Taube mit Geheimbotschaft: Weltkrieg-Code ist nicht zu knacken

action pressWar es der Bericht eines Spions hinter den feindlichen Linien? Experten in Großbritannien brüten seit Wochen über einer geheimnisvollen Nachricht aus dem Zweiten Weltkrieg, die an den Überresten einer Brieftaube gefunden wurde. Nun müssen sie eingestehen: Der Code ist zu komplex für sie.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-869139.html
  1. #10

    missverständnis

    einige hier scheinen das nicht richtig zu verstehen. Wenn es sich um einen OTP hält, so kann die Nachricht mit gleicher Wahrscheinlichkeit jede Nachricht dieser Länge sein und es gibt keine Verfahren, auf die tatsächliche Nachricht zu schließen, so lange der Schlüssel nicht bekannt ist. Das beruht auf Mathematik und hat nichts mit der Geschwindigkeit der Rechner zu tun.
  2. #11

    Gelöst!

    Das sind Blöcke aus Microsoft-Seriennummern, sieht man doch, hat sich irgendjemand ausgedacht und als vermeintliches Geheimnis an ein Täubchen gebunden.
  3. #12

    Naja

    Zitat von h0725 Beitrag anzeigen
    einige hier scheinen das nicht richtig zu verstehen. Wenn es sich um einen OTP hält, so kann die Nachricht mit gleicher Wahrscheinlichkeit jede Nachricht dieser Länge sein und es gibt keine Verfahren, auf die tatsächliche Nachricht zu schließen, so lange der Schlüssel nicht bekannt ist. Das beruht auf Mathematik und hat nichts mit der Geschwindigkeit der Rechner zu tun.
    Das stimmt nur, wenn der Schlüssel keine Auffälligkeiten besitzt, also echt zufällig ist. Die Frage wäre zu klären, ob damals OTP mit solchen Schlüsseln durchgeführt worden ist.

    Die Nachricht dürfte aber zu kurz sein, um eventuelle Schwächen des Schlüssels oder des Verfahrens, falls kein OTP verwendet worden ist, auszunutzen.
  4. #13

    Sieht erstmal aus

    wie die damals häufig genutzen Fünfergruppen zur Verschlüsselung. Außerdem muss es ja nicht zwingend sein, das die Verschlüsselung per OTP erfolgte, schließlich sind auch die besten Kryptographen nur Menschen und können mal irren. Es könnte genauso gut eine Abwandlung des Caesar Code sein (zwar eine recht billige Verschlüssung, aber vielleicht gerade deshalb so genial dass keiner dran denkt ;) )
  5. #14

    Zitat von atzlan Beitrag anzeigen
    One-Time-Pads als nichtmoderne Methode mal außen vor, ist das eine Aussage, die man so nur treffen kann, wenn einem die Leistungsfähigkeiten der schnellsten Computersysteme der Welt bekannt wären. Woher wollen Sie aber wissen, wie schnell bspw. die der NSA arbeiten?
    Aber das das ist doch gerade die sache sagen wir die nsa einen Computer der einhundert Milliarden mal schneller als der schnellste bekannte Supercomputer das wäre immer viel, viel, viel zu langsam um eine mit einen vernünftigen schlüssel Verschlüsselte aes nachricht in einer zeit die kürzer ist als die Restlebensdauer des Universums zu entschlüsseln.
  6. #15

    Aha

    Zitat von rosagallica Beitrag anzeigen
    Jedenfalls nicht in Zeiträumen die ein Universum im allgemeinen existiert.
    Und wie lange existiert denn so ein Universum im allgemeinen? Haben Sie da Erfahrungswerte?
  7. #16

    Zitat von Jean-Carlo Beitrag anzeigen
    Und wie lange existiert denn so ein Universum im allgemeinen? Haben Sie da Erfahrungswerte?
    Ist doch völlig klar: zig Milliarden Jahre! Das weiß eigentlich jeder der lesen und schreiben kann ;-)
  8. #17

    Zitat von mixolydisch Beitrag anzeigen
    Ist doch völlig klar: zig Milliarden Jahre! Das weiß eigentlich jeder der lesen und schreiben kann ;-)
    Naja, es geht ja nicht darum, wie lange das Universum schon existiert, sondern, wie lange es noch existieren wird. Und da sind "zig Milliarden Jahre" _extrem_ wenig. Aktuelle Schätzungen gehen von mindestens 10 hoch 100 Jahren aus. Da lässt sich schon so einiges entschlüsseln, vor allem, wenn man die ungefähre zukünftige Entwicklung der Rechenleistungen mit einbezieht.
  9. #18

    Vielleicht ist es einfach Unsinn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Experten in Großbritannien brüten seit Wochen über einer geheimnisvollen Nachricht aus dem Zweiten Weltkrieg, die an den Überresten einer Brieftaube gefunden wurde. Nun müssen sie eingestehen: Der Code ist zu komplex für sie.

    Taube mit Geheimbotschaft: Weltkriegs-Code ist nicht zu knacken - SPIEGEL ONLINE
    Ich war etliche Jahre nach dem Krieg Funker. Ok, keine Brieftauben. Wenn ein wichtiges Netz längere Zeit keine Nachrichten zu versenden hatte, hatten wir die Aufgabe, uns ein paar wirre Fünfergruppen auszudenken und zu übertragen. Damit wurde geprüft, daß das Netz noch existiert (der andere Funker nicht schläft) oder auf die Tauben übertragen, keine Falken auf der Route stationiert sind.

    Diese Texte waren nicht zu entschlüsseln, weil es nichts zu entschlüsseln gab.
  10. #19

    ausgefallene Idee:

    Wie wärs mal, eine alte deutsche (!) ENIGMA einzusetzen?! Vielleicht - man kennt ja die Gedankengänge des Absenders nicht - hat da jemand ne Beute-ENIGMA eingesetzt, die Codes waren da ja schon geknackt!