S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Ey, Digger!

Die Bayerische Staatsregierung zeichnet RTL für die Kampagne "Sag's auf Deutsch" aus, also für Verdienste beim interkulturellen Dialog und Integration. Der geneigte Zuschauer darf sich fragen: Was soll das denn?

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-869070.html
  1. #1

    Der Spott auf RTL ist angebracht - auf Bayern nicht, da dort im Regelfall ein besseres Deutsch geschrieben und gesprochen wird als im Norden : wie Burmesters Kolumne zeigt, die von zahllosen Fehlern entstellt ist: falsche Orthographie ("Dank" statt "dank", "das" statt "daß" usw.), falsche oder fehlende Interpunktion, schlechter Stil etc. etc....
  2. #2

    Schade...

    Leider feuert ein Artikel, der vor Interpunktions- und sogar Orthographiefehlern nur so strotzt, eher nach hinten.
    Dazu wirkt der Spott gegenüber dem bayrischen Freistaat sehr provinziell-kleingeistig. Schade, das Thema hätte mehr hergegeben als Frau Burmeister mit ihrem schwachen, zynischen Beitrag daraus gemacht hat.
  3. #3

    Wir sind Lernende

    Tja, Frau Burmester, in Sachen Deutsch sind wir eben alle Lernende. Weil’s zu kleinlich wäre, lasse ich mal die vielen Kommafehler in Ihrer Kolumne mal auf sich beruhen. Aber: „Sich zu öffnen, auf das Verständnis für einander entstehe“ (statt „Sich zu öffnen, auf dass Verständnis füreinander entstehe“), das ist schon etwas peinlich.
  4. #4

    Ach, isses mal wieder soweit?

    "Weniger erfreulich ist das Ergebnis der Hamburger Schüler im Fach Deutsch. Beim Leseverständnis landet der Stadtstaat mit 484 Punkten auf dem drittletzten Platz vor Berlin (480) und Bremen (469). Im Durchschnitt erreichten die Länder 496 Punkte. Immerhin: Im Vergleich zum PISA-Test 2006 hat sich Hamburg in dieser Kategorie leicht verbessert. Damals betrug der Wert nur 476 Punkte. Beim Hörverständnis in Deutsch kamen die Hamburger mit ebenfalls 484 Punkten auf den viertletzten Platz. Und auch die Rechtschreibung bietet keinen Anlass zur Zufriedenheit: Hier erreichen die Hamburger Neuntklässler mit 474 Punkten Platz 14, gefolgt nur noch von Brandenburg (473) und Bremen (461).

    Auch dieser Länder-Schulleistungsvergleich belegt das starke Süd-Nord-Gefälle in der Bildung. Bayern ist in allen fünf Testgebieten Spitzenreiter."

    (PISA 2009)
  5. #5

    Das war wohl nichts

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bayerische Staatsregierung zeichnet RTL für die Kampagne "Sag's auf Deutsch" aus, also für Verdienste beim interkulturellen Dialog und Integration. Der geneigte Zuschauer darf sich fragen: Was soll das denn?

    Silke Burmester über den "Integrationsbrief" an RTL - SPIEGEL ONLINE


    Ein in jeder Beziehung wirklich schwacher Beitrag liebe Frau Burmester. Argumente: einfach das Geschreibsel mal durchlesen, dann kommt man locker von selber drauf.
  6. #6

    Zitat von dufay Beitrag anzeigen
    Der Spott auf RTL ist angebracht - auf Bayern nicht, da dort im Regelfall ein besseres Deutsch geschrieben und gesprochen wird als im Norden : wie Burmesters Kolumne zeigt, die von zahllosen Fehlern entstellt ist: falsche Orthographie ("Dank" statt "dank", "das" statt "daß" usw.), falsche oder fehlende Interpunktion, schlechter Stil etc. etc....
    Rechtschreibung kritisieren und dann "dass" mit "ß" schreiben. Im Denglischen sagt man dazu: "Fail!".

    Nebenbei, das war durchaus mal einer der besseren Beiträge von Frau Burmester - natürlich fühlen sich jetzt alle Bayern auf den Schlips getreten (getroffene Hunde bellen, oder?).

    Frau Burmester: Das nächste mal über die Sachsen lästern, denen ist das schon lange egal. Außerdem: Etwas weniger Bandwurmsätze schreiben, das würde die Lesbarkeit deutlich erhöhen - außerdem kann man es so viel besser reinreiben.
  7. #7

    Eigentor Burmester

    Offenbar scheinen auch so manche gebürtige Hamburgerinnen noch einigen Nachholbedarf in Sachen korrektes Deutsch zu haben. Zumindest der Grad des häufig zu beobachtenden und gerade zu manischen Dranges, sich mit München und den Bayern messen und vergleichen zu müssen, ist im bundesweiten Vergleich in Hamburg unübertroffen. Man fragt sich warum? Muss ein tief ausgeprägter Neidkomplex sein. Sorry, aber für Euer schlechtes Wetter und den HSV können wir auch nix!

    Servus aus München (15 Grad, wolkenlos) ;-)))
  8. #8

    Sie checkt's einfach nicht...

