Aus für die "Financial Times Deutschland": Der Lachs im Karpfenteich

REUTERSDie "Financial Times Deutschland" ist gescheitert, nach fast 13 Jahren verschwindet die Wirtschaftszeitung vom Markt. Das Blatt wollte anders sein als die Konkurrenz - wacher, meinungsfreudiger. Trotzdem gelang es nie, genügend Leser zu gewinnen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-868368.html
  1. #1

    Und nun

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Financial Times Deutschland" ist gescheitert, nach fast 13 Jahren verschwindet die Wirtschaftszeitung vom Markt. Das Blatt wollte anders sein als die Konkurrenz - wacher, meinungsfreudiger. Trotzdem gelang es nie, genügend Leser zu gewinnen.

    Financial Times Deutschland wird nach fast 13 Jahren eingestellt - SPIEGEL ONLINE
    sebst zum Opfer des Kapitalismus geworden.
    Aber man muss das erst am eigenen Leibe spüren.
  2. #2

    Es gibt keinen Markt für eine Zeitung, die stets weit links von ihrer Zielgruppe kommentiert.
  3. #3

    Wundert mich nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Financial Times Deutschland" ist gescheitert, nach fast 13 Jahren verschwindet die Wirtschaftszeitung vom Markt. Das Blatt wollte anders sein als die Konkurrenz - wacher, meinungsfreudiger. Trotzdem gelang es nie, genügend Leser zu gewinnen.

    Financial Times Deutschland wird nach fast 13 Jahren eingestellt - SPIEGEL ONLINE
    Also mich wundert das nicht. Der "Chefökonom" der FTD, Fricke, (ja, so nannte er sich wirklich!) war ja einer derjenigen, die den Lesern den Bären aufgebunden haben, Deutschland würde an den "Krediten" für Griechenland auch noch verdienen. Und das schrieb er genau in dem Augenblick, als die Profis gerade das Weite suchten und die Euro-Staaten in die Bresche sprangen. Wer solche rein ideologisch bedingten "Meinungen" abliefert, die jeder nüchternen Analyse Hohn sprechen, der braucht sich über den Mangel an Lesern nicht zu wundern.
  4. #4

    optional

    Um mich vom Bankberater übern Tisch ziehen zu lassen, brauche ich auch keine Financial Times //rofl
  5. #5

    Zitat von Kohle&Reibach Beitrag anzeigen
    sebst zum Opfer des Kapitalismus geworden.
    Aber man muss das erst am eigenen Leibe spüren.
    Sind sie dem Kapitalismus nicht dankbar das er dieses Blatt abgeräumt hat?
    Oder meinen sie, es hätte per Staatskredit "gerettet" werden müssen, weil systemrelevant?

    Wenn den Kram niemand kaufen will, dann weg damit!
    Die Presse macht nur ne Riesenwelle, weil mal einer der ihrigen dran glauben muss. 300 Arbeitsplätze mehr oder weniger ist volkswirtschaftlich gesehen irrelevant.
  6. #6

    unternehmerisches Konzepte ??!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Financial Times Deutschland" ist gescheitert, nach fast 13 Jahren verschwindet die Wirtschaftszeitung vom Markt. Das Blatt wollte anders sein als die Konkurrenz - wacher, meinungsfreudiger. Trotzdem gelang es nie, genügend Leser zu gewinnen.

    Financial Times Deutschland wird nach fast 13 Jahren eingestellt - SPIEGEL ONLINE
    Zum Zeitpunkt der Ersterscheinung der FTD waren "Handelsblatt" und "FAZ" bereits seit Jahrzehnten bei der für die FTD infrage kommenden Zielgruppe bestens eingeführt !.
    Hat man das den vorher nicht beherzigt ?

    In diesem Markt - und bei dieser Zielgruppe - einen solchen ambitionierten Titel einzuführen kommt einem unternehmerischen Ritt über den Bodensee gleich, der auch mal schief gehen kann.
  7. #7

    Eine „grüne

    „Die Chefredaktion setzte zur Bundestagswahl 2002 eine Wahlempfehlung für die Union durch, obwohl sich ein Großteil der Redaktion für die Grünen ausgesprochen hatte." Köstliches Geschäftsmodell. Eine Finanzzeitung von Grünen für pöhse Kapitalisten. Das das nicht funktioniert kann ich einfach nicht glauben. Aber Thomas Fricke wird mir fehlen. Seine sehr selektive Sicht der Makrowelt manchmal gar eines anderen Universums, verbunden mit strammer Sprache – alle Achtung! Aber sein Lebenswerk ist ja noch nicht beendet. Ich wünsche ihn (und den Rest der FTD-Redaktion) mir bei der ZEIT! Und dann warten wir mal ein paar Jahre...
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Financial Times Deutschland" ist als Lachs gescheitert ...
    Lachs im Karpfenteich geht auch nicht. Völlig falsches Biotop.
  9. #9

    War eine armseliger ME-TOO Veranstaltung

    Zitat: "Das Blatt wollte anders sein als die Konkurrenz - wacher, meinungsfreudiger." Die Artikel waren genauso wenig kontrovers, hinterfragend und armselig, wie die der anderen Wirstchaftsblätter in Deutschland. Dabei bietet gerade die globale Krise des Kapitalismus seit 2008 genügend Stoff, makro- als auch mikroökonomisch Wichtiges zu hinterfragen, zu schreiben und zu kommentieren. Leider braucht es dafür gute Wirtschaftsjournalisten mit Verständnis, Kenntnissen und Rüchgrat und die sind verfügbar wie Wasser in der Sahara.