Narkose bei ambulanter OP: Lebensgefahr in der Arztpraxis

CorbisOb Zahn-OP, Gelenkspülung oder Polypen-Entfernung: Immer mehr Eingriffe werden in Arztpraxen durchgeführt. Die Qualität der ambulanten Narkosen wird nicht kontrolliert. Eine tödliche Gefahr, warnen Experten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-864138.html
  1. #1

    Leider geschieht soetwas zu oft..

    Ich kann den Artikel leider nicht mehr finden, aber ich meine er war hier in Spiegel. In dem Artikel ging es ebenfalls um dieses Thema, dort war ein 3-jähriges Mädchen nach einer Narkose gestorben. (Wenn ich mich recht erinnere.) Es gibt wohl noch viel mehr fälle, und anscheinend wird auch nicht genug dagegen gemacht.. Leider...
  2. #2

    Ambulante

    Da kann man doch noch ein paar Euro sparen und das kann doch heutzutage jeder Zahnarzt!
  3. #3

    wen wundert's ?

    Sparen, Profit und ganz besonders Verantwortungslosigkeit seitens des medizinischen Personals; das sind die 3 Punkte, die Arztbesuche in den letzten Jahren -egal ob mit oder ohne Narkose, ob stationär oder ambulant, ob Haus- oder Facharzt- zu einem russischen Roulette gemacht haben. Da sind Ärzte, die bei einer Herzoperation Aterie und Vene verwechseln, die auf Röntgenbildern gebrochene Knochenstücke übersehen, oder die, die meinen, weil jemand jung ist, gelte bei ihm das kleine 1x1 der Chemie nicht mehr. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Und versucht sich ein Patient mal gegen den verantwortungslosen Umgang mit seiner Gesundheit und seinem Leben zur Wehr zu setzen, so gilt noch immer der alte Spruch: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Die faulsten Ausreden von Studenten sind ehrlicher.
  4. #4

    -oo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ob Zahn-OP, Gelenkspülung oder Polypen-Entfernung: Immer mehr Eingriffe werden in Arztpraxen durchgeführt. Die Qualität der ambulanten Narkosen wird nicht kontrolliert. Eine tödliche Gefahr, warnen Experten.

    Narkose bei ambulanter OP eine unbedachte Gefahr - SPIEGEL ONLINE
    So schlimm war's nicht mal in der DDR!
  5. #5

    man kann es auch übertreiben mit der "Lebensgefahr"

    ich mache beinahe täglich ambulante Eingriffe, seit Jahren, wie tausende meiner Kollegen auch, ohne dass je etwas passiert wäre. Aber so schnell kann man einen Beruf in Verruf bringen.
  6. #6

    Überwachungspflicht

    soweit ich informiert bin muss der Patient nach der Narkose 24 Stunden überwacht werden....und wird nach Hause geschickt! Was macht man bei Nachblutungen---keiner da!
    Das ist die Realität...aber billig solls sein und dem Patienten wird suggeriert wie schön es doch ist Daheim zu sein, keine Keime aus dem Krankenhaus, nur es darf nichts passieren.
    Nicht umsonst haben Krankenhäuser relativ strenge Vorgaben für den Anästhesisten.
  7. #7

    Artikel ist zu reißerisch...

    Wie immer bei Gesundheitsthemen auf SPON. Erstens es gibt zwar kleine u leichte Ops aber niemals leichte Narkosen. Narkosezwischenfälle wird es immer geben, egal ob ambulant oder stationär. Sie schreiben von 8mio Operationen, sagen aber nicht, dass hier wahrsch auch Ops ohne Vollnarkose enthalten sind! Lokalanästhesien werden meistens gänzlich ohne Anästhesiepersonal vom Behandler selbst durchgeführt. Andernfalls würde jeder der niedergelassenen Anästhesisten bei 250 Arbeitstagen 12 Narkosen pro Tag durchführen, das bezweifle ich! Weiterhin beträgt das Sterberisiko bei vollkommen gesunden Patienten (ASA I, siehe ASA-Klassifikation) 0,08%. Multiplizieren Sie das mal mit den angeblichen 8mio durchgeführten Vollnarkosen. Das es ca. 6500 gesunde Narkosetote nach ambulanten Narkosen gibt, bezweifle ich stark!
  8. #8

    Die Gebührenordnung belohnt ambulante

    Operationen, stationäre Eingrife werden hingegen erschwert. Die Kassen der Kassen sind voll, die ambulant operierenden Ärzte sind zufrieden. Die Patienten häufig nicht.
  9. #9

    Zitat von Spiegelleserin57 Beitrag anzeigen
    soweit ich informiert bin muss der Patient nach der Narkose 24 Stunden überwacht werden....und wird nach Hause geschickt! Was macht man bei Nachblutungen---keiner da!
    Das ist die Realität...aber billig solls sein und dem Patienten wird suggeriert wie schön es doch ist Daheim zu sein, keine Keime aus dem Krankenhaus, nur es darf nichts passieren.
    Nicht umsonst haben Krankenhäuser relativ strenge Vorgaben für den Anästhesisten.
    Das ist nicht richtig, von med. Personal sollte 4h überwacht werden, gegen die Entlassung gesunder Patienten nach dieser Zeit nach einer Narkose spricht überhaupt nichts. Nachblutungen sind ein OP-Risiko hier ist der Operateur in der Verantwortung, die Frage der Entlsssung muss also gemeinsam getroffen werden. Und schließlich hat man ja selbst auch noch ein bisschen Menschverstand und organisiert Hilfe bzw. Geht ins Krankenhaus wenn es nachbluten sollte. Wenn von vornerein ein erhöhtes Risiko der Nachblutung besteht, entlässt sie keiner, da bin ich mir sicher.