Zwischen Kratzer und Katastrophe: Bagatellschaden oder doch nicht?

Getty ImagesEin kleiner Kratzer im Lack, eine kleine Delle im Blech - viele Menschen melden einen Bagatellschaden nicht bei Polizei oder Versicherung. Dabei können auch bei vermeintlich kleinen Schäden große Kosten entstehen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/b...-a-868441.html
  1. #110

    Nöö,

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Ist ein Gebrauchsgegenstand zum "verhunzen" da? Ist ihr Handy total zerkratzt? Ihr Fernseher von einer dicken Staubschicht überzogen? Ihre Sitzmöbel fleckig und verdreckt? Ihr Teppichboden versifft? Ihre Klamotten stinkig und löcherig?

    Wenn Nein, warum nicht? Sind doch Gebrauchsgegenstände ...
    weil es hier ja um etwas mehr geht.
    Der Vergleich zieht nicht. Teppichboden wird regelmässig abgesaugt, mit Reinigungsmitteln behandeln? Eventuell alle 2 Jahre wenn ich Lust habe - wofür auch.
    Klamotten stinkig und löchrig? Nö, mein Auto "stinkt" weder innen, noch sind Löcher in den Sitzen oder im Blech (Nichtraucherauto). ;-) Fernseher mit Staubschicht? Nö, genausowenig wie auch die Scheiben des Autos "versifft" sind.
    KFZ-Pflege oder Reparatur ja, aber nur soweit wie nötig um die Funktionsfähigkeit und den nominellen Werterhalt zu gewährleisten.
    z. B. kleinere Kratzer im Blech, säubern und mit Lackstift abdecken, damit sich dort keine "braune Pest" bilden kann.
    Scheiben und Scheinwerfer regelmässig (mind. 1x die Woche, bei Bedarf häufiger) säubern. Dient der eigenen Sicherheit.
    Kleine Kratzer/Dellen in den Kunstoffteilen außen instand setzen (lassen)? Wofür, für die anderen die das Auto von außen sehen während ich drin sitze? Unsinn.
    Zudem habe ich die Feststellung gemacht, dass andere Autofahrer (wohl aus Selbstschutz) vorsichtiger sind, sobald ein KFZ in der Nähe ist welches nicht "wie aus dem Ei gepellt" neben/vor/hinter ihnen auftaucht.
    Könnte daran liegen, dass man mit einem Auto ab einem gewissen Alter halt nur noch Geld "verdienen" kann.
  2. #111

    Autorelativitätstheorie

    Zitat von jasper366 Beitrag anzeigen
    Was ist das denn für eine Verschwörungstheorie??

    Natürlich bekommt ein Besitzer eines 15 Jahre alten Autos nur noch ein paar Kröten ersetzt im Falle eines Totalschadens, das gilt aber für jedes Auto, er bekommt nämlich das (abzüglich Restwert) was ein gleichwertiges (!) fahrbereites Auto wert ist.

    Was das jetzt mit nem SUV zu tun hat weiß ich nicht, das könnte auch Nachbar Franz mit nem alten Mondeo schaffen ein altes Fahrzeug zu nem Totalschaden zu machen.

    Fährt jemand mit seinem Mondeo nen SUV (um bei Ihrem Beispiel zu bleiben) zu klump bekommt der, oh Wunder, auch nur den Zeitwert minus Restwert erstattet.
    Wenn das jetzt als Verschwörungstheorie rübergekommen ist, dann sorry, die Wortwahl war vielleicht nicht ganz glücklich.
    Ich würde es dann doch moderater als logische Konsequenz der Industriebestrebungen betrachten, und so lange wie ein Käfer oder Benz von früher wird keine dieser modernen Wunderkutschen halten, für den Besitzer sind sie ja auch fast irreparabel, ich meine nicht mehr reparierbar. Da muss der Besitzer schon relativ reich sein.
  3. #112

    Deswegen

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    Hier stimme ich Ihnen voll zu. In Frankreich zum Beispiel ist man wesentlich toleranter gegenüber kleinen Kratzern und Beulen. Dieses hysterische und lächerliche Verhalten bei kleinsten Schäden führt hierzulande nur zu einer Überlastung der Polizei und dauernden Erhöhungen der Versicherungsprämien. Auch ich wünsche mir wieder stabile Stoßstangen, die ihrem Namen Ehre machen und nicht bei .....
    fahre ich eine Französin ;-)
    und ein französisches Auto ist ohne Beule kein Auto.

    Aber es ist schon pervers.
    Hatte vor Jahren mit einem Mondeo einen blöden Kontakt mit einer Grabenkante. Ende vom Lied war, die Schürze musste komplett getauscht werden weil eine Halterung eben nicht aus Blech war sondern aus Plastik. Hätte man normaler weise einfach wieder richten und anschrauben können eine Sache von vielleicht 15 Minuten. Aber Halterung war weg gebrochen und nicht ersetzbar. 2000 Euro für eine komplette Schürze inkl Anbau und dem Rest.
  4. #113

    Das sieht ja dann

    Zitat von Hosterdebakel Beitrag anzeigen
    weil es hier ja um etwas mehr geht.
    Der Vergleich zieht nicht. Teppichboden wird regelmässig abgesaugt, mit Reinigungsmitteln behandeln? Eventuell alle 2 Jahre wenn ich Lust habe - wofür auch.
    Klamotten stinkig und löchrig? Nö, mein Auto "stinkt" weder innen, noch sind Löcher in den Sitzen oder im Blech (Nichtraucherauto). ;-) Fernseher mit .....
    ... schon ganz anders aus, vielleicht hatte ich Sie "überinterpretiert."
    Die Großzügigkeit hinsichtlich kleiner Kratzer oder Beulchen richtet sich bei mir auch danach, wer dafür aufkommt.

    Ist eine gegnerische Versicherung im Spiel, macht man keine Kompromisse; für wen auch? Dann gibt's die Rundum-sorglos-Reparatur.
    Ist der Schädiger unbekannt oder habe ich mir die Schmarre selber reingefahren, dann muss der Lackstift reichen.
    Beim letzten Auto habe ich just vor dem Wiederverkauf 150,- Euro bei einem Lackierfachbetrieb investiert, das war gut angelegt.
  5. #114

    Ein Tipp.

    Sich niemals auf die Polizei verlassen. Wenn die am Unfallort auftauchenden Polizisten dem Unfall und insbesondere der Spurenlage keine besondere Aufmerksamkeit widmen, muss (!) man sofort die juristische Keule schwingen, d.h. Strafanzeige gegen den Unfallgegner (falsche Verdächtigung, Falschaussage, ...) stellen. Dann muss die Polizei ordentlich ermitteln. Warum einem die Polizei diesen Tipp nicht gibt, das kann sich jeder selbst denken.