Star-Trompeter Till Brönner: "Jazz ist eine Sprache, die jeder lernen kann"

Andreas H. Bitesnich/ Universal Music Zurück in die Siebziger: Auf seinem neuen Album gibt sich Till Brönner als Retrojazz-Purist. SPIEGEL ONLINE präsentiert das Werk exklusiv im Prelistening-Stream - und befragt den Star-Trompeter zu Pop-Ausflügen, Image-Problemen und Castingshow-Experimenten.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/t...-a-868771.html
  1. #1

    Deutscherrrr Jazz

    Zitat Brönner: "Deutscher Jazz hingegen hat es nicht immer leicht."

    Ja. Deswegen mal hier klicken:

    Responding Spirits Part One: Amazon.de: Musik
  2. #2

    Jaja der Herr Brönner

    Man könnte jetzt viel über die lächerlichen Gesangsversuche, die eingeübten Trompetensoli, schleimige Interviews, den zweifelhaften Creed Taylor etc sagen, aber um es mit einem Satz zu sagen: Till Brönner ist der Till Schweiger des Jazz.
  3. #3

    Unsympath

    "Sind Sie Plattensammler?" - "meine Studenten an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden [..] Seit dem Wintersemester 2009/2010 unterrichte ich dort"

    "Musste (X-Factor) sein?" - "Andere müssen sich an solche Formate klammern, weil sie sonst nichts haben."

    Schade! Ich würde einen "sophisticated", sympathischen Jazzer aus Deutschland begrüßen. Aber immer, wenn Herr Brönner (der obigen optisch ja durchaus gibt) den Mund aufmacht, zeigt sich, dass er dieser nicht sein kann...
  4. #4

    optional

    "...Andere müssen sich an solche Formate klammern, weil sie sonst nichts haben." Ist doch prima, wenn man sich aufgrund Promi Bonus so schön arrogant in die eigene Trompetentasche lügen kann! "Ich konnte mir die Freiheit nehmen, auszusteigen und wieder meine Musik zu spielen. ..." Wärst du doch in der Casting Show geblieben und hättest aufgehört Dudeljazz zu machen.
    Die ganze Masche ist gleich Dieter Nuhr oder Mario Barth,
    jetzt mal auf Pseudo CTI zu machen reissts auch nicht mehr raus. Zu 90 % ist Jazz (ähnlich wie bei der aktuellen Klassik) einfach herz- und hirnlose Rotze für Leute die zu faul oder doof sind, nach wirklich schönen Aufnahmen zu suchen. Tschuldigung, wenn ich hier mal so abgehe, aber bei dieser Dauervergewaltigung von Musik im Namen des "guten" Geschmacks bin ich immer mehr davon überzeugt, dass nicht jeder Musik machen sollen dürfte.
  5. #5

    optional

    Kann es sein, dass der Brönner das peinlichste Interview, das ich seit langem gelesen habe, gegeben hat? "SPIEGEL ONLINE: Garnieren Sie die neue Platte deshalb mit Streichern? ... " "Ich garniere nicht üppig, ich lasse sie bei einigen Titeln lediglich mal kurz aufblitzen und dann wieder verschwinden. Das ist wahrer Luxus: Vom Luxus nur ganz wenig Gebrauch zu machen. Ein ganzes Orchester zu engagieren und es nur vier oder acht Takte spielen zu lassen...." Wow, so cool kann sinnlos Geldraushauen sein ! is ja irre! "..Doof wird es, wenn man nur gefällig spielt und dann noch Streicher drauf packt." Äähhh ..... jaaaaa......finde ich auch .... warum machst du genau das dann und das ganze wird auch noch veröffentlicht? " ...Streicher dürfen einen Bruch bedeuten, sie sollen auch mal grotesk wirken...." Das einzig Groteske hier sind Brönners Aussagen in diesem Interview, dafür aber so geballt, dass das auch fast schon wieder Jazz ist. So ein unfreiwillliger Jandl Jazz.
    DANKE SPON, das war echt mal lustig !!
  6. #6

    optional

    Till Brönner macht Jazz? Wirklich? Das ist mir aber neu denn das nennt man Pop-Musik. Hören Sie bitte auf diesen selbstverliebten Vogel zu hypen denn es gibt WESENTLICH bessere Leute die wirklich Jazz machen.
  7. #7

    Achtung Achtung! Hier schreibt die Jazzpolizei...

    Irgendwie komisch. Da kommt nun endlich mal ein guter Jazzmusiker aus Deutschland und schon melden sich die sog. Puristen zu Wort und fordern etwas ein, was genau ihren Erwarungen entspricht (die sie aber nicht einmal genau definieren können). - Immer natürlich unter der Prämisse: Amerika, du hast es besser.
    Ich finde Till Brönner klasse und sehr sympathisch. - Trotz (oder wegen) einer Vinylsammlung mit ca. 5000 Jazz-LPs aus den 50er, 60er, 70er Jahren und dem Besten von heute (um mal den Dudelfunk zu zitieren).
  8. #8

    Achtung Achtung! Hier schreibt die Jazzpolizei...

    Irgendwie komisch. Da kommt nun endlich mal ein guter Jazzmusiker aus Deutschland und schon melden sich die sog. Puristen zu Wort und fordern etwas ein, was genau ihren Erwarungen entspricht (die sie aber nicht einmal genau definieren können). - Immer natürlich unter der Prämisse: Amerika, du hast es besser.
    Ich finde Till Brönner klasse und sehr sympathisch. - Trotz (oder wegen) einer Vinylsammlung mit ca. 5000 Jazz-LPs aus den 50er, 60er, 70er Jahren und dem Besten von heute (um mal den Dudelfunk zu zitieren).
  9. #9

    Till Brönner ...

    ... ist kein guter Jazzmusiker, er ist nur ein guter Handwerker. Und mit Jazzpolizei hat das auch nichts zu tun, genau so wenig wie mit Erfolgsneid. Brönner hat nicht begriffen, dass Jazz mehr ist als Musik, Jazz hat immer noch eine gesellschaftliche Relevanz. Das geht Brönners Musik völlig ab. Zudem ist seine Behauptung falsch, jeder könne Jazz lernen. Das ist dieser dumme Casting-Show-Ansatz, jeder könne alles, wenn man sich nur bemühen würde. Aber es kommt auf Talent, Vision und Kreativität an. Jazz ist immer noch eine Musik, die auf der Suche nach Neuem ist, man geht bekannte Wege, bis man auf "Unkbown territory" stößt (wie Evan Parker gesagt hat) und dann muss man entscheiden, was man macht - bleibt man auf der sicheren Seite (und somit letztendlich langweilig) oder geht man weiter. Brönner geht nie weiter, sondern recycelt nur zweitklassigen Dudeljazz. Deswegen interessiert sich im Ausland auch niemand für ihn, nur die Deutschen finden das halt nett. Aber wir haben auch ohne ihn gute Leute: Brötzmann, Wogram, Niggenkemper, Heberer, Schlippenbach usw.