Black Friday in den USA: "Für wenig Geld viel kaufen, das ist Amerika"

REUTERSBis zu neun Stunden harren kaufwütige Amerikaner vor den Geschäften aus - alles für ein Schnäppchen am Black Friday. Für US-Einzelhändler beginnt mit dem Tag nach Thanksgiving die wichtigste Zeit des Jahres, das Weihnachtsgeschäft. Bei den Verkäufern hält sich die Begeisterung in Grenzen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-868947.html
  1. #1

    Die Essenz des Kapitalismus: Dinge, welche man nicht braucht, mit Geld kaufen, welches man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht mag.

    Den sog. Black Friday habe ich in den USA einige male miterlebet und jedes mal gedacht morgen geht die Welt unter. "Trottel" habe ich mir immer nur gedacht als die Leute sich fast an den Türen plattgedrückt haben. Für einen Plasmafernseher, welcher die private Schuldenlast nochmals 1000 Dollar hochhaut, stehen die Studen in der Schlange, weil man ja so viel sparen würde.
    Sparen heißt aber nicht "weniger ausgeben", sondern "nichts ausgeben" bzw. "auf Konsum verzichten". So hat man am Ende wirklich mehr Geld in der Tasche als vorher.

    Und darauf basiert die amerikanische Volkswirtschaft: Menschen konsumieren auf Pump, verschulden sich selbst immer mehr und ein paar reiche Konzernbosse reiben sich die Hände.
    Aber es ist ja alles so billig...
  2. #2

    Kapitalismus oder Massenhysterie?

    Ob diese obszönen Kauforgien schlichte Folge von Kapitalismus oder Folge immer ungehemmterer Marketingmethoden sind, wäre zu diskutieren. Tatsache ist, sie halten auch in Deutschland Einzug (siehe zuletzt iPhone 4).
  3. #3

    Solcherlei Auswüchse gibt es doch ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bis zu neun Stunden harren kaufwütige Amerikaner vor den Geschäften aus - alles für ein Schnäppchen am Black Friday. Für US-Einzelhändler beginnt mit dem Tag nach Thanksgiving die wichtigste Zeit des Jahres, das Weihnachtsgeschäft. Bei den Verkäufern hält sich die Begeisterung in Grenzen.

    Black Friday: Nachtshopping mit drastischem Preisnachlass - SPIEGEL ONLINE
    ...auch bei uns. Nicht wenige verschulden sich für Albernheiten wie zwei Wochen Urlaub auf Malle, eine neue Garnitur im Wohnzimmer oder den ganzen Computer- und Handyschrott, den mit dieser Leistungsfähigkeit kaum einer braucht.

    Konsum ist ein Ersatzgott geworden in einer Gesellschaft, die immer kälter wird, in der Empathie kaum noch vorhanden ist. Eine Gesellschaft in der täglich das Recht des Stärkeren durchgesetzt wird und die Schwachen immer öfter auf der Strecke bleiben. So wird gekauft und gekauft und immer mehr gekauft. Und jeder kennt es selbst, hat man es, ist es gar nicht mehr so wichtig. Dann muss wieder was Neues her.

    Wohl dem, der bei dem ganzen Müll nicht mitmacht.
  4. #4

    Zitat von franzanders Beitrag anzeigen
    Ob diese obszönen Kauforgien schlichte Folge von Kapitalismus oder Folge immer ungehemmterer Marketingmethoden sind, wäre zu diskutieren. Tatsache ist, sie halten auch in Deutschland Einzug (siehe zuletzt iPhone 4).
    So ein Blödsinn. Tatsache ist, dass es das in Deutschland schon immer gab. Erinnern Sie sich an die guten SSVs und WSVs. Oder Eröffnungen von Media-Märkten, .....

    .... und wir sind schon beim iPhone 5. Glückwunsch zur Unterbringung der Apple-Kritik.
  5. #5

    Zitat von DocEmmetBrown Beitrag anzeigen
    So ein Blödsinn. Tatsache ist, dass es das in Deutschland schon immer gab. Erinnern Sie sich an die guten SSVs und WSVs. Oder Eröffnungen von Media-Märkten, .....

    .... und wir sind schon beim iPhone 5. Glückwunsch zur Unterbringung der Apple-Kritik.
    Ganz so einfach ist es nicht. Die Deutschen sind natürlich ebenfalls Schnäppchenjäger. Der Trend, sich für nicht benötigte Dinge zu verschulden hingegen nimmt erst seit der Einführung von bargeldlosem Zahlungsverkehr sehr viel stärker zu. Dazu gibt es einige Studien auch wenn es den meisten Leuten einleuchten dürfte, dass ich bei 50 Euro in der Geldbörse eben nur 50 Euro ausgeben kann. Dieses weg vom physischen Geld führt zu höheren Ausgaben, vor allem in Form von Ratenzahlungen, die ja so bequem sind.

    Das ist das amerikanische Modell in Reinform.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bis zu neun Stunden harren kaufwütige Amerikaner vor den Geschäften aus - alles für ein Schnäppchen am Black Friday. Für US-Einzelhändler beginnt mit dem Tag nach Thanksgiving die wichtigste Zeit des Jahres, das Weihnachtsgeschäft. Bei den Verkäufern hält sich die Begeisterung in Grenzen.

    Black Friday: Nachtshopping mit drastischem Preisnachlass - SPIEGEL ONLINE
    Die Menschen die so gedanken- und hirnlos kaufen, konsumieren und wegwerfen sind wirklich gehirnmanipuliert. Anstatt irgendwelchen Schnäppchen hinterherzujagen die von irgenwelchen Robotern und Sklaven hergestellt wurden sollten sich die Menschen langsam mal fragen was denn der Sinn eines Preises ist und ob dieser Sinn überhaupt noch erfüllt wird.
    Der Sinn eines Preises ist es eine Arbeitsleistung zu "würdigen"! Die billigen Preise kommen heute zum allergrößten Teil dadurch zu Stande, dass andere den Preis bezahlen. Den Preis bezahlen Arbeitssklaven und hier Kinderarbeiter da - in der ganzen Welt. Dabei haben wir heute das Wissen und die Technolgie alle benötigten Güter für alle 7 Mrd. Menschen herzustellen und zwar ohne den heutigen Ressourcenverbrauch und ohne die Biosphäre zu zerstören.
  7. #7

    Wenn ich mir diese Videos anschaue, bekomme ich irgendwie Gänsehaut...

    http://www.blick.ch/news/ausland/der-festtags-wahnsinn-in-den-usa-id2116205.html
  8. #8

    Das schlimmste an dem ganzen ist, dass Thanksgiving als einer der grossen Feiertage vollkommen bedeutungslos wird, wenn Menschen (die Verkauefer) an diesem Tag arbeiten muessen. Es ist bereits soweit, dass die meisten Geschaefte praktisch an jedem Tag des Jahres offen sind, selbst an Weihnachten, Neu Jahr usw. Das ist Kapitalismus vom Feinsten
  9. #9

    Zitat von a-t.kreimer Beitrag anzeigen
    Das schlimmste an dem ganzen ist, dass Thanksgiving als einer der grossen Feiertage vollkommen bedeutungslos wird, wenn Menschen (die Verkauefer) an diesem Tag arbeiten muessen. Es ist bereits soweit, dass die meisten Geschaefte praktisch an jedem Tag des Jahres offen sind, selbst an Weihnachten, Neu Jahr usw. Das ist Kapitalismus vom Feinsten
    Hallo!!!!!???? Das ist in den USA schon immer so. Am Feiertag haben nur die Banken, Versicherungen, Staat/Stadt und die Post zu, alles Andere ist immer offen, selbst die Müllabführ kommt am Feiertag.
    So was wie in Deutschland gibt es hier nicht. Sontag ist ebenso ein ganz normaler Shoppingtag wie jeder andere auch.
    Am Black Friday sind aber die Rabatte besonders hoch und deshalb rennen die Leute. Diese 25 Std sind hier die Hölle für die Verkäufer und die die nicht nach den Preisen schauen, aber ein Paradies für die Leute, die paren müssen.