Proteste gegen Mursi: Polizei räumt Protestlager auf dem Tahrir-Platz

AFPSie wollten eine Woche bleiben, doch nach wenigen Stunden war Schluss: Demonstranten in Kairo sind offenbar gezwungen worden, ein Protestcamp gegen Präsident Mursi zu räumen. Die Sicherheitskräfte sollen mit Tränengas gegen die Menschen vorgegangen sein.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-869063.html
  1. #1

    Revolution 2.0

    Jetzt kommt die Revolution 2.0 und die wird mit Sicherheit nicht unblutig über die Weltbühne gehen, dazu steht für die menschenverachtenden Islamisten viel zu viel auf dem Spiel, nämlich die Macht im bevölkerungsreichsten Land Arabiens mit direktem Zugang zum Hauptfeind Israel.
  2. #2

    Konterrevolution 1.0?

    Soviel zum Thema „arabischer Frühling“. Einmal mehr zeigt sich das Prinzip, dass durch Revolutionen nur die einen Halunken durch neue ersetzt werden. In Ägypten werden sich nicht wenige Leute denken, ob das mit Mubarak denn so viel anders war. Radikale - vor allem religiöse - sind immer das grösste Problem für die Menschen, denn sie haben die „Wahrheit“ gepachtet und neben dieser Wahrheit darf es nichts anderes geben.
  3. #3

    Pest oder Cholera

    Schon lustig, wie sich die Spitzenbeamten der ägyptischen Justiz plötzlich als Hüter der Demokratie aufspielen. Letztendlich sind sie nichts anderes als ein Überbleibsel der Mubarak-Diktatur. Sie haben jahrzehntelang brav kollaboriert, und jetzt passt es ihnen natürlich nicht, wenn sie ihre Privilegien verlieren.

    Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich bin kein Freund von Mursi, und ich mache mir Sorgen, dass der Islamismus den gesamten arabischen Raum erfasst und in seiner Entwicklung behindert.

    Aber mit solchen Richtern, die nicht ansatzweise demokratisch legitimiert sind, und die sich dennoch aufführen als stünden sie über einem demokratisch gewählten Präsidenten - mit solchen Gestalten möchte ich genauso wenig zu tun haben wie mit den Islamisten. Pest oder Cholera, viel mehr Auswahl haben die Ägypter nicht.
  4. #4

    Mursi IST die Gefahr

    Sehr geehrter Herr Mursi, wollen Sie mir bitte erklären, wie Sie die Nation vor Gefahren schützen, indem Sie demokratisch veranlagte und handelnde Demonstranten mit Tränengas verjagen lassen??? Ich befürchte, SIE sind eine Gefahr für die Nation.
  5. #5

    Das ist zu befürchten, ...

    Zitat von prince62 Beitrag anzeigen
    Jetzt kommt die Revolution 2.0 und die wird mit Sicherheit nicht unblutig über die Weltbühne gehen, dazu steht für die menschenverachtenden Islamisten viel zu viel auf dem Spiel, nämlich die Macht im bevölkerungsreichsten Land Arabiens mit direktem Zugang zum Hauptfeind Israel.
    ... ohne Blutvergiesen, wird Mursi nicht gehen. Es könnte aber eine Chance für den ganzen nahen Osten sein, dass der Islamismus sich diskreditiert. Es wird hoffentlich vielen klar werden, z.B. in Syrien, in Libyen, in Tunesien, dass es eine Modernisierung oder sogar Demokratisierung mit den Islamisten nicht gibt. Leider muss man wohl sagen, die Opposition täte gut daran, sich der Unterstützung des Militärs zu versichern. Dass sie die bekämen, halte ich für wahrscheinlich.
  6. #6

    Selbst gewähltes Unglück....

    hoffentlich begreifen die Muselmänner jetzt, dass der Feind nicht im Westen sitzt, sondern fünfmal täglich vom Minarett zu ihnen spricht. Wie in allen abrahamitischen Religionen geht es den Kirchen immer nur um Macht. Dabei ist das Wertesystem nur Blendwerk und wird leicht vergessen, wenn es darum geht an der Macht zu bleiben.
  7. #7

    Hoffentlich lernt der Westen wenigstens was daraus!

    Hoffentlich kapiert man nun endlich mal, dass man sich aus den Umstürzen in den islamischen Ländern der Regionen komplett heraushalten sollte. Nach dem Sturz irgendeines Diktators kommt regelmäßig nichts Besseres, meistens was Schlechteres in Form von Muslimbrüdern etc. Die Masse der Menschen in diesen Ländern kann wegen ihrer mittelalterlichen Weltanschauung schlichtweg nichts mit ihrer Freiheit anfangen. Wenn unter den (noch verbliebenen) Diktatoren der Region leider auch zahlreiche unschuldige zu leiden haben, so wünsche ich Assad & Co alles Gute und viel Durchhaltewillen.
  8. #8

    Vorher versus Nachher???

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie wollten eine Woche bleiben, doch nach wenigen Stunden war Schluss: Demonstranten in Kairo sind offenbar gezwungen worden, ein Protestcamp gegen Präsident Mursi zu räumen. Die Sicherheitskräfte sollen mit Tränengas gegen die Menschen vorgegangen sein.

    Proteste in Ägypten: Polizei räumt Tahrir-Platz mit Tränengas - SPIEGEL ONLINE
    Der Nachfolge-Diktator hat den Vorgänger-Diktator ersetzt. Wo liegt denn der Unterschied? Der Vorgänger war säkular, der Nachfolger ein Islamist.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie wollten eine Woche bleiben, doch nach wenigen Stunden war Schluss: Demonstranten in Kairo sind offenbar gezwungen worden, ein Protestcamp gegen Präsident Mursi zu räumen. Die Sicherheitskräfte sollen mit Tränengas gegen die Menschen vorgegangen sein.

    Proteste in Ägypten: Polizei räumt Tahrir-Platz mit Tränengas - SPIEGEL ONLINE
    Es zeigt sich, dass die, die das Eingreifen des Westens in den sogenannten arabischen Frühling zu Gunsten der angeblichen "Freiheitskämpfer" kritisierten Recht bekommen !

    Es ging nie um Freiheit und mehr Rechte für das Volk - es ging und geht nur darum, dass die Islamisten ihren Machtanspruch ausbauen und Gottesstaaten einrichten wollen.

    Die Machthaber in Syrien haben dies von Anfang an erkannt und deren Widerstand gegen aufständische Talibananhänger sollte der Westen unterstützen !