Proteste in Ägypten: Opposition geht auf Konfrontationskurs

AFPDie Richter in Ägypten sind in den Streik getreten, die Opposition macht Druck: Sie verlangen von Präsident Mursi, den geschassten Chefankläger wieder einzusetzen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-869145.html
  1. #1

    was ist los?

    Der Generalstaatsanwalt ist nicht nur gehasst, sondern auch korrupt. Er hatte das frei gewählte Parlament auslösen lassen. Jetzt hat Mursi zum Glück die Aufgabe des Parlaments und musste ihn entlassen.
  2. #2

    Ägypten heute ....

    ...ist ein vorspiel oder Beispiel für die Türkei von Morgen.
  3. #3

    Ich hoffe de Ägypter sind klüger als Sie

    Zitat von RagabAbdelaty Beitrag anzeigen
    Der Generalstaatsanwalt ist nicht nur gehasst, sondern auch korrupt. Er hatte das frei gewählte Parlament auslösen lassen. Jetzt hat Mursi zum Glück die Aufgabe des Parlaments und musste ihn entlassen.
    Mit einem einzigen Satz machen Sie klar, daß Sie nichts von Demokratie verstehen oder Demokrtie ablehnen.
    "Jetzt hat Mursi zum Glück die Aufgabe des Parlaments und musste ihn entlassen."
    In einer Demokratie kann der Staatspräsident niemals Aufgaben des Parlaments übernehmen.
    Aber wahrscheinlich wollten Sie sowieso nicht diskutieren sondern nur den Staatsstreich-Versuch des Herrn Mursi unterstützen.
    Ich hoffe nur die Bürger Ägyptens zeigen diesem Herrn was eine Harke ist.
  4. #4

    Auch in Ägypten kann der Mohr gehen, wenn er seine Arbeit getan hat

    Wie es scheint haben die liberalen Quälgeister in Ägypten sich gehörig verrechnet, als sie gegen die alte Regierung so zügellos lärmten und toben und auch ihre zahlreichen Bewunderer in Europa haben sich getäuscht: Denn bei den Wahlen in Ägypten haben – ganz wie von den Schelmen, die immerzu Arges denken, erwartet – die mohammedanischen Eiferer gewonnen und diese haben gänzlich andere Ziele und Ansichten als die Narren auf den öffentlichen Plätzen, welche von der lieben Polizei tüchtig Prügel einstecken mußten.
    War es unter der alten Regierung nur nicht erlaubt diese in Frage zu stellen oder sich über die Bereicherung und Willkür ihrer Amtsträger zu beklagen, so bleibt dies freilich nun ganz beim Alten, aber dafür wird nun die Sitten- und Glaubenlehre des Mohammedanismus zum Gesetz erhoben und damit hat es dann ein Ende: Denn man wird wohl auch in Ägypten die bittere Erfahrung machen müssen, daß man die religiösen Eiferer zwar freiwillig wählen, aber nicht auch wieder abwählen darf.
  5. #5

    Leider die komplette Spaltung einer Nation

    Zitat von RagabAbdelaty Beitrag anzeigen
    Der Generalstaatsanwalt ist nicht nur gehasst, sondern auch korrupt. Er hatte das frei gewählte Parlament auslösen lassen. Jetzt hat Mursi zum Glück die Aufgabe des Parlaments und musste ihn entlassen.
    Das mag sein. Hier kommt aber das Gefährliche and der ganzen Sache. Mursi hat jetzt die ganze Macht bis zur nächsten Wahl und ob eine neue Wahl überhaupt noch stattfinden wird ist jetzt mehr als unwahrscheinlich. Mursi steht jetzt über dem Parlament, das Militär steht wie es aussieht auf seiner Seite, der Polizeiaparat steht auch unter ihm und jetzt hat er sich auch noch über die Gesetztgebung gestellt, was nicht mahl Mubarak hatte.

    Wenn das keine Diktatorischen Schritte sind weiss ich auch nicht mehr weiter.

    Es gibt aber Hoffnung anders als 1979 im Iran:

    1.) Die Opposition scheint sich jetzt endlich geeinigt zu haben und kann durchaus noch die Leute Mobilisieren (Internet Portale)

    2.) Ähnlich wie in Pakistan als Muscharraf den obersten Richter kallstellen wollte und diese später auf die Barrikaden gingen (mit dem Resultat, dass das Parlament sehr gestärkt und demokratisiert wurde und Muscharraf abdanken musste) ist es jetzt auch so in Ägypten.

    3.) Selbts bein den Muslimbrüdern scheinen es einige zu geben, die den jetzigen Weg Mursis nicht mitgehen möchten. Abd al-Monim Abu al-Futuh hat selbst Mursi kritisiert.

    Es gibt noch Hoffnung politisch für Ägypten. Was aber auf jedenfall passieren wird ist ein Kulturkampf zwischen progressieven Städtern und der doch sehr armen und konservativen Landbevölkerung.
  6. #6

    optional

    Nun etwas anderes als dass sich jemand die Macht in Ägypten unter den Nagel reisst war nicht zu erwarten. Die eine Clique löste die andere ab. Jetzt sind es andere Köpfe mit anderen Zielen, die das Volk aussaugen werden. Ein Unterschied besteht allerdings: Der eine Diktator war berechenbar. Was jetzt kommt wissen wir nur in Ansätzen. Es bleibt die vage Hoffnung, dass wir es nicht mit Ideologen zu tun haben werden, die versucht sind, so mit dem feuer zu spielen, dass die Welt in Brand geraten kann.
  7. #7

    Man sieht

    Das das, Militär nicht umsonst die Muslim Brüder unterdrückt hat, ähnlich wie in der der Türkei die die Anhänger Atatürks ausbotet und in Richtung eines Muslim Staat marschieren. Man sollte die Finger von diesen Staaten Lassen und sie sich selbst überlassen.
    Es hat keinen Sinn, leider!
    Wir sollten nur darauf achten, dass wir von diesen "Gläubigen" nicht überschwemmt werden.
  8. #8

    Die Muslimbruder schreiben selbst ihr Ende...

    So eine Wende zur richtigen Demokratie in einem wichtigen Land wie Ägypten wird lange Zeit dauern, denn strategisch ist Ägypten sehr sehr wichtig im seiner Region. Die Muslimbruder kamen in den letzten Wahlen zwangsläufig an die Macht, denn die Ägypter hatten nur die Wahl zwischen Muslimbruder und dem alten Regime. Aber nach allem, was die Muslimbruder in letzter Zeit eingerichtet haben, ist vielen klar geworden, auch von ihren Anhänger, wie sie wirklich sind. Das bestätigt sich auch jeden Tag mehr, dass die Muslimbruder nicht mehr lange an der Macht bleiben werden, selbst ihre Anhänger, die fast nur 30 % der Bevölkerung bilden, werden jeden Tag weniger und was gerade in Ägypten passiert ist der Anfang vom Ende der Muslimbruder.
  9. #9

    Der Tyrann ist tod ...

    ... hoch lebe die Tyrannei und dessen neuer Pharao.

    Wie gesagt, nur unter der ueberschaubaren Gruppe der Demokratie- und Freiheitstraeumern in Aegypten sowie der grossen Traeumergemeinde der internationalen politischen und medialen Realismusverweigerungsfamilie, war eine Demokratie nach westlichem Vorbild in Aussicht oder Gruendungsabsicht.

    Gut, die Mehrheit der Aegypter mag sich freiheitlich fuer die Unfreiheit und fuer einen neue Aera einer Tyrannenherrschaft entschieden haben.
    Gleichwohl geht Aegypten einem weiteren, insb. pluralistischen wie wirtschaftlichen Siechtum wie Wuestenausbau entgegen.

    Nichts spricht dafuer, dass es in Aegypten kurz- oder mittelfristig besser wuerde fuer die Menschen, wie auch bei Betrachtung der Sicherheitslagen nach innen wie nach aussen.