Arbeitgeber Stiftung Warentest: Spielplatz für Erwachsene

DPADen Rasenmäher mit Steinen malträtieren, Krümel in den Teppich treten oder 19 Paar Turnschuhe kaufen - die Arbeit bei der Stiftung Warentest klingt spaßig. Sie kann aber ganz schön anstrengend sein. Und reden dürfen die Mitarbeiter auch nicht darüber.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-868956.html
  1. #1

    Sparen sparen sparen

    Aber nicht bei der Stiftung Warentest: Ihr Etat sollte verzehnfacht werden, damit sie wenigstens auf ein Prozent der Summe kommt, die der Verbraucher und Steuerzahler jedes Jahr ohne sein Einverstaendnis fuer irrefuehrende und verlogene Werbung ausgibt.
  2. #2

    Teils zweifelhaft

    Ich selbst komme aus der Fahrradbranche und hätte, wenn es nicht traurig und letztlich auch teuer wäre, bei einigen Tests schmunzeln können. Bei einem Trekkingradtest waren Testzweiter und -letzter 100% baugleich, ein e-Bike, auch in meinem damaligen Sortiment und mit "sehr gut" bewertet, war m.E. maximal ein "befriedigend". Im September 2011 gab es wieder einen E-Bike Test, auch hier habe ich den Testsieger selber verkauft. Der war/ist nicht schlecht, ein paar Mängel, auch von potentiellen Käufern fest gestellt, sind in diesem Test nicht erwähnt worden. Bei Fahrradhelmen gab es teils abstruse Ergebisse. So könnte ich weiter aufreihen. Mir ist schleierhaft nach welchen Kriterien bei SWT getestet wird, in den Bereichen, in denen ich tagtäglich tätig bin, oft wider den Alltagsansprüchen, für mich bekäme SWT, zumindest im Bereich Rad, ein "mangelhaft".
  3. #3

    Sehr wichtig - aber auch keine

    Vorab: Ich halte die Stiftung Warentest für eine unentbehrliche Einrichtung; ohne die Stiftung stünden wir in punkto Verbraucherschutz und Warenqualität wohl nicht so wie wir heute stehen. ABER: Kurioserweise tut die Stiftung in eigener Sache das, was sie selber Firmen vorwerfen, nämlich "Mogelpackungen" zu verkaufen. Beispiel: Mein abonniertes Heft FINANZTEST mit dem Titel "Dezember 2012" hatte ich am 14. November 2012 im Briefkasten. So vordatiert, wie schon längere Zeit. Meine Frage an die Stiftung, ob es nicht eine Mogelpackung sei, ein Heft mit zweifelhaft Redaktionsschluss Oktober 2012 mit der Bezeichnung Dezember 2012 in den Handel zu bringen, wurde so beantwortet:
    ZITAT: " Das Problem bei solchen Bezeichnungen ist ja immer: viele Kunden wollen das aktuelle Heft kaufen. Die erwähnte Ausgabe ist bis Mitte Dezember am Kiosk aktuell, würde aber November draufstehen, würden viele Kunden dann denken, es wäre eine alte Ausgabe. Einer der Gründe für die Vordatierung bei fast allen Zeitschriften." ZITAT Ende. Noch Fragen ???
  4. #4

    Zitat von kritischerleser50 Beitrag anzeigen
    Vorab: Ich halte die Stiftung Warentest für eine unentbehrliche Einrichtung; ohne die Stiftung stünden wir in punkto Verbraucherschutz und Warenqualität wohl nicht so wie wir heute stehen. ABER: Kurioserweise tut die Stiftung in eigener Sache das, was sie selber Firmen vorwerfen, nämlich "Mogelpackungen" zu verkaufen. Beispiel: Mein abonniertes Heft FINANZTEST mit dem Titel "Dezember 2012" hatte ich am 14. November 2012 im Briefkasten. So vordatiert, wie schon längere Zeit. Meine Frage an die Stiftung, ob es nicht eine Mogelpackung sei, ein Heft mit zweifelhaft Redaktionsschluss Oktober 2012 mit der Bezeichnung Dezember 2012 in den Handel zu bringen, wurde so beantwortet:
    ZITAT: " Das Problem bei solchen Bezeichnungen ist ja immer: viele Kunden wollen das aktuelle Heft kaufen. Die erwähnte Ausgabe ist bis Mitte Dezember am Kiosk aktuell, würde aber November draufstehen, würden viele Kunden dann denken, es wäre eine alte Ausgabe. Einer der Gründe für die Vordatierung bei fast allen Zeitschriften." ZITAT Ende. Noch Fragen ???
    Vordatierte Magazine sind Standard bei monatlich erscheinenden Zeitschriften.
  5. #5

    Ooops...

    Folgeanzei... erm... -artikel zu dem Betrugs- und Glaubwürdigkeitsdesaster bei SWT?
  6. #6

    Zitat von moe.dahool Beitrag anzeigen
    Ich selbst komme aus der Fahrradbranche und hätte, wenn es nicht traurig und letztlich auch teuer wäre, bei einigen Tests schmunzeln können. Bei einem Trekkingradtest waren Testzweiter und -letzter 100% baugleich, ein e-Bike, auch in meinem damaligen Sortiment und mit "sehr gut" bewertet, war m.E. maximal ein "befriedigend". Im September 2011 gab es wieder einen E-Bike Test, auch hier habe ich den Testsieger selber verkauft. Der war/ist nicht schlecht, ein paar Mängel, auch von potentiellen Käufern fest gestellt, sind in diesem Test nicht erwähnt worden. Bei Fahrradhelmen gab es teils abstruse Ergebisse. So könnte ich weiter aufreihen. Mir ist schleierhaft nach welchen Kriterien bei SWT getestet wird, in den Bereichen, in denen ich tagtäglich tätig bin, oft wider den Alltagsansprüchen, für mich bekäme SWT, zumindest im Bereich Rad, ein "mangelhaft".
    Hallo Kollege!
    Die Stiftung ist wirklich eine Plage.
    Soll die doch Waschmaschinen testen, oder was immer. Von Fahrrädern jedenfalls sollten sie die Finger lassen.

    Legendär dieser Kinderradtest (12 Zoll, also 3 - 5 Jahre):
    Ein 50 kg schweres Kind fährt 500 km über unwegsame Wege...
    Riesenskandal! Gefahr! Alle Kinderräder im Test durchgefallen!

    Unvergessen auch die Reihen-Testsiege von Kettler-Rädern. Nur erklärbar mit verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen StiWa und Kettler.
    Praxis:
    Reihenweise gebrochene Kettler-Rahmen. Aber das wiegt ein zusätzlicher Reflektor natürlich mehr als auf...

    Das Arbeitsleben dort kann bestimmt sehr angenehm sein:
    Von nix wirklich eine Ahnung haben müssen, immer nur so tun, als ob.
  7. #7

    StiWa kann nicht alles

    Kritisch (und albern) wird's auch immer, wenn die Stiftung bei Geschmacks- und Genussmitteln die Dimension "Geschmack" versucht mit zu bewerten. Da kommen dann persönliche sensorische Präferenzen der Mitarbeiter (aka "Experten") in Verbindung mit lächerlichen Versuchsanordnungen zum Einsatz.
    Die sollten sich besser ausschließlich auf die technisch-chemische Analyse beschränken.
  8. #8

    na ja...

    Also der Bekanntheitsgrad sagt zum Glück nur wenig über die Qualität der Stiftung aus,die hat die Bild Zeitung auch.Seit nun fast 40 Jahren ärgere
    ich mich über die teils sehr schlecht recherchierten Beiträge und Testverfahren.Gerade im Bereich Hi-Fi wurden hier die Nerven so manchmal überstrapaziert bei all der Unkenntnis.
    Wer Suppendosen mit Hi-Fi Endstufen,Winterreifen mit CD Spielern zusammen testet hat bei mir an Glaubwürdigkeit verloren.Auch wie so oft wurden aktuelle Produkte unberücksichtigt und oftmals veraltete Modelle mit neuen Produkten verglichen wie ganz neu beim IPAD.
    Vor einigen Jahren übersandte ich die persönlichen Erfahrungen zu einem Staubsauger der wenige Wochen als Testsieger hervor ging.Meine Erfahrungen mit 9 gravierenden Produktfehlern wurde mit der Begründung abgewiesen dass persönliche Erfahrungen hier nicht maßgeblich wären.
    Also,persönlich hat die Zeitschrift der Stiftung Warentest für mich den gleichen Stellenwert wie die Apothekenumschau,also viel bunt,wenig Information.
  9. #9

    Zitat von mischamai Beitrag anzeigen
    Also,persönlich hat die Zeitschrift der Stiftung Warentest für mich den gleichen Stellenwert wie die Apothekenumschau,also viel bunt,wenig Information.
    Meinen Sie etwa die Rentner-Bravo?