    Fr. B. , die Grundaussage ihrer Kolumne bzgl. des Beitrages des Privatfernsehens zur deutschen Sprache ist ja o.k.- nur:
    Zitat: ["Deutsch" und "Bayern", da dingeln bei mir natürlich die Glocken und kurz war ich gewillt anzunehmen, es ginge um die Integration von Bayern in Deutschland. Also nicht so fies zu denen zu sein, und nicht zu lachen, wenn sie sprechen. "]
    Mal wieder- wenn sie satirisch sein wollen, sollten sie auch eine ensprechende Grundbildung mitbringen. Soll heißen:
    Das in Deutschland gebräuchliche Standard- oder auch Hochdeutsch stammt aus Süd- bzw- Mitteldeutschland. Wir sprechen heute eine Varität, welche sich aus dem süddeutschen und mittel- bzw. ostdeutschen Ober- und Mitteldeutsch entwickelt hat.
    Also jene (Schrift-)Sprache, welche sie für ihre Kolumnen verwenden und welche sie vorgeben doch so gut zu beherrschen und deren Beherrschung sie andern (speziell den Bayern) abreden.
    Fakt ist aber: die haben's (u.a.) erfunden! Und sie als Hamburgerin würden ohne das aus Süddeutschland (und auch Österreich) stammende Oberdeutsch heute noch das eher dem Niederländischen ähnlichen Niederdeutsch sprechen und auch dementsprechend schreiben.
    Wie ich in diesem Kontext gerne vergleiche: Ein Norddeutscher, welcher einem Süddeutschen mangelnde oder schlechte Deutschkenntnisse unterstellt, ist wie ein Glasgower, welcher einem Oxforder zu gutem Englisch ermahnt.
    Also: Satire kann man ja versuchen, nur sollte man diese beim Niederschreiben nicht auf eigener Unkenntnis oder Bildungslücken aufbauen- dann wird's nämlich einfach nur noch peinlich. Und das in einem Magazin, welche sich gerne als Sprachrohr des intellektuellen Deutschlands sieht... nix für ungut.
  9. #9

    Hochverehrte Dame,

    da ist Ihnen aber ein kruder Text aus der Feder bzw. in die Tastatur geflossen.

    Zutreffende Kritik an zweifelhaften Formaten mischt sich mit einem Katalog an schwachbrüstigen Vorurteilen über Bayern. Im Gegensatz zur letzten Polemik über den Freistaat und seine Bewohner wirkt die Ansammlung von Schwachheiten allerdings inzwischen etwas angegammelt, und selbst der geneigteste Leser sorgt sich: bricht da gar irgendein schräger Komplex der Autorin durch oder schwelt eine in tiefstem Urbairisch gesprochene Kränkung, deren Heilung nun coram publico vollzogen werden soll?

    Die Staatsregierung ist nicht deckungsgleich mit Bayern (auch wenn die CSU hier noch Lernbedarf hat!); insofern erscheint es etwas schlicht, die Preisvergabe als Symptom für eine bayernweite Urteilsschwäche heranzuziehen. Weitaus näher liegt die Vermutung, dass Ihr offensichtlich begrenzter Erfahrungshorizont ursächlich ist für Ihren Standpunkt.

    Mal ganz unter uns: ich kenn' auch den einen oder anderen beknackten Berliner - und über die gelegentliche Rotzigkeit des in der Bundeshauptstadt gesprochenen Dialekts müssen wir uns hoffentlich nicht wirklich unterhalten. Ungeachtet dessen erkläre ich nicht DIE Berliner für schuldig am Flughafendesaster - ebensowenig wie der bisweilen arrogant klingende "Nordsprech" der Hamburger ursächlich ist für die Probleme beim Bau der Elbphilharmonie.

    Vielsagend ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Quoten der von Ihnen kritisierten Formate durchaus bundesweit gut genug sein dürften, um ihre Ausstrahlung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu rechtfertigen; dass sie eine Form der Volksverdummung darstellen, steht auf einem völlig anderen Blatt.

    Inwieweit das nun die Idee diskreditiert, die hinter "Sag's auf deutsch" steht, erschließt sich mir nicht wirklich. Ich pflege keinerlei Nationalstolz, aber es scheint mir dennoch durchaus angebracht, auf den Wert und die Notwendigkeit einer gemeinsamen Sprache hinzuweisen: Multikulti ohne Verständigungsmöglichkeit nämlich ist zum Scheitern verurteilt. Nachdem diese Erkenntnis sich inzwischen sogar im linksgrünen Lager verbreitet hat, dürfen auch Sie sich langsam damit befreunden. Und wo, wenn nicht in den Programmschemata der diskreditierten Sender, ließe sich trefflicher dafür werben?

    Exakt HIER formulieren Sie das einzig wirklich schlüssige Argument: die Beschränkung des Appells auf Menschen mit Migrationshintergrund ist natürlich blödsinnig - und schwächt den Sinn der Kampagne auch in meinen Augen erheblich.

    Für die insofern mindestens fragwürdige Entscheidung der Staatsregierung, RTL auszuzeichnen, ein ganzes Bundesland in Sippenhaft zu nehmen, sagt allerdings mehr aus über Sie als über Seehofer and Friends - aber heutzutage lassen sich die meisten irrationalen Phobien einigermaßen wirkungsvoll behandeln. Sicher findet sich irgendwo ein Therapeut, der auch Sie, Frau Burmester, erfolgreich von Ihrer Baiuwarenangst befreien kann!

    Gute Besserung - nicht zuletzt auch Ihrem Deutsch!