Rechtsextreme Burschenschafter: Träumen von der braunen Revolution

Getty Images/NewsmakersDer Machtkampf zwischen völkischen und national-liberalen Bünden beim Burschentag in Stuttgart offenbart: Burschenschaften wirken wie ein Magnet auf rechtsextreme Aktivisten. Die notorisch klamme braune Szene lockt das Geld - und ideologische Übereinstimmung.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-868841.html
  1. #1

    Wie das sein kann ?

    Es wurde auch mal erzählt, daß die Bundeswehr rechts ist, weil 200 von 300.000 Soldaten "rechts" sind. Wieviele "rechtsradikale" Burschenschaften gibt es ? Sind es 20 mit jeweils 20 Studenten, wären das 400 Leute pro 100.000.000 Einwohner in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das würde gelten, wenn alle der Studenten wirklich rechts sind. Aber vermutlich sind da auch Leute Mitglied, die mit Politik weniger am Hut haben.
  2. #2

    Kann da anhand der Themennennung....

    ... noch keine eindeutig verfassungswidrigen Tendenzen erkennen:
    r "Abschaffung des Parteienstaats", "Herstellung wirklicher Volksherrschaft", dem Austritt aus Nato und Euro-Zone, der Kündigung grundlegender EU-Verträge, nicht zuletzt vom Ende der "Instrumentalisierung der deutschen Geschichte". Gespickt ist der Text mit allerlei Angriffen auf die "gleichgeschaltete Presse" und die "mentale Vernichtungsmentalität der PC-Aufpasser", womit die vermeintlich vorherrschende polische Korrektheit gemeint ist. Momentan stünde man "in einer vorrevolutionären Phase eines im Niedergang befindlichen Systems".

    Das klingt für mich nur wie eine Beschreibung der momentanen Situation sowie möglicher Auswege daraus.

    Hilfe, bin ich rechtsradikal?
  3. #3

    Höchst demokratisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Abschaffung des Parteienstaats" in Verbandszeitung gefordert
    Was die Deutsche Burschenschaft attraktiv macht für Rechtsextreme - SPIEGEL ONLINE
    Das ist wohl die demokratischste Forderung, die je in Deutschland gestellt wurde. Die Parteien haben die Gewaltenteilung komplett unterwandert und den Staat unter sich aufgeteilt.
    Der Weg zur Demokratie, geht über die Verdammung der Parteien aus dem Parlament.
    Direkte Demokratie, ist jetzt also Rechtsextrem, da weiß man wenigstens woran man ist und welche Tendenz hier zelebriert wird.
  4. #4

    Zitat von Foul Breitner Beitrag anzeigen
    Es wurde auch mal erzählt, daß die Bundeswehr rechts ist, weil 200 von 300.000 Soldaten "rechts" sind. Wieviele "rechtsradikale" Burschenschaften gibt es ? Sind es 20 mit jeweils 20 Studenten, wären das 400 Leute pro 100.000.000 Einwohner in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das würde gelten, wenn alle der Studenten wirklich rechts sind. Aber vermutlich sind da auch Leute Mitglied, die mit Politik weniger am Hut haben.
    Stellt sich nun bloß die Frage, woher genau Sie die Zahlen (20 Burschenschaften á 20 Mitglieder) aus dem Hut gezaubert haben?

    Allein schon die gescheiterte Abwahl von Norbert Weidner auf dem Burschentag in Eisenach zeigt deutlich, dass das Problem Rechtsradikalismus innerhalb der Deutschen Burschenschaft alles andere als ein vernachlässigbares Randphänomen ist.
  5. #5

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    ... noch keine eindeutig verfassungswidrigen Tendenzen erkennen:
    r "Abschaffung des Parteienstaats",
    Schon der allererste genannte Punkt ist klar verfassungsfeindlich, siehe Artikel 21 GG.

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    nicht zuletzt vom Ende der "Instrumentalisierung der deutschen Geschichte". Gespickt ist der Text mit allerlei Angriffen auf die "gleichgeschaltete Presse" und die "mentale Vernichtungsmentalität der PC-Aufpasser", womit die vermeintlich vorherrschende polische Korrektheit gemeint ist. Momentan stünde man "in einer vorrevolutionären Phase eines im Niedergang befindlichen Systems".

    Das klingt für mich nur wie eine Beschreibung der momentanen Situation sowie möglicher Auswege daraus.

    Hilfe, bin ich rechtsradikal?
    Wenn sie an all diesen Punkten überhaupt nichts kritikwürdiges finden, dann würde ich sagen: eindeutig JA.
  6. #6

    Zitat von Foul Breitner Beitrag anzeigen
    Es wurde auch mal erzählt, daß die Bundeswehr rechts ist, weil 200 von 300.000 Soldaten "rechts" sind. Wieviele "rechtsradikale" Burschenschaften gibt es ? Sind es 20 mit jeweils 20 Studenten, wären das 400 Leute pro 100.000.000 Einwohner in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das würde gelten, wenn alle der Studenten wirklich rechts sind. Aber vermutlich sind da auch Leute Mitglied, die mit Politik weniger am Hut haben.
    und wenn es mehr sind? Ab welcher Anzahl wird es denn interessant? Sie verkennen anscheinend auch, dass diese Burschschaftler ihren Weg in die Wirtschaft, Justiz und Politik finden. Würde es Ihnen wirklich gefallen, wenn ihre 400 rechtsradikalen Burschenschaftler in hohe Positionen kommen würden?
  7. #7

    Ewig gestrige

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Machtkampf zwischen völkischen und national-liberalen Bünden beim Burschentag in Stuttgart offenbart: Burschenschaften wirken wie ein Magnet auf rechtsextreme Aktivisten. Die notorisch klamme braune Szene lockt das Geld - und ideologische Übereinstimmung.

    Was die Deutsche Burschenschaft attraktiv macht für Rechtsextreme - SPIEGEL ONLINE
    Die Berichterstattung macht fast den Eindruck als handele es sich bei den Herrn Burschenschaftern um ehrenwerte Leute. Man hat da nur die Wahl zwischen Pest und Colera. Entweder ultra-konservativ-bis-rechts oder ganz-und-gar-Nazi. Diese Typen sind aus einer Zeit die längst vergangen ist aber das geht durch deren Realitätsverlust unbemerkt an denen vorbei.
  8. #8

    Ironie ?

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    ... noch keine eindeutig verfassungswidrigen Tendenzen erkennen:
    r "Abschaffung des Parteienstaats", "Herstellung wirklicher Volksherrschaft", dem Austritt aus Nato und Euro-Zone, der Kündigung grundlegender EU-Verträge, nicht zuletzt vom Ende der "Instrumentalisierung der deutschen Geschichte". Gespickt ist der Text mit allerlei Angriffen auf die "gleichgeschaltete Presse" und die "mentale Vernichtungsmentalität der PC-Aufpasser", womit die vermeintlich vorherrschende polische Korrektheit gemeint ist. Momentan stünde man "in einer vorrevolutionären Phase eines im Niedergang befindlichen Systems".

    Das klingt für mich nur wie eine Beschreibung der momentanen Situation sowie möglicher Auswege daraus.

    Hilfe, bin ich rechtsradikal?
    Wenn sie das hier ernst meinen, dann habe ich meine Zweifel und ja dann haben sie einen leicht rechten "Touch". So recht überzeugende Alternativen zu unserer Demokratie (oder unseres Versuchs davon) habe ich bisher nicht mitbekommen. Die ewig gestrigen jedenfalls wären für mich die allerletzten die hier sinnvolle Beiträge bringen.
  9. #9

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    ... noch keine eindeutig verfassungswidrigen Tendenzen erkennen:
    r "Abschaffung des Parteienstaats", "Herstellung wirklicher Volksherrschaft", dem Austritt aus Nato und Euro-Zone, der Kündigung grundlegender EU-Verträge, nicht zuletzt vom Ende der "Instrumentalisierung der deutschen Geschichte". Gespickt ist der Text mit allerlei Angriffen auf die "gleichgeschaltete Presse" und die "mentale Vernichtungsmentalität der PC-Aufpasser", womit die vermeintlich vorherrschende polische Korrektheit gemeint ist. Momentan stünde man "in einer vorrevolutionären Phase eines im Niedergang befindlichen Systems".

    Das klingt für mich nur wie eine Beschreibung der momentanen Situation sowie möglicher Auswege daraus.

    Hilfe, bin ich rechtsradikal?
    Wenn Sie auf so platte Slogans hereinfallen, ja, dann kann ich Ihnen jedenfalls schon mal eine rechtsradikale Mentalität bescheinigen! Denn dann haben Sie garantiert keinen Parteien-Staat mehr, sondern einen Ein-Parteien-Staat. Das dies die Lösung sein soll, bezweifle ich.