Taube mit Geheimbotschaft: Weltkrieg-Code ist nicht zu knacken

action pressWar es der Bericht eines Spions hinter den feindlichen Linien? Experten in Großbritannien brüten seit Wochen über einer geheimnisvollen Nachricht aus dem Zweiten Weltkrieg, die an den Überresten einer Brieftaube gefunden wurde. Nun müssen sie eingestehen: Der Code ist zu komplex für sie.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-869139.html
  1. #20

    Es wird nicht einfacher dadurch, das es nur der 6. Teil einer Botschaft ist. Da duerften doch mindestens 12 Brieftauben unterwegs gewesen sein!
  2. #21

    Nicht vergessen

    daß auch absichtlich sehr viele Fake-Nachrichten versandt wurden, um die Experten des Gegners mit nutzlosem Unsinn zu beschäftigen. Sowas nennen wir heute Spam und das war auch schon damals ein probates Mittel um Kapazitäten zu binden, behindern und Frust zu sähen.
  3. #22

    Ich denke, die Idee, die Enigma einzusetzen, hatten die Engländer auch schon ;-)
    Ich habe ja nun nicht so die Ahnung, aber wieso steht am Anfang wie auch am Ende der gleiche Code: "AOAKN"?

    Und noch ne Frage: Wieso sollte man für "Spams" Brieftauben eingesetzt haben?
  4. #23

    Füllfunk

    Ich habe in meiner NVA-Zeit in den zentralen Funknetzen gearbeitet. Bei uns herrschte den ganzen Tag über Funkbetrieb. Pro Tag sind in den beiden empfangs- und sendeseitigen Netzen ca. je 30 Funksprüche gesnedet und empfangen worden. Davon war emfangsseitig nur ein Spruch am Tag ein sog. "Sinnspruch". Sendeseitig gab es nur ca. einen Sinnspruch pro Woche. Der Rest war Füllfunk, wobei uns die Texte von der Chiffrierstelle vorbereitet übergaben worden sind. So weit ich mich erinnern kann, konnte man aber einen Sinnspruch in der ersten oder letzten Gruppe logisch erkennen. Übrigens war es bei uns üblich, dass sich die Funker Tarnnamen aus zwei Buchstaben zugelegt haben. Im Füllfunk haben wir den Text geändert und als letzte zwei Buchstaben unseren Tarnnamen gefunkt. Ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass Tauben mit Fülltexten losgeschickt worden sein können.
  5. #24

    knackt diesen Code mal:

    jksml-12658-äsdnpup-udcpdfpds
    Hat mal jemand überlegt, dass das auch sowas wie die Hitler-Tagebücher sein könnte, nur um die Welt mit Nichtigkeiten zu beschäftigen?
  6. #25

    yoooh

    Zitat von Blutkoete Beitrag anzeigen
    "Zu komplex" ist vielleicht der falsche Ausdruck, wenn der Spion einen Einmalblock dabei hatte und das Gegenstück verloren gegangen ist.

    One-Time-Pad

    Viele Menschen haben leider, wie ein Vorkommentator bereits anmerkte, durch die exzellente Bildung aus Kino und Fernsehen ein völlig falsches Bild von Verschlüsselung.
    Eigentlich könnte man sich fragen wer den so zurückgeblieben ist und meint, dass in Filmen die Wahrheit gezeigt wird, aber dann schaut man sich um und ist erstaunt wie viele meinen, das Computerspiele und Filme die Realität wieder geben. Erstaunlich!
  7. #26

    Schaut aus wie eine TAN-Liste für Telebanking. Glaube nicht, dass man das entschlüsseln kann.
  8. #27

    Zitat von teesatz Beitrag anzeigen
    daß auch absichtlich sehr viele Fake-Nachrichten versandt wurden, um die Experten des Gegners mit nutzlosem Unsinn zu beschäftigen. Sowas nennen wir heute Spam und das war auch schon damals ein probates Mittel um Kapazitäten zu binden, behindern und Frust zu sähen.
    Sie meinen so etwas wie Hirschhornsalz und spanische Fliege im Versandhandel zu Zeiten des 2. Weltkriegs und die damit einhergehende Erfindung von Taubenschutzgittern?
  9. #28

    Das erinnert auch ein wenig an die immer noch vorhandenen Zahlensender zur Agentenführung. Wobei allerdings, wie der Name schon sagt, Zahlen in 5er Gruppen gesendet werden. Diese Codes sind ohne den jeweiligen Gegenschlüssel ebenfalls unknackbar.
  10. #29

    Zitat von atzlan Beitrag anzeigen
    One-Time-Pads als nichtmoderne Methode mal außen vor, ist das eine Aussage, die man so nur treffen kann, wenn einem die Leistungsfähigkeiten der schnellsten Computersysteme der Welt bekannt wären. Woher wollen Sie aber wissen, wie schnell bspw. die der NSA arbeiten?
    Weil es keine Rolle spielt! Ein mit einem hinreichend langen und komplexen Schlüssel AES256-verschlüsseltes Dokument ist berechnungssicher.

    Advanced Encryption Standard Gegenteilige Behauptungen bitte mit Quellen.