Kongo-Krise: Vormarsch von Makengas Mördertruppe

REUTERSDie Rebellengruppe M23 rückt im Kongo immer weiter vor, die selbsternannten Befreier wollen gar die Regierung in Kinshasa stürzen. Die Uno-Schutztruppe musste beobachten, wie unter ihren Augen die Bevölkerung vertrieben wurde. Angeführt wird die Miliz von einem mutmaßlichen Kriegsverbrecher.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-869079.html
  1. #80

    Zitat von der_pascal Beitrag anzeigen
    Merci für den Buchtip!

    Es ist und bleibt ein Elend. Keine Sau interessiert sich für den afrikanischen Kontinent, ausser es gibt die Möglichkeit in irgendeiner Weise Profit zu machen. Aber dann, mit Hallali und aufgepflanztem Bajonett...
    Oh, man interessiert sich auch, wenn Flüchtlinge nach Europa kommen. Ich versuche immer noch raus zu bekommen, was genau eigentlich FRONTEX so treibt. Man hört ja nicht viel, aber was man hört ist nicht gerade beruhigend.
    Mich würde z. B. brennend interessieren, wer die eigenlich mandatiert und vor allem kontrolliert.
    Letztens erschien in der TAZ ein Interview mit einem der Manager dieses Vereins und ich muß sagen, selten habe ich ein Interview gelesen in dem Fragen so konsequent nicht beantwortet wurden.

    Jedesmal, wenn eine von der UNO mandatierte millitärische Intervention auch nur angedacht wird, wenn nur eine moderate Unterstützung von AU-Truppen in Betracht gezogen wird, geht lautes Gezeter über diese angebliche Kriegstreiberei los.
    Von FRONTEX haben die meisten noch gar nix gehört, noch nicht mal die eingefleischtesten Pazifisten!
    Und ich fürchte, die meisten wollen davon auch nix hören, weil es viel bequemer ist, die eingeschliffenen Denkmuster abzurufen, die da lauten: Kriege in Afrika entstehen, weil die gierigen Amis scharf auf die Bodenschätze (besonders beliebt: Öl!) sind. Die gut geölte anti-imperialistische Empörungsmaschine also.
    Oder - zunehmend beliebter - ein nur dürftig verbrämter Rassismus, der schlicht besagt, die Afrikaner kriegen halt nix aufn Pin und sollen sich mal ein Beispiel an Asien nehmen (oder Südamerika).

    Das könnte zu der Erkenntnis führen, daß sich für Afrika kaum einer ernsthaft interessiert - Afrika aber immer noch bestens als selbstreferentielle Projektionsfläche geeignet ist.
  2. #81

    Falsch

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    ... Jede Zivilisation muss ihre eigene Evolution durchlaufen ...
    Nun, hätten die Hexenjäger, oder marodierende Söldner des 30. jährigen Krieges über Maschinengewehre und Mörser verfügt wäre unsere Geschichte anders verlaufen.

    Unsere Waffen, unser Problem.
  3. #82

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rebellengruppe M23 rückt im Kongo immer weiter vor, die selbsternannten Befreier wollen gar die Regierung in Kinshasa stürzen. Die Uno-Schutztruppe musste beobachten, wie unter ihren Augen die Bevölkerung vertrieben wurde. Angeführt wird die Miliz von einem mutmaßlichen Kriegsverbrecher.

    Kongo-Krise: Vormarsch von Makengas Mördertruppe - SPIEGEL ONLINE
    UNO-Truppen, UNO-Mandate, Ban Ki Moon:
    Alles lächerlich.
    Abschaffen und sich der Realität stellen: Es gilt das Gesetz der Stärkeren!

    Wenn wir nicht die Stärkeren sein wollen, weil unsere dekadente Moral es uns verbietet, dann müssen wir eben zuschauen oder wenn der Krieg zu uns kommt leiden.
  4. #83

    Kongogräuel

    Zitat von zakalwe. Beitrag anzeigen
    Wenn man sich heute Afrika im Allgemeinen und die Knochenmühle Kongo im Speziellen ansieht, so muß man zu dem Schluß kommen, das der westliche Kolonialismus doch nicht das Schlechteste für Afrika war.
    ausgerechnet bei dem ehemaligen belgisch Kongo stimmt ihre Aussage überhaupt nicht. Aber lesen Sie doch selbst über die damaligen Gräultaten:
    Kongogräuel
  5. #84

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    ... oder wenn der Krieg zu uns kommt leiden.
    Welcher Krieg genau soll denn zu uns kommen?
  6. #85

    Anderer Planet

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rebellengruppe M23 rückt im Kongo immer weiter vor, die selbsternannten Befreier wollen gar die Regierung in Kinshasa stürzen. Die Uno-Schutztruppe musste beobachten, wie unter ihren Augen die Bevölkerung vertrieben wurde. Angeführt wird die Miliz von einem mutmaßlichen Kriegsverbrecher.

    Kongo-Krise: Vormarsch von Makengas Mördertruppe - SPIEGEL ONLINE
    Das Ganze könnte auch auf einem anderen Planeten stattfinden. Hintergründe, Interesse, Einflußnahme, verteilen sich entsprechend.
  7. #86

    Zitat von rodeoclown Beitrag anzeigen
    "Die Uno-Schutztruppe musste beobachten, wie unter ihren Augen die Bevölkerung vertrieben wurde."
    Warum mussten sie das?
    weil ein soldat nicht ohne befehl anfangen DARF menschen zu erschießen
  8. #87

    Zitat von zakalwe. Beitrag anzeigen
    Wenn man sich heute Afrika im Allgemeinen und die Knochenmühle Kongo im Speziellen ansieht, so muß man zu dem Schluß kommen, das der westliche Kolonialismus doch nicht das Schlechteste für Afrika war.

    Während Teile Asiens, Indiens, Südamerikas langsam aber sicher mit dem Westen gleichziehen, bleibt die Lage in Afrika unverändert desolat. Man kriegt da nichts gebacken.
    sie haben keine ahnung wie es im kolonalismus zuging oder sind extrem zynisch
    in den belgischen kolonien war es bspw normal als strafe für zulangsames arbeiten den menschen die hand abzuhacken
    bei den briten ging es relativ menschlich zu aber nur wenn keine weißen getötet wurden in größeren zahlen
  9. #88

    Bildunterschrift 4/7

    Kinshasa ist von Goma nicht mehr als 150, sondern mehr als 1500 Kilometer entfernt.
  10. #89

    Zitat von Olafimwesten Beitrag anzeigen
    Congo Free State bestand natuerlich von 1885 bis 1908.1896 war das Jahr in dem die Kolonial-"Schutztruppe" Force Publique die letzten arabischen Sklavenhaendler aus dem Congo vertrieben hatte und damit Leopods Regime keine Konkurenz auf dem Territorium mehr hatte.
    es gab arabische sklavenhändler immer noch nach 1800?