Taube mit Geheimbotschaft: Weltkrieg-Code ist nicht zu knacken

action pressWar es der Bericht eines Spions hinter den feindlichen Linien? Experten in Großbritannien brüten seit Wochen über einer geheimnisvollen Nachricht aus dem Zweiten Weltkrieg, die an den Überresten einer Brieftaube gefunden wurde. Nun müssen sie eingestehen: Der Code ist zu komplex für sie.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-869139.html
  1. #1

    Knacker

    Vielleicht ist die Nachricht keine Nachricht sondern ein Dechiffriercode
  2. #2

    Zeitverschwendung

    Was bringt es schon Nachrichten zu entschlüsseln, die für die heute Lebenden keine Relevanz mehr haben.
    Man sollte die Kryptoexperten mal lieber zu den Krisenkommentaren der heutigen Politiker befragen. Die versteht schon lange keiner mehr.
  3. #3

    ganz einfach

    Die Entschlüsselung ergibt eine Sensation. Der Text lautet: "Attentat auf Hitler erfolglos. Agenten sitzen in Berlin Bendlerblock fest. Erbitten Luftangriff auf Position. Sofort Nachricht an Chef. Reporter. Melde mich ab."
  4. #4

    Diese Computerexperten

    in Film und Fernsehen nerven mich schon lange. Moderne Verschlüsselungsmethoden sind - wenn der Schlüssel nicht ermittelt werden kann - nicht zu knacken. Jedenfalls nicht in Zeiträumen die ein Universum im allgemeinen existiert.
  5. #5

    Kleinigkeiten wie diese

    sorgen immer wieder für ein Staunen in den Zeitungen. Dabei ist der Text doch längst entschlüsselt worden. Zwar nicht diese Nachricht, aber eben die zweite Nachricht gleichen Inhalts. Es heißt doch ausdrücklich, dass eine zweite Ausfertigung geschickt wurde, und zwar mit der zweiten Taube, die aufgezählt wird. Und diese zweite Nachricht kam an und wurde auch entschlüsselt.
    Schade nur, dass es heute nicht mehr möglich ist, die entschlüsselte Nachricht in den Archiven zu finden. Denn es wurden längst nicht alle Nachrichten aufbewahrt.
  6. #6

    Es handelt

    sich um die typischen Fünfergruppen, die im militärischen Fundkverkehr auch in der Neuzeit zum Einsatz kamen. Interessant ist, dass der Text keine Zahlen enthält. Von besonderer Bedeutung sind die erste und die letzte Gruppe. Sie geben entweder den Empfänger oder Adressaten, oder einen Hinweis auf den Code an. Wenn man den findet, wird es möglich sein, den Spruch zu knacken. Im militärischen Einsatz kamen in der Neuzeit täglich wechselnde Codes zum Einsatz. Die haben durch horizontale und vertikale Zuordnung eine matrixförmige Verschlüsselung erzeugt. Inwieweit damals im operativen Einsatz ein täglicher Schlüsselaustausch unter Verwendung von Codebüchern möglich war, weiss ich nicht, halte es aber für unwahrscheinlich. Möglicher ist ein länger verwendeter Schlüssel in Codebuchform. Ohne Codebuch wird es eine Aufgabe für moderne Rechnersysteme mit ungewissem Ausgang.
  7. #7

    Komplex

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    War es der Bericht eines Spions hinter den feindlichen Linien? Experten in Großbritannien brüten seit Wochen über einer geheimnisvollen Nachricht aus dem Zweiten Weltkrieg, die an den Überresten einer Brieftaube gefunden wurde. Nun müssen sie eingestehen: Der Code ist zu komplex für sie.

    Taube mit Geheimbotschaft: Weltkriegs-Code ist nicht zu knacken - SPIEGEL ONLINE
    Also, vor 70 Jahren hat jemand einen analogen Code benutz um eine Nachricht im 5er Gruppen System zu verschlüsseln und zu versenden. Im Allgemeinen wird dabei die Nachricht mit einem Codebuch, das nach dem Zufallsprinzip erzeugte 5er Gruppen aufweist. Diese Buchstagen addiert man und heraus kommt der Nachrichtencode. Ohne das Codebuch wird das fast unöglich sein diese Nachricht jetzt noch zu entschlüsseln.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nun müssen sie eingestehen: Der Code ist zu komplex für sie.

    Taube mit Geheimbotschaft: Weltkriegs-Code ist nicht zu knacken - SPIEGEL ONLINE
    "Zu komplex" ist vielleicht der falsche Ausdruck, wenn der Spion einen Einmalblock dabei hatte und das Gegenstück verloren gegangen ist.

    One-Time-Pad

    Viele Menschen haben leider, wie ein Vorkommentator bereits anmerkte, durch die exzellente Bildung aus Kino und Fernsehen ein völlig falsches Bild von Verschlüsselung.
  9. #9

    Zitat von rosagallica Beitrag anzeigen
    in Film und Fernsehen nerven mich schon lange. Moderne Verschlüsselungsmethoden sind - wenn der Schlüssel nicht ermittelt werden kann - nicht zu knacken. Jedenfalls nicht in Zeiträumen die ein Universum im allgemeinen existiert.
    One-Time-Pads als nichtmoderne Methode mal außen vor, ist das eine Aussage, die man so nur treffen kann, wenn einem die Leistungsfähigkeiten der schnellsten Computersysteme der Welt bekannt wären. Woher wollen Sie aber wissen, wie schnell bspw. die der NSA arbeiten?