Soll die Leistung von Ärzten begutachtet und in Ranglisten veröffentlicht werden?

Der Mythos der "Halbgötter in Weiß" ist zwar nicht mehr ganz so makellos wie ehedem, doch die Macht der Ärzte wird immer noch von vielen Patienten als unüberwindbare Bedrohung empfunden. Wie gut die Mediziner im Einzelfall sind, wüsste aber jeder gern. Eine begutachte Leistung, öffentlich zugänglich, erscheint manchem Klienten als erstrebenswert. Sollen solche ärztlichen Leistungen in dieser Weise bewertet und in Ranglisten veröffentlicht werden?
  1. #1

    Bringt doch nichts...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Mythos der "Halbgötter in Weiß" ist zwar nicht mehr ganz so makellos wie ehedem, doch die Macht der Ärzte wird immer noch von vielen Patienten als unüberwindbare Bedrohung empfunden. Wie gut die Mediziner im Einzelfall sind, wüsste aber jeder gern. Eine begutachte Leistung, öffentlich zugänglich, erscheint manchem Klienten als erstrebenswert. Sollen solche ärztlichen Leistungen in dieser Weise bewertet und in Ranglisten veröffentlicht werden?
    wie man bereits auch beim "Pflege TÜV" sehen kann. Ändern muß sich etwa anderes und zwar die Einstellung der Haftpflichtversicherungen der Ärzte. Es muß aufhören, dass Ärzte ihre Fehler nicht zugeben dürfen, obwohl sie es vielleicht wollen, weil ihnen die eigene Versicherung im Nacken sitzt. Also wird wie immer abgestritten, Gefälligkeitsgutachten werden erstellt, Zeit wird geschindet und am Ende kann der geschädigte Patient schauen, wie er den Rest seines Leben mit seiner Schädigung übersteht, während der gut Herr Doktor weiterhin unbeschadet operiert, bzw. behandelt.
    Schafft lieber die richtigen Gesetze dafür, dass Patienten wirklich an ihr Recht kommen. Alles andere ist Augenwischerei.
  2. #2

    Ranglisten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Mythos der "Halbgötter in Weiß" ist zwar nicht mehr ganz so makellos wie ehedem, doch die Macht der Ärzte wird immer noch von vielen Patienten als unüberwindbare Bedrohung empfunden. Wie gut die Mediziner im Einzelfall sind, wüsste aber jeder gern. Eine begutachte Leistung, öffentlich zugänglich, erscheint manchem Klienten als erstrebenswert. Sollen solche ärztlichen Leistungen in dieser Weise bewertet und in Ranglisten veröffentlicht werden?
    Öffentliche Ranglisten für Ärzte finde ich begrüßenswert.

    Ich habe das Vertrauen zu diesem Berufsstand verloren. Ärzte denken nicht mehr im Sinne der Patienten und Gesundheit, sondern immer mehr wirtschaftlich, im Sinne von Umsatzgenerierung und Auslastung von Kliniken und das kann für Patienten nicht gut sein.

    So gibt es für Chefärzte beispielsweise Prämienzusagen, wenn sie die Anzahl von Operationen erhöhen oder Personal reduzieren um Value zu erzielen und Kosten zu Lasten von Patienten abbauen. Von einem Arzt, der solche Ziele vor Augen hat, möchte ich weder untersucht, noch operiert, noch in seiner Klinik betreut werden.
  3. #3

    Zitat von Inuk Beitrag anzeigen
    Öffentliche Ranglisten für Ärzte finde ich begrüßenswert.
    Es ist schon seit Jahren überfällig, dass man die Weisskittel auf Normalmass zurückstutzt.
    Seit ca. 150 Jahren gerieren die sich als Retter der Menschheit, obwohl sie kaum etwas zur Volksgesundheit beigetragen haben.
    Die Menschheit hat zigtausende von Jahren ohne die überlebt und auch die nächsten zigtausende von Jahren würde sie ohne die überleben.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Mythos der "Halbgötter in Weiß" ist zwar nicht mehr ganz so makellos wie ehedem, doch die Macht der Ärzte wird immer noch von vielen Patienten als unüberwindbare Bedrohung empfunden. Wie gut die Mediziner im Einzelfall sind, wüsste aber jeder gern. Eine begutachte Leistung, öffentlich zugänglich, erscheint manchem Klienten als erstrebenswert. Sollen solche ärztlichen Leistungen in dieser Weise bewertet und in Ranglisten veröffentlicht werden?
    Ärzte zum Sündenbock zu machen hilft keinem. Schauen wo systemfehler stecken und überlegen wie man sie beheben kann schon eher. Patient Lehrer
  5. #5

    Lol

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Es ist schon seit Jahren überfällig, dass man die Weisskittel auf Normalmass zurückstutzt.
    Seit ca. 150 Jahren gerieren die sich als Retter der Menschheit, obwohl sie kaum etwas zur Volksgesundheit beigetragen haben.
    Die Menschheit hat zigtausende von Jahren ohne die überlebt und auch die nächsten zigtausende von Jahren würde sie ohne die überleben.
    Die durchschnittliche Lebenserwartung hat in den letzten 150 um mindestens 30 Jahre zugenommen, das hat natürlich NICHTS mit der medizinischen Versorgung zu tun. Mal eine Anregung zum Nachdenken: Die Menschheit hat auch Jahrtausende ohne alle anderen Berufe überlebt, es gibt sie ja schließlich heute noch - wollen Sie deshalb auch auf alle anderen verzichten?
  6. #6

    In Hinsicht dieser Thematik haben sich gewisse Firmen etabliert, welche Rentenversicherer ( und sicher noch andere Institutionen ) "beratend" zu Seite stehen, um Ansprüche von Patienten zu prüfen, gegebenfalls Gegengutachten zu erstellen.
    Das geht sogar so weit, dass man bereits erstellte Gutachten nochmals überprüft - hier ein Auszug ohnen Nennung der Firma:
    Im allen Zweifelsfällen empfehlen wir unseren Gutachtern, den ärztlichen Dienst der .......... vor der Abfassung der gutachtlichen Aussage zu konsultieren.
    Weiter ist zu dieser Thematik zu beklagen, dass es in den gerichtlichen und aussergerichtlichen Urteilen ein sehr starkes "Nord-Süd" Gefälle gibt - im Norden eher zu Gunsten des Patienten
  7. #7

    Zitat von hatorihanzo Beitrag anzeigen
    Die durchschnittliche Lebenserwartung hat in den letzten 150 um mindestens 30 Jahre zugenommen, das hat natürlich NICHTS mit der medizinischen Versorgung zu tun. Mal eine Anregung zum Nachdenken: Die Menschheit hat auch Jahrtausende ohne alle anderen Berufe überlebt, es gibt sie ja schließlich heute noch - wollen Sie deshalb auch auf alle anderen verzichten?
    Sie sollten auch mal nachdenken.
    Wenn sie die bessere Hygiene, z.B. durch sauberes Trinkwasser und Kanalisation sowie ausreichende Ernährung als medizinische Leistung betrachten, dann haben Sie recht. So ist es aber nicht.
    Ärzte haben keine Kanalisation gebaut und die Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt.
    Dort, wo es das noch immer nicht gibt, liegt die Lebenserwartung auch Heute noch, wie bei uns vor 150 Jahren.
    Der medizinische Fortschritt hat mit der gestiegenen Lebenserwartung bei uns nur sehr, sehr wenig zu tun.
  8. #8

    Die Qualität eines Arztes.....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Mythos der "Halbgötter in Weiß" ist zwar nicht mehr ganz so makellos wie ehedem, doch die Macht der Ärzte wird immer noch von vielen Patienten als unüberwindbare Bedrohung empfunden. Wie gut die Mediziner im Einzelfall sind, wüsste aber jeder gern. Eine begutachte Leistung, öffentlich zugänglich, erscheint manchem Klienten als erstrebenswert. Sollen solche ärztlichen Leistungen in dieser Weise bewertet und in Ranglisten veröffentlicht werden?
    Ein guter Operateur operiert nur das, was er selbst auch an sich machen lassen würde! (Billroth)
    Mein Mann wurde aus skrupelloser Profitgier tot operiert. Es gibt nicht nur Pfuscher und Retter, sondern auch Kriminelle!
  9. #9

    Noch was

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Der medizinische Fortschritt hat mit der gestiegenen Lebenserwartung bei uns nur sehr, sehr wenig zu tun.
    Unbestritten und selbstverständlich für Einzelne, zu denen ich im Zweifel auch gehören möchte. Vielleicht sind das in Deutschland jährlich 100.000, die durch ärztliche "Kunst" gerettet werde.
    Übrigens Hippokratis hat von Technik gesprochen und nicht von Kunst.
    Das mal zur Selbstbeweihräucherung der Ärzteschaft.
    Auf der anderen Seite stehen die Kollateralschäden, wie iatrogene Fehler, Todesfälle durch falsche Medikation und Krankhausinfektionen, die kosten nachweislich auch zehntausennde von Leben.
    Wir leisten uns ein wahnsinnig teures "Gesundheitssystem" (290 Millarden/Jahr) mit sehr geringer Effizienz.