durchaus, wenn man ein bißchen Ehrgeiz und Mühe zeigt.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lebt seit 30 Jahren in Deutschland, spricht aber kein Deutsch. Deshalb muss eine 61-jährige Türkin jetzt an einem Integrationskurs teilnehmen. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bestätigte eine Entscheidung der Ausländerbehörde.

    Gericht: Türkin muss nach 30 Jahren zum Integrationskurs - SPIEGEL ONLINE
    Für die Frau selbst wird es wohl ziemlich egal sein..aber grundsätzlich ein richtiges Urteil

    Ich würds toll finden wenn Ausländer vielleicht sofort einen Deutschtest oder Kurs ablegen müssten und danach nach 2 oder 3 Jahren ein zweitesmal..und vielleicht noch ein drittes Mal nach 5 weiteren Jahren.

    Ich verstehe die Leute wirklich nicht denen es nichts ausmacht für Jahre in einem Land zu leben in dem sie nicht mit den Einheimischen kommunizieren können.
  4. #4

    Neuigkeiten sprechen sich rum....

    .....manchmal sogar bis zur SPON-Redaktion. Also bitte, dass ist nun wirklich nichts Aussergewöhnliches.

    Allerdings ein klarer Indikator für kulturübergreifendes Zusammenleben in Deutschland. Würde die Frau auch nur ab und an Kontakt mit Deutschen haben, würdee sie nach 30 Jahren zumindest ein paar Brocken Deutsch sprechen. Von wem der Kontakt jetzt nicht gewünscht ist, darüber lässt sich freilich trefflich streiten...;-)
  5. #5

    Deutschland deine Bürokratie

    Ehrlich gesagt - ich verstehe es nicht wirklich. Ja, ich bin dafür, dass in Deutschland lebende Ausländer Deutsch lernen. Ich weiß aus eigener Auslandserfahrung wie wichtig das ist. Ich weiß aber auch, dass es wie viele Deutsche in verschiedenen Ländern der Welt gibt, die sich nur unter sich treffen und die jeweilige Landessprache nicht sprechen. Wenn diese Frau nun wirklich ihre 6 Kinder gut erzogen und ihnen alle Möglichkeiten eröffnet hat. So what!
  6. #6

    Albern und schildbürgerhaft!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lebt seit 30 Jahren in Deutschland, spricht aber kein Deutsch. Deshalb muss eine 61-jährige Türkin jetzt an einem Integrationskurs teilnehmen. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bestätigte eine Entscheidung der Ausländerbehörde.

    Gericht: Türkin muss nach 30 Jahren zum Integrationskurs - SPIEGEL ONLINE
    Unfassbar, mir fehlen die Worte. Eine 61jährige wird nicht nur gezwungen deutsch zu lernen sie soll auch noch lesen und schreiben lernen.
    Sie hat hier gearbeitet (oder tut es noch) und ihre Kinder sind deutsch und sprechen deutsch und zahlen Steuern. Was will man denn noch?
  7. #7

    Im Prinzip BRAVO!

    Auch wenn es die Integration der mittlerweile 60-jährigen Frau nicht mehr befördern dürfte, so hat die Entscheidung doch praktische Relevanz.
    Das Alter ist unerheblich, Integration und Verständigung ist immer notwendig und möglich. Denn ab welchem Alter sollte man sonst die Grenze ziehen? Bei 55, 40 oder gar bei 35? Gerade (!) die älteren Menschen werden als Vorbilder gesehen und können daher mehr bewirken, als jüngere.
  8. #8

    Sehr traurig

    Es ist nicht zu fassen das unsere Gesellschaft nicht verpflichtend einführt, das Menschen die hier dauerhaft leben möchten, in jedem Fall unsere Sprache sprechen können. Schlimm finde ich, das die Betroffene von Ihren sechs Kindern und Ihrem Ehemann in 30 Jahren ja scheinbar keine Unterstützung erhalten hat, lesen und schreiben zu lernen (egal in welcher Sprache). Anstelle die Richterliche "Strafe" als Chance zu verstehen, rennt man dann lieber vors Gericht. Nicht zu fassen
  9. #9

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    Sie lebt seit 30 Jahren in Deutschland, spricht aber kein Deutsch. Deshalb muss eine 61-jährige Türkin jetzt an einem Integrationskurs teilnehmen. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bestätigte eine Entscheidung der Ausländerbehörde.

    Gericht: Türkin muss nach 30 Jahren zum Integrationskurs - SPIEGEL ONLINE
    Wo liegt das Problem? Ein Integrationskurs ist dazu da, damit die Leute sich integrieren. Diese Frau ist offensichtlich nicht integriert, wenn sie nach 30 Jahren keinerlei Deutsch spricht. Insofern ist die Entscheidung richtig.

    Ich finde sogar, diese Frau hat den Kurs noch nötiger als Neuzuzügler. Bei denen ist es ansatzweise verständlich, dass sie am Anfang kein Deutsch können. Und bei dem ganzen Umzugsstress ist am Anfang vielleicht auch die Zeit etwas knapp, einen Kurs zu besuchen. Aber wer es innerhlab von 30 Jahren nicht schafft, scheint nicht nur nicht integriert zu sein, sondern scheint überhaupt keinen Integrationswillen zu haben.