Debatte über Israel-Kritik: Überall Antisemiten

Jeder Kritiker Israels muss damit rechnen, als Antisemit beschimpft zu werden. Das ist ein gefährlicher Missbrauch des Begriffes. Im Schatten solch falscher Debatten blüht der echte Antisemitismus.

Kritik an Israel: Inflationärer Gebrauch des Antisemitismus-Vorwurfs - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    "Das ist ein gefährlicher Missbrauch des Begriffes"
    Dazu ist vielleicht auch noch mal dieser Artikel interesseant
    Tweet-Ärger: NRW-Landtagspräsidentin wirft Pirat Antisemitismus vor - SPIEGEL ONLINE
  2. #2

    Hr. Augstein

    100% treffend und besser kann man es nicht niederschreiben! Danke!!
  3. #3

    Titellos

    Man muss die Politik Israels, vor allem die aktuelle Regierung, kritisieren dürfen, ohne in die Antisemitische Ecke geschickt zu werden.
    Israel hat nicht nur jüdische Bürger, und solche Dinge wie der Siedlungsbau oder die Wasserfrage, sind Themen die sich jede kritische Betrachtung verdienen.

    Daraus jedoch zu schließen, man sei gegen alle Juden oder Menschen jüdischen Glaubens, ist Unsinn.
    Wenn ich den König von Saudi-Arabien kritisiere, meine ich auch nicht alle Muslime.
  4. #4

    Das ist eben der Nachteil der Nazikeule, was nicht tief rot ist muss braun sein.
    - Eurokritiker = Nationalisten
    - Kritik zur Integration = Rechtsradikal
    - Kritik an Israel = Nazi
  5. #5

    Broder, nein danke

    Normalerweise bringen mich Augsteins Kolumnen entweder zum Kopfschuetteln oder zum Wuergen, aber heute mal nicht. Ob der Staat Israel rechtens oder falsch mit den Palaestinensern umspringt, sei mal dahingestellt. Die letzte Kolumne Augsteins zu diesem Thema war schrecklich einseitig und verlogen und wurde auch von vielen Foristen verrissen.
    Aber die Antisemitismus-Keule, die Broder&Co. bei jeder sich bietenden Gelegenheit ziehen, um nichtgenehme Aeusserungen zu denunzieren, ist unlauter und falsch. Broder haelt sich fuer einen Freund Israels, aber bei solchen Freunden, braucht Tel Aviv tatsaechlich keine Feinde mehr.
  6. #6

    Erbärmlich

    Und fast täglich grüßt der Augstein mit einem neuen niveaulosen Hetzartikel. Wenn es nicht so ein trauriges Thema wäre, müsste man über seine Verbohrheit und seine durchschaubare Verdrehung der Realität, ja fast schon lachen.
    Unglaublich, dass man für das Schreiben solcher Artikel bezahlt wird.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jeder Kritiker Israels muss damit rechnen, als Antisemit beschimpft zu werden. Das ist ein gefährlicher Missbrauch des Begriffes. Im Schatten solch falscher Debatten blüht der echte Antisemitismus.

    Kritik an Israel: Inflationärer Gebrauch des Antisemitismus-Vorwurfs - SPIEGEL ONLINE
    Das erste Mal, dass ich Augstein voll und ganz Recht geben muss. Wir solten versuchen den Palästinakonflikt neutral zu bewerten und Verbrechen als solche bezeichnen, egal von welcher Seite sie begangen werden. Alles andere macht uns und unsere Politik unglaubwürdig.
  8. #8

    Perfide Argumentation, Herr Augstein

    Wenn man Antisemitismus erkennt, sollte man das bitte nicht aussprechen, weil man damit den Begriff Antisemitismus inflationiert und selbst zum Antisemitimus beiträgt. Das ist die Logik von Herrn Augstein. Vielen Dank dafür!
  9. #9

    Fatal in beide Richtungen wirkend

    Ebenso werde Menschen jüdischer Herkunft, die nicht israelische Staatsbürger sind, für das Handeln des israelischen Staates weltweit mit in die gesellschaftliche Verantwortung genommen.

    Die Antisemitismus-Keule schlägt also zurück und trifft ebenfalls Unschuldige. Ich empfehle Presse und Politikern, diesen Begriif mit größter Vorsicht zu benutzen, er trifft bei weitem nicht immer den korrekten Sachverhalt - ebenso wie die von Ihnen zitierte Untersuchung